Dagny Gioulami (* 1970 in Bern, Schweiz) ist eine schweizerisch-griechische Schauspielerin, Schriftstellerin und Librettistin.

Leben Die Tochter eines Schweizers und einer Griechin wuchs in Bern auf. Sie studierte von 1990 bis 1991 Neugriechisch an der Aristoteles-Universität Thessaloniki und von 1991 bis 1994 Schauspiel an der Schauspielakademie Zürich. 2010 bis 2013 absolvierte sie ein Masterstudium in Contemporary Arts Practice am Literaturinstitut Biel und an der Hochschule der Künste Bern.

Dagny Gioulami war an verschiedenen deutschsprachigen Stadttheatern als Schauspielerin engagiert, unter anderem am Schauspielhaus Zürich, am Theater Basel und am Stadttheater Bern, und spielt in freien Produktionen sowie in Kinofilmen mit.

Seit Ende der 1990er-Jahre schreibt Dagny Gioulami Theaterstücke und Libretti. In Zusammenarbeit mit dem Komponisten Edward Rushton entstand die Oper Birds. Barks. Bones, die 2005 mit dem British Composer Award ausgezeichnet wurde. Für ihren ersten Roman Alle Geschichten, die ich kenne, erschienen 2015, erhielt sie den Literaturpreis des Kantons Bern.

Dagny Gioulami lebt in Zürich.

Werke (Auswahl)

Romane

Alle Geschichten, die ich kenne. Roman, weissbooks.w, Frankfurt am Main 2015, ISBN 978-3-86337-073-2. Rezension in der Neuen Zürcher Zeitung.

Erzählungen

Die Abenteuer der Jackson Kinder im kanadischen Busch. In: Wie groß ist die Welt und wie still ist es hier. Geschichten ums Waldhaus in Sils Maria, weissbooks.w 2014, ISBN 9783863370312. Bermuda Dreieck. In: Kulturtipp, 2015. Über Anpassung. In: Heidi, viceversa literatur 10, Rotpunkt, Zürich 2016, ISBN 978-3-85869-685-4.

Theaterstücke

1408 – S' bluetig Pfand. Historisches Festspiel, Auftragswerk der Gemeinde Grüningen anlässlich der 600-Jahr-Feier, 2008. Mattemärli. Kinderstück, Auftragswerk des Stadttheaters Bern, 2008. Zack und Zoé. Jugendstück, Auftragswerk der Bildungs- und Kulturdirektion des Kantons Uri, 2009.

Uruguay. Jugendstück, Auftragswerk des Jugendclubs MoMoll, Schaffhausen, 2010. Der Pfarrer und der Kapitän. Auftragswerk des Landschaftstheaters Ballenberg, 2012. Bleu électrique. Im Kollektiv mit Theater Amalgam, Maxim Theater, 2017.

Takis Savvas hat sich nicht abgemeldet. Im Kollektiv mit Theater Amalgam, sogar theater Zürich, 2020. Die Legende von Amine und Amanda. Auftragswerk sogar theater Zürich, 2021.

Libretti

Leinen aus Smyrna. Libretto für Edward Rushton, Gewinner Wettbewerb teatro minimo (Opernhaus Zürich / Bayerische Staatsoper), 2001.

Birds. Barks. Bones. Trojan Trilogy. Libretto für Edward Rushton, Auftragswerk der Opera Group London. Uraufführung: Juli 2004. Harley. Opernlibretto für Edward Rushton, Auftragswerk für Opernhaus Zürich. Uraufführung: Opernhaus Zürich, November 2005.

The Shops. Libretto für Edward Rushton, Auftragswerk der Opera Group, London und der Bregenzer Festspiele, Uraufführung: Juli 2007. Die Fromme Helene. Libretto für Edward Rushton, Auftragswerk der Staatsoper Hannover. Uraufführung: Februar 2007.

Im Schatten des Maulbeerbaums. Kinderoper, Libretto für Edward Rushton, Auftragswerk des Opernhauses Zürich, Uraufführung: Januar 2008. Bachelorette. Einakter aus der Oper The apartment, Libretto für Edward Rushton, Uraufführung: Theater Stok, 2017. Das Drachencamping. Konzept und Ausarbeitung des Librettos, Vermittlungsprojekt Musikkollegium Winterthur, 2017.

Hörspiele

Die Katze. Hörspiel. Schreckmümpfeli, Radio SRF 1, 2018. Kling, Glöckchen. Hörspiel. Schreckmümpfeli, Radio SRF 1, 2018.

Filmografie (Auswahl)

Spielfilme 1994: Vater, lieber Vater 2020: Jagdzeit 2020: Volevo Nascondermi (Hidden away) 2021: Soul of a Beast 2026: Tatort: Könige der Nacht Kurzfilme 2023: Njerëzit 2021: SAM 2005: Songs of Hope 2003: Belmondo 2001: Looking for Rita

Theaterrollen (Auswahl)

1994 bis 2004: Feste Engagements und Gastrollen, unter anderem bei Städtische Bühnen Münster, Stadttheater Konstanz, Schauspielhaus Zürich, Theater Basel, Theater Kanton Zürich 2005: Deacon Blues, pulp.noir, Zürich, Regie: Julia Morf 2006: Lampefieber, Popmusical von Schtärneföifi, Regie: Ueli Bichsel

2007 bis 2011: Hedda Gabler. Gastrolle im Stadttheater Bern, Regie: Erich Sidler, Antje Thoms 2013: Piazza Mezzomondo, Projekt von Diego Roveroni

2017: Bleu électrique, Theater Amalgam, Zürich, Regie: Claudio Schenardi 2018: Shubunkin, der Fisch im Mond, Gubcompany/Smeets & Wiersma 2019: Alles in allem. Eine Theaterreise, Gesamtleitung: Peter Brunner 2020: Takis Savvas hat sich nicht abgemeldet, sogar Theater Zürich

Auszeichnungen

2005 British Composer Award mit Birds. Barks. Bones. Komposition: Edward Rushton 2016 Weiterschreiben, Stipendium der Stadt Bern 2016 Halbes Werkjahr der Stadt Zürich 2016 Shortlist Rauriser Literaturpreis 2016 Literaturpreis des Kantons Bern 2021 Werkjahr der Stadt Zürich

Weblinks

Literatur von und über Dagny Gioulami im Katalog Helveticat der Schweizerischen Nationalbibliothek Dagny Gioulami in der Literapedia Bern Website von Dagny Gioulami

Einzelnachweise

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