Die NetCom BW GmbH (ehemals: ODR Technologie Services GmbH)NetCom BW GmbH (vormals: ODR Technologie Services GmbH) Ellwangen Jagst, Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 1.1.2014 bis zum 31.12.2014, veröffentlicht im Bundesanzeiger am 24. Februar 2016, abgerufen am 28. Juni 2023. ist ein Telekommunikationsanbieter der EnBW Energie Baden-Württemberg AG mit Sitz im baden-württembergischen Ellwangen (Jagst). Das Verbreitungsgebiet des Unternehmens umfasst Städte und Gemeinden in Baden-Württemberg und dem angrenzenden Bayern, wobei sich das unternehmenseigene Daten- und Sprachnetz über circa 24.000 Kilometer erstreckt. Die NetCom BW verfügt so über eines der größten Glasfasernetze in Baden-Württemberg.„Neue Spitze für NetCom BW“, in: Rundschau für den schwäbischen Wald vom 3. Mai 2023, abgerufen am 27. Juni 2023. Das Unternehmen erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2023 115,9 Mio. Euro.

Geschichte

Gründung 2014 Das Unternehmen wurde 2014 im Zuge der Umfirmierung der ODR Technologie Services, Ellwangen, ein Tochterunternehmen der EnBW Energie Baden-Württemberg, gegründet. Zum Zeitpunkt der Gründung waren die Netze BW GmbH, Stuttgart zu 54,54 Prozent, die OEW Energie-Beteiligungs GmbH, Ravensburg zu 25,1 Prozent sowie die EnBW Ostwürttemberg DonauRies AG (EnBW ODR), Ellwangen (Jagst) zu 20,36 Prozent an dem Unternehmen beteiligt. Im Rahmen eines Ausgliederungsvertrags brachte die Netze BW die Unternehmensbereiche Dienstleistungsmanagement, Telekommunikation sowie Weitverkehrsnetze in das Unternehmen ein. Der Breitbandnetzausbau in der Region Baden-Württemberg, beginnend in Ettlenschieß (Alb-Donau-Kreis), sollte zukünftig durch die NetCom BW umgesetzt und weiterentwickelt werden.Thomas Steibadler: „Autobahn nach Ettlenschieß“, in: Südwest Presse vom 15. April 2014, abgerufen am 27. Juni 2023.„EnBW gründet Tochter für Turbo-Internet“, in: Schwäbische Zeitung vom 15. April 2014, abgerufen am 27. Juni 2023. Im Sommer desselben Jahres erfolgte der Anschluss Unterschneidheim-Nordhausen an das Breitbandnetz der NetCom BW, nachdem das Unternehmen in den dortigen Glasfaserkabelausbau investiert hatte.Alexandra Rimkus: „Und noch ein weißer Fleck ist weg“, in: Ipf- und Jagst-Zeitung vom 28. Juni 2014, abgerufen am 27. Juni 2023. Des Weiteren wurde Pommertsweiler an das Breitbandnetz angeschlossen. Ebenso investierte NetCom BW als zukünftiger Betreiber in den Ausbau des Netzes für höhere Übertragungsgeschwindigkeiten in Hüttlingen.„Schnelles Internet für Pommertsweiler“, in: Rundschau für den Schwäbischen Wald vom 25. Juli 2014, abgerufen am 27. Juni 2023.„Schnelles Internet auf Knopfdruck“, in: Aalener Nachrichten vom 30. Juli 2014, abgerufen am 27. Juni 2023. Weitere Bauarbeiten für Glasfaserkabel erfolgten im selben Zeitraum, beispielsweise auf dem Salamander-Areal in Kornwestheim und Neuler.„Bauarbeiten in der Weststadt“, in: Stuttgarter Nachrichten vom 8. August 2014, abgerufen am 27. Juni 2023.„Neuler: Schnelles Netz für Teilorte“, in: Aalener Nachrichten vom 6. September 2014, abgerufen am 27. Juni 2023.

Ausbau des Breitbandnetzes ab 2015 Die Ewa Riss GmbH, Biberach verpachtete der NetCom BW im Jahr 2015 das kommunale Glasfasernetz in Biberach.„Bewegung auf der Datenautobahn“, in: Schwäbische Zeitung Biberach vom 31. Januar 2015, abgerufen am 27. Juni 2023. Im Laufe desselben Jahres erweiterte das Unternehmen seinen Geschäftsbereich und schloss beispielsweise einen Vertrag mit der Stadt Markdorf für die Breitbandversorgung in Ittendorf ab. Darüber hinaus wurde Cleebronn an das Glasfasernetz angeschlossen.„Bis zu 50 MBit pro Sekunde sind drin“, in: Schwäbische Zeitung Markdorf vom 5. Mai 2015, abgerufen am 27. Juni 2023.„Anschluss an Datenautobahn“, in: Heilbronner Stimme vom 27. Mai 2015, abgerufen am 27. Juni 2023.

Im Jahr 2016 wurden weitere Gebiete an das Netz der NetCom BW angebunden, etwa durch den Breitbandnetzausbau in Alberweiler und Aßmannshardt.„Breitbandausbau läuft planmäßig“, in: Schwäbische Zeitung Biberach vom 1. Februar 2016, abgerufen am 27. Juni 2023. Im September desselben Jahres verschmolz die NetCom BW mit der NeckarCom Telekommunikation GmbH, Stuttgart, wodurch das Unternehmen nach eigenen Angaben mehr als 10.000 Streckenkilometer Glasfasernetz und eines der größten Backbone-Netze Baden-Württembergs erreichte.„Netcom BW fusioniert mit Neckarcom“, in: Aalener Nachrichten vom 10. September 2016, abgerufen am 27. Juni 2023. NetCom BW schloss 2016 einen Kooperationsvertrag mit der Stadt Mengen ab, um freien WLAN-Zugang in Teilen der Stadt bereitzustellen.„Kostenloses WLAN wird gut genutzt“, in: Schwäbische Zeitung Bad Saulgau vom 9. Februar 2018, abgerufen am 27. Juni 2023.

2017 nahm NetCom BW in Sinningen das neue Breitbandnetz in Betrieb.„Schnelles Internet für Sinningen“, in: Schwäbische Zeitung Biberach vom 16. März 2017, abgerufen am 27. Juni 2023. Im selben Jahr gab die BLS Breitbandversorgungsgesellschaft mbh & Co. KG im Landkreis Sigmaringen bekannt, zukünftig ihr gesamtes Netz an die NetCom BW zu verpachten.„BLS verpachtet Netz an Netcom“, in: Schwäbische Zeitung Bad Salgau vom 13. April 2017, abgerufen am 27. Juni 2023. Am 1. August 2017 wurde ein Pachtvertrag mit der Breitbandinitiative Landkreis Tuttlingen (BIT) für das aufzubauende Glasfasernetz im gesamten Landkreis Tuttlingen (35 Kommunen) geschlossen. Im Laufe des Jahres wurden weitere Regionen des Ostalbkreis durch Verpachtungen erschlossen.„Internet kommt mit Höchstgeschwindigkeit“ in: Aalener Nachrichten vom 5. September 2017, abgerufen am 27. Juni 2023. Bis Ende des Jahres 2017 verzeichnete das Unternehmen eine Kundenanzahl von 40.000.„Netcom BW ehrt 40 000. Kunden“, in: Schwäbische Zeitung Riedlingen vom 16. November 2017, abgerufen am 27. Juni 2023.

2018 wurden weitere Regionen Baden-Württembergs an das Netz des Unternehmens angebunden, so etwa die Gemeinden Rot an der Rot und Tannheim.„Netcom BW hat den Netzbetrieb bis 2024 sicher“, in: Schwäbische Zeitung Biberach vom 27. Juni 2018, abgerufen am 27. Juni 2023. Bis zum Sommer des Jahres betrieb NetCom BW ein Netz von 11.400 Kilometern in der Länge. Im selben Jahr wurde unter Beteiligung des Unternehmens das Breitbandnetz in der Region Aalen ausgebaut.„Ausbau in den Aalener Teilorten“, in: Aalener Nachrichten vom 9. April 2018, abgerufen am 27. Juni 2023. 2018 versuchten Hacker, das Netz eines externen Dienstleisters der NetCom BW anzugreifen. Der Angriff zielte ursprünglich nicht auf das Telekommunikationsunternehmen, sondern auf einen externen Dienstleister; durch eine Schnittstelle zur NetCom BW war jedoch auch diese betroffen. Der Generalbundesanwalt nahm im Anschluss Ermittlungen auf. Der Angriff wurde in einer frühen Phase abgewendet, wodurch es den Hackern nicht gelang, insbesondere auf die Energieversorgungsnetze zuzugreifen.„Cyberangriff auf EnBW-Tochter“, in: Thüringer Allgemeine vom 17. Mai 2018, abgerufen am 27. Juni 2023. Wie 2022 nach Recherchen von WDR und BR mittels eines Berichts der Tagesschau bekannt wurde, konnte das Landeskriminalamt Baden-Württemberg den Täter aus einer Moskauer Hackergruppe identifizieren.„Hacker spionierten offenbar gezielt deutsche Stromnetze aus“, in: Spiegel online vom 28. Juli 2022, abgerufen am 27. Juni 2023.

Ausweitung des Geschäftsgebiets ab 2019 2019 wurde die EnBW Telekommunikation GmbH gegründet, die sowohl Mehrheitsgesellschafter der NetCom BW wurde als auch die Plusnet GmbH, Köln von der QSC AG übernahm.NetCom BW GmbH Ellwangen Jagst, Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 1.1.2021 bis zum 31.12.2021, veröffentlicht im Bundesanzeiger am 12. August 2022, abgerufen am 27. Juni 2023. Während NetCom BW vor allem in Baden-Württemberg und dem angrenzenden Bayern als Telekommunikationsnetzbetreiber tätig ist, erstreckt sich das Geschäftsgebiet der eigenständigen Schwestergesellschaft Plusnet als Telekommunikationsanbieter auf das übrige Deutschland.

Im selben Jahr begannen die Bauarbeiten für den Breitbandausbau in Griesingen sowie der Ausbau des Glasfasernetzes in Lauterach unter Beteiligung des Unternehmens.„Schnelles Internet in Griesingen ab 2020“, in: Schwäbische Zeitung Ehingen vom 16. März 2019, abgerufen am 27. Juni 2023.„Netze BW informiert über Breitbandausbau“, in: Schwäbische Zeitung Ehingen vom 7. Mai 2019, abgerufen am 27. Juni 2023. Durch eine Kooperation mit der Gasline GmbH & Co. KG, Straelen hatte NetCom BW ab 2019 Zugriff auf deren bundesweite Backbone-Infrastruktur. Im selben Jahr vereinbarte das Unternehmen einen Vertrag mit der Komm.Pakt.Net KAöR, wonach zukünftig 42 von 45 Städten und Gemeinden im Landkreis Biberach mit Breitbandnetzen der NetCom BW betrieben wurden.„NetCom BW erhält Zuschlag für Netzbetrieb im Landkreis“, in: Schwäbische Zeitung Biberach vom 8. Juni 2019, abgerufen am 27. Juni 2023.

2020 ergänzte das Unternehmen sein Geschäftsgebiet um weitere Regionen, beispielsweise durch die Inbetriebnahme des Glasfasernetzes in Kreßberg.„Schnelles Internet für Kreßberg“, in: Hohenloher Tagblatt vom 3. Juli 2020, abgerufen am 27. Juni 2023. Im selben Jahr testete NetCom BW erstmals Nutzererfahrungen mit 5G-Internet (5G-Fixed Wireless Access-Technologie) im Rahmen eines Versuchsprojekts in Röhlingen.„In Röhlingen beginnt die 5G-Zukunft“, in: Aalener Nachrichten vom 2. Januar 2021, abgerufen am 27. Juni 2023.

Im April 2021 setze sich NetCom BW gegen die Mitbewerber Telekom Deutschland GmbH und Vodafone GmbH durch, als das Unternehmen die Zustimmung für den Ausbau und den Betrieb der Glasfaseranschlüsse im Landkreis Schwäbisch Hall sowie den Gemeinden Waldenburg und Pfedelbach erhielt.„Netzbetreiber gefunden: NetCom BW sticht Telekom aus“, in: Rundschau für den Schwäbischen Wald vom 7. April 2021, abgerufen am 27. Juni 2023. Im September desselben Jahres übernahm das Unternehmen im Rahmen einer Ausschreibung die Betreiberrechte für das kommunale Breitbandnetz der Stadt Heilbronn.„Schnelles Internet statt weiße Flecken“, in: Heilbronner Stimme vom 8. September 2021, abgerufen am 27. Juni 2023.

Kooperationen und weitere Entwicklungen ab 2022 Im März des Jahres 2022 gab der Gemeinderat der Stadt Rottenburg bekannt, in den folgenden drei Jahren mit NetCom BW für den Glasfasernetzausbau aller Ortschaften der Stadt zu kooperieren.„Glasfaserausbau beginnt“, in: Schwäbisches Tagblatt vom 4. März 2022, abgerufen am 27. Juni 2023. Im selben Jahr vereinbarte das Unternehmen mit den Stadtwerken Lindau die zukünftige Kooperation mit der Telekommunikation Lindau GmbH, einer Tochtergesellschaft der Stadtwerke Lindau GmbH & CO. KG. Während die NetCom BW seither als Partner der Telekommunikation Lindau dienstleistend den Netzbetrieb sowie das Endkundengeschäft der Telekommunikation Lindauer erbringt, ist die Telekommunikation Lindau im Bereich der passiven Infrastruktur tätig.„NetCom BW erweitert ihr Marktgebiet“, in: Aalener Nachrichten vom 5. April 2022, abgerufen am 27. Juni 2023. Des Weiteren beteiligte sich das Unternehmen im selben Jahr an 29 Breitbandausschreibungen, wovon acht Ausschreibungen gewonnen wurden. 2022 wurden von der NetCom BW 137 neue DSLAM- und 52 neue MPLS-Knoten geschaffen.

2023 gab das Unternehmen bekannt, mit der JH-Computers GmbH, Stödtlen zu kooperieren. Im Zuge dessen erweiterte das Unternehmen seine Dienstleistungen um Rechenzentrum-Services für Gewerbe- und Industriekunden.„NetCom BW kooperiert mit JH-Computers“, in: Ifp- und Jagst-Zeitung vom 16. März 2023, abgerufen am 27. Juni 2023. Zum 01.12.2024 übernahm die NetCom BW die Glasfasernetzinfrastruktur der e.wa riss Netze GmbH, die das Unternehmen bereits seit 2014 betrieben hatte.

Unternehmensstruktur