mini|Gemeindestand vor der Fusion am 14. April 2013 mini|hochkant=.7|Oratorium San Lucio mini|hochkant=.7|San-Lucio-Pass mini|hochkant=.7|San-Lucio-Pass
Bogno war bis zum 13. April 2013 eine politische Gemeinde im Kreis Sonvico, Bezirk Lugano des Kantons Tessin in der Schweiz.
Seither gehören die ehemaligen Gemeinden Bogno, Certara, Cimadera und Valcolla dem Quartier Val Colla der Gemeinde Lugano an.
Geographie Bogno liegt im oberen Val Colla, am Südfuss des 2116 m hohen Gazzirola. Die Quellbäche des Cassarate vereinigen sich hier. Der Passo San Lucio (1541 m ü. M.) führt von hier in die italienische Gemeinde San Bartolomeo Val Cavargna.
Geschichte Bereits im 13. Jahrhundert wurde es als Bonio erwähnt. Die Kirche San Rocco, die 1591 und 1780 erweitert wurde, bildete den religiösen Mittelpunkt der Gemeinde, welche sich 1811 von der Pfarrei Colla löste.
Das Abholzen im 19. Jahrhundert brachte das Dorf in eine missliche Lage, aber die Wiederbewaldung 1892–1900 beseitigte die Gefahr.Celestino Trezzini: Bogno. Digitalisat auf biblio.unibe.ch/digibern/hist_bibliog_lexikon_schweiz, Seite 291, (abgerufen am 27. Juni 2017).
Der Passo San Lucio, der das Val Colla mit dem Val Cavargna verbindet, hiess San Uguzo 1478, San Luguzono, San Liguzzone 1591. Auf dem Pass steht eine schon 1478 genannte Kapelle, die ein alter Wallfahrtsort ist; Ende des 15. Jahrhunderts werden sogar Wallfahrten von Pavia dorthin erwähnt. Die Kapelle weist Fresken auf, die wahrscheinlich in die 1. Hälfte des 16. Jahrhunderts zurück reichen.Celestino Trezzini: San Lucio. In: Historisch-Biographisches Lexikon der Schweiz, Band 8, Supplement, Macheret – Z. Attinger, Neuenburg 1934, S. 148 (PDF Digitalisat), abgerufen am 23. Oktober 2017 100px|zentriert|mini|Ehemaliges Wappen von Bogno
Bogno bildet aber nach wie vor eine eigenständige Bürgergemeinde.Patriziato di Bogno (mit Fotos und Video) auf lugano.ch/la-mia-citta Diese besitzt die Berghütte San Lucio und die Alpe Cottina.Berghütte San Lucio und die Alp Cottino (italienisch) auf patriziamo.ch/patriziato-bogno
Bevölkerung
Wirtschaft Als Folge der Alp- und Weidewirtschaft entstand eine Siedlung, zu der seit 1856 eine Strasse von Lugano führt. Heute befinden sich Zweitwohnungen und Ferienhäuser von Erholungssuchenden aus der Agglomeration Lugano im Ort.
Veranstaltungen Associazione TarpanAssociazione Tarpan (italienisch) auf lugano.ch/vivere-lugano
Sehenswürdigkeiten
Pfarrkirche San Rocco (die heutige Kirche datiert von 1780)Simona Martinoli u. a.: Guida d’arte della Svizzera italiana. (Hrsg. GSK), Edizioni Casagrande, Bellinzona 2007, ISBN 978-88-7713-482-0, S. 383 Gemälde Madonna col Bambino Gemälde Martirio di San Sebastiano Gemälde Santa Maria Maddalena Gemälde San Rocco Passo San Lucio mit Oratorium San Lucio
Literatur Bernhard Anderes: Guida d’Arte della Svizzera Italiana. Edizioni Trelingue, Porza-Lugano 1980, Seite 296.
Flavio Maggi: Patriziati e patrizi ticinesi. Pramo Edizioni, Viganello 1997. Simona Martinoli u. a.: Guida d’arte della Svizzera italiana. Edizioni Casagrande, Bellinzona 2007, Seite 383. Celestino Trezzini: Bogno. In: Historisch-Biographisches Lexikon der Schweiz. Band 2: Basel – Egnach. Attinger, Neuenburg 1924, Seite 291 (Digitalisat) (abgerufen am 3. Juli 2017).
Weblinks
Quartier Val Colla auf lugano.ch/la-mia-citta Amt für Statistik des Kantons Tessin: Lugano (italienisch) Lugano-Bogno: Kulturgüterinventar des Kantons Tessin
Einzelnachweise
Kategorie:Quartier (Lugano) Kategorie:Ort im Kanton Tessin Kategorie:Ehemalige politische Gemeinde in der Schweiz Kategorie:Geographie (Lugano) Lugano Kategorie:Ersterwähnung im 13. Jahrhundert Kategorie:Gemeindeauflösung 2013