Verena Jakoubek-Konrad (* 1979 in Wels als Verena Konrad)Verena Konrad wird 16. Architektur-Biennale-Kommissärin. In: Salzburger Nachrichten. 18. April 2017. Abgerufen am 29. Mai 2021. ist eine österreichische Kunst- und Architekturhistorikerin, Autorin, Kuratorin und Kulturmanagerin. Seit 2013 leitet sie als Direktorin und Geschäftsführerin das Vorarlberger Architektur Institut in Dornbirn.Direktorinnenwechsel in Vorarlberg (31. Dezember 2012)

Leben Verena Konrad wurde 1979 in Oberösterreich geboren. Sie studierte Kunstgeschichte, Geschichte und katholische Theologie an der Universität Innsbruck und promovierte an der Philosophisch-Historischen Fakultät im Fach Neueste Kunstgeschichte.

Arbeit und Wirken Nach Abschluss des Diplomstudiums begann Verena Konrad parallel zur Arbeit an ihrer Dissertation als freie Kunsthistorikerin zu arbeiten. Sie verfasste zahlreiche Texte zu Kunst und Architektur in Katalogen, Zeitschriften und für verschiedene Zeitungen. In den Jahren 2004 und 2005 leitete sie die Premierentage, einen Kunstparcours in Innsbruck. 2007 arbeitete sie im Team der Galerie im Taxispalais und 2011/12 als Kuratorin im Team der Kunsthalle Wien. Sie war Universitätsassistentin am Lehrstuhl für Architekturtheorie der Universität Innsbruck und war Lehrbeauftragte an der Universität für künstlerische und industrielle Gestaltung Linz und der Universität Innsbruck am Lehrstuhl für Architekturtheorie und am Institut für Kunstgeschichte.

Seit 2013 leitet Verena Konrad als Direktorn und kaumfännische Geschäftsführerin das Vorarlberger Architektur Institut.

Von März bis August 2025 lehrte Verena Konrad als Gastprofessorin im future.lab der Technischen Universität Wien.

Im April 2017 wurde Verena Konrad von Kulturminister Thomas Drozda zur Kommissärin des österreichischen Beitrags für die Architekturbiennale in Venedig ernannt, den sie auch als Kuratorin gestaltete. Zusammen mit LAAC Architekten, Henke Schreieck Architekten und Sagmeister&Walsh entwickelte sie den Ausstellungsbeitrag „Thoughts Form Matter“. 2025 war sie im Rahmen der österreichischen Auslandskulturpolitik verantwortlich für die Ausstellung "verywood", einer Sammlung von 30 Holzarchitekturprojekten aus Österreich, die sie mit Architekt Prof. em. Hermann Kaufmann als Co-Kurator kuratierte und im Nakanoshima Museum of Art in Osaka und im Shibaura House in Tokio präsentierte.

Verena Jakoubek-Konrad ist/war Mitglied in zahlreichen Beratungsgremien. Sie hat eine Stimme im Vorstand des Energieinstitut Vorarlberg (mit Unterbrechungen seit 2013) sowie als Universitätsrätin der Universität Liechtenstein in zweiter Mandatsperiode. Sie war Mitglied der Kunstkommission des Landes Vorarlberg, die die Vorarlberger Kulturpolitik im Bereich der Förderungen für bildende und angewandte Kunst, Fotografie und Architektur berät, sowie Mitglied des Raumplanungsbeirates des Landes Vorarlberg. Seit 2022 ist sie Teil der Kommission für Kunst am Bau des Landes Vorarlberg und Mitglied im Kulturbeirat des Landes Vorarlberg. Sie vertrat zudem bis 2023 das Land Vorarlberg im Beirat für Baukultur, zugeordnet dem Bundesministerium für Kunst, Kultur, öffentlicher Dienst und Sport.

Von 2023 bis 2026 engagierte sich die Kunst- und Architekturhistorikerin im Beirat von BASEhabitat, einem Master-Studiengang der Kunstuniversität Linz mit Fokus auf ökologisches Bauen mit Lehm und Projekte im globalen Süden. Seit 2025 arbeitet sie auf Einladung der Rektorin der Universität Innsbruck im Beirat des Archivs für Bau.Kunst.Geschichte mit und im Beirat der Klimabiennale der Stadt Wien. Sie ist im Vorstand des Vereins "Architekturtage" aktiv, der alle zwei Jahre das gleichnamige österreichweite Architekturfestival veranstaltet, und seit Juli 2026 auch im Beirat des Architekturfestivals Turn on.

2025 engagierte sich Verena Jakoubek-Konrad für die europäische Bürger:inneninitiative HouseEurope!, die das Thema Sanierung und Renovierung durch EU-Gesetzgebung einfacher und günstiger machen will und damit die ökologische Bauwende und gleichzeitig leistbaren Wohnraum und regionale Wertschöpfung befördern will.

2025 und 2026 wurde Verena Jakoubek-Konrad von einer Jury der Tageszeitung Vorarlberger Nachrichten unter die 100 einflussreichsten Persönlichkeiten in Vorarlberg gewählt.

Publikationen Kommentare, öffentlicher Diskurs:

Sanieren ist angesagt, in: Kommentar der Anderen, Tageszeitung Der Standard, 12.7.2026:https://www.derstandard.at/story/3000000330947/sanieren-ist-angesagt-die-zukunft-ist-bereits-gebaut

Das Einfamilienhaus - ein Konzept von gestern?, in: Kommentar der Anderen, Tageszeitung Der Standard, 29. März 2026: https://www.derstandard.at/story/3000000314433/das-einfamilienhaus-ein-konzept-von-gestern

Texte in Buchpublikationen Kulturelle Dichte und Alltagsraum. Die Transformation öffentlicher Räume am Beispiel des Museumsquartiers MuseumsQuartiers Wien, in: Vision und Widerstand. Wie das MuseumsQuartier Wien veränderte, MuseumsQuartier (Hg.), Czernin Verlag, Wien 2026. Exhibitions don't emerge in a vacuum. Verena Konrad in conversation with Gerald A. Matt, in: The Art of curating, ed. by Gerald A. Matt, with contributions and interviews with Branka Bencic, Okwui Enzewor, Hedwig Fijen, Max Hollein, Hans Ulrich Obrist, Felicitas Thun-Hohenstein et al., Verlag NWV, Wien 2026, 94 ff. Vorarlberg: Between Rural and Urban, in: Architecture in Vorarlberg. Portrait of a Regional Building Culture, ed. Verena Jakoubek-Konrad and Sandra Hofmeister, Munich 2026, 74ff. Craft, Industry, and Building Culture, in: Architecture in Vorarlberg. Portrait of a Regional Building Culture, ed. Verena Jakoubek-Konrad and Sandra Hofmeister, Munich 2026, 226ff. Land-Stadt Vorarlberg, in: Architektur in Vorarlberg. Porträt einer regionalen Baukultur, hrsg. Verena Konrad und Sandra Hofmeister, München 2024, S. 74–79.Martin Putschögl: Was Vorarlberg beim Bauen so anders macht. Verena Konrad und Sandra Hofmeister dokumentieren in "Architektur in Vorarlberg" das baukulturelle Schaffen der letzten 20 Jahre. Der Standard, 10. Dezember 2024 Das Handwerk, die Industrie und die Baukultur, in: Architektur in Vorarlberg. Porträt einer regionalen Baukultur, gemeinsam mit Sandra Hofmeister, München 2024, S. 226–233. Landschaft, Ressourcen, Baukunst. Vorwort zu Architektur in Vorarlberg. Porträt einer regionalen Baukultur, gemeinsam mit Sandra Hofmeister, München 2024, S. 8–11. Gestaltung als Haltung. Lehren aus Ulm, in: Heinz Wäger. Einblick in 60 Jahre Gestaltung. Architektur, Design, Objekt, hrsg. QuadrART Dornbirn, vm Vorarlberg Museum und vai Vorarlberger Architektur Institut, Verlag für moderne Kunst, Wien 2023, 54–68. Die Welt-Raum-Perspektive, Katalogbeitrag, in: HAUS-RUCKER-CO: ATEMZONEN. Der Vorlass Zamp Kelp. Bd. 1: Chronologisch sortiertes Werkverzeichnis und Biografie / Bd. 2: Vorworte, Werkabbildungen, teilweise mit ergänzenden Erläuterungen & Texten. Hrsg. von Hemma Schmutz. Beitr. von Ludwig Engel, Verena Konrad & Karin Wilhelm. 2 Tle. Köln 2023, ISBN 978-3-7533-0441-0 mit Wolfgang Fiel, Oliver Heinzle: Bauerbe Lustenauer Stickerhäuser – eine Bestandsaufnahme. Katalog zur Ausstellung des Historischen Archivs der Marktgemeinde Lustenau im DOCK 20 - Kunstraum und Sammlung Hollenstein, Herausgegeben von der Marktgemeinde Lustenau, edition V, Bregenz 2021, ISBN 978-3-903240-99-5. Potenzierte Wirklichkeit. Der Zirkus ist überall, in: Parallelwelt Zirkus, Ausstellungskatalog der Kunsthalle Wien, Verlag für moderne Kunst, Nürnberg 2012, ISBN 978-3-86984-317-9, S. 22–32.

Herausgeberschaft Sandra Hofmeister, Verena Jakoubek-Konrad (Hrsg.): Architecture in Vorarlberg. Portrait of a Regional Building Culture, with texts by Eva Lingg-Grabher und Nicola Hilti, Christian Kühn, Verena Konrad, Sandra Hofmeister, Marina Hämmerle u. a., Edition Detail, München 2026. Sandra Hofmeister, Verena Konrad (Hrsg.): Architektur in Vorarlberg. Porträt einer regionalen Baukultur, mit Texten von Eva Lingg-Grabher und Nicola Hilti, Christian Kühn, Verena Konrad, Sandra Hofmeister, Marina Hämmerle u. a., Edition Detail, München 2024. Heinz Wäger. Einblick in 60 Jahre Gestaltung. Architektur, Design, Objekt, hrsg. QuadrART Dornbirn (Erhard Witzel), vom Vorarlberg Museum (Ute Denkenberger) und vai Vorarlberger Architektur Institut (Verena Konrad), Verlag für moderne Kunst, Wien 2023. Liber Amicorum für Thomas Jakoubek, hrsg. von Verena Konrad, mit Beiträgen von Elfie Semotan, Erwin Wurm, Carl Pruscha, Wolf D. Prix, Christian Kühn, Anna Heindl, Manfred Wakolbinger, Roman Delugan und Elke Delugan-Meissl u. v. a., Edition Breitenstein, Lochau 2023. Siegrun Appelt. Le Courbusier Ronchamp, Verlag Scheidegger & Spiess, Zürich 2022, ISBN 978-3-85881-695-5. Claudia Larcher – Rooms. Edition dieangewandte, de Gruyter, Berlin 2019, ISBN 978-3-11-063214-9. Thoughts Form Matter. Katalog zum österreichischen Beitrag der Architekturbiennale Venedig 2018, Park Books, Zürich 2018, ISBN 978-3-03860-116-6. Parallelwelt Zirkus. Ausstellungskatalog der Kunsthalle Wien, Verlag für moderne Kunst, Nürnberg 2012, ISBN 978-3-86984-317-9. mit Andrea Fink: Radikale Gesten. Performances und Demontagen. Ausstellungskatalog FLATZ Museum, Verlag Skarabäus, Innsbruck 2011, ISBN 978-3-7082-3297-3.

Ausstellungen (Auswahl) "Anna Heringer. Form Follows Love", kuratiert mit Dominique Gauzin-Müller und Clemens Quirin, vai Vorarlberger Architektur Institut 2026, afo Architekturforum Oberösterreich 2026–2027, u. a.

"verywood. Austrian Architecture Today", Ausstellung im Rahmen der österreichischen Auslandskulturaktivitäten in Japan, kuratiert mit Architekt Prof. em. Hermann Kaufmann, Nakanoshima Museum of Art Osaka und Shibaura House Tokio, 2025.

"Das Beste aus Plu-Minus. Architekturkritik im Fernsehen", mit Beiträgen von Roland Gnaiger und Bruno Spagolla, vai Vorarlberger Architektur Institut, 2018.

"Legislating Architecture / Architecting after Politics (*****S)", ein Projekt mit Brandlhuber+ und station+ der ETH Zürich, vai Vorarlberger Architektur Institut 2018, mit Beiträgen von Filmemacher Christopher Roth, Arno Brandlhuber, Olaf Grawert u. v. m.

"Thoughts Form Matter", Österreichischer Beitrag zur Architekturbiennale Venedig 2018 mit Beiträgen von LAAC Architects, Henke Schreieck Architekten und Sagmeister&Walsh, Venedig, 2018.

Landschaftsräume, kuratiert mit Prof. Lilli Licka, vai Vorarlberger Architektur Institut, 2017.

Architektinnen. Zugänge zur Praxis von Architektinnen und Planerinnen in Vorarlberg, vai Vorarlberger Architektur Institut 2016.

"BUS:STOP Krumbach", vai Vorarlberger Architektur Institut 2014, Architekturzentrum Wien 2014, ORIS Gallery Zagreb 2015, u. v. m., mit Beiträgen von Sou Fujimoto, Rintala Eggertsson, Ensamble Studio, Smiljan Radic, Architecten De Vylder Vinck Taillieu, Wang Shu und Lu Wenyu (Amateur Architecture Studio) und Alexander Brodski und der Gemeinde Krumbach im Bregenzerwald.

Armin Linke / ALPI, vai Vorarlberger Architektur Institut, 2013

"Parallelwelt Zirkus", kuratiert mit Gerald Matt, Kunsthalle WIEN, 2012.

"Radikale Gesten. Performances und Demontagen von FLATZ", FLATZ Museum, Dornbirn, kuratiert mit Andrea Fink, 2011.

Weblinks

25 Jahre Vorarlberger Architektur Institut Interview mit dem Online-Magazin Swiss Architects, 3. Oktober 2019. https://www.handwerkundbau.at/planen/houseeurope-fordert-eu-weite-bauwende/ https://www.derstandard.at/story/3000000258347/immowirtschaft-ist-auf-abriss-fixiert-mit-katastrophalen-folgen

Einzelnachweise

Kategorie:Kulturmanager Kategorie:Person (Vorarlberg) Kategorie:Hochschullehrer (Universität für künstlerische und industrielle Gestaltung Linz) Kategorie:Österreicher Kategorie:Geboren 1979 Kategorie:Frau