Ort ist ein Gemeindeteil der Stadt Helmbrechts im Landkreis Hof (Oberfranken, Bayern). Ort liegt in der Gemarkung Oberweißenbach.
Geografie Das Dorf ist eine Streusiedlung, die sich um den Oberlauf des Ottenbaches gruppiert. Sie erstreckt sich von den Nordhängen der bewaldeten Berge Kriegswald und Reussenberg entlang dem Ottenbach talabwärts in Richtung Norden. Das Dorfbild wird von einem großen und einigen kleineren Textilbetrieben geprägt, am südöstlichen Ortsrand befindet sich ein moderner Sportplatz mit einem großen Vereinsheim.O. Knopf: Thüringer Schiefergebirge, Frankenwald, Obermainisches Bruchschollenland, Sp. 461f. Die Staatsstraße 2195 führt nach Oberweißenbach (1,4 km östlich) bzw. nach Bärenbrunn (1,2 km westlich). Die Kreisstraße HO 24 führt nach Wüstenselbitz (1,1 km südöstlich). Gemeindeverbindungsstraßen führen zur Kreisstraße HO 34 bei Taubaldsmühle (1,6 km nordöstlich) und nach Stechera (1,1 km nördlich).
Geschichte Das Dorf gehörte einst zum Vogteiamt Helmbrechts, einen Verwaltungsdistrikt des von einer Nebenlinie der Hohenzollern regierten Markgraftums Brandenburg-Bayreuth. Einige Höfe waren Lehen des Adelsgeschlechtes Waldenfels.
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bestand Ort aus 20 Anwesen (2 Viertelhöfe, 1 Viertelhof mit 2 Häusern, 1 Gut, 2 Güter mit halbem Haus, 4 Achtelhöfe, 1 Dreisechszehntelhof, 2 Sechszehntelhöfe, 2 Zweiunddreißigstelhöfe, 1 Sölde, 3 Tropfhäuser). Die Hochgerichtsbarkeit stand dem bayreuthischen Stadtvogteiamt Helmbrechts zu. Die Hofkanzlei Bayreuth war Grundherr sämtlicher Anwesen.A. Haberlah-Pohl: Münchberg, S. 428.
Von 1797 bis 1810 unterstand Ort dem Justiz- und Kammeramt Münchberg. Infolge des Ersten Gemeindeedikts wurde Ort dem 1812 gebildeten Steuerdistrikt Unterweißenbach und der zugleich entstandenen Ruralgemeinde Unterweißenbach zugewiesen, die 1820 vergrößert wurde und wenige Jahre später nach Oberweißenbach umbenannt wurde.A. Haberlah-Pohl: Münchberg, S. 495f. Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurde Ort am 1. Juli 1972 nach Helmbrechts eingemeindet.
Baudenkmäler Pressecker Straße 207: ehemalige Dorfschule, ein eingeschossiges Waschhaus mit Walmdach und eine Hofmauer mit Rundbogentor
Einwohnerentwicklung Jahr 1812 1819 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987Einwohner 109 131 181 235 275 223 195 252 255 271 240HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Von 1871 bis 1987 werden diese als Wohngebäude bezeichnet. 18 30 29 35 39 52 65Quelle
Religion Ort ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und ist bis heute nach St. Johannes der Täufer (Helmbrechts) gepfarrt.
Literatur
Weblinks
Fußnoten
Kategorie:Ortsteil von Helmbrechts Kategorie:Ort im Landkreis Hof Kategorie:Gemarkung Oberweißenbach