Ein Diaphragma in der Elektrochemie ist eine eigentlich trennende, aber doch elektrolytisch leitende Scheidewand in oder an einer elektrochemischen Halbzelle. Realisiert wird sie z. B. durch eine Membran oder eine poröse Trennwand. Das Diaphragma verhindert die Durchmischung, lässt aber auf Grund von Ionenleitung einen elektrischen Strom durch.Giulio Milazzo: Elektrochemie: Grundlagen und Anwendungen. Band II, Springer, 1983, S. 12 ff.Wolfgang Bechmann, Joachim Schmidt: Einstieg in die Physikalische Chemie für Nebenfächler. 3. Auflage. Vieweg+Teubner, 2009, S. 242. Es soll die Diffusion verhindern; zugleich darf es keinen hohen elektrischen Widerstand hervorrufen; ferner darf es bei vielen Prozessen den Kreislauf des Elektrolyten nicht behindern.
Das Material muss gegenüber seiner Umgebung chemisch unempfindlich sein. Dafür stehen verschiedene keramische Materialien zur Auswahl; ferner werden poröses Glas (Glasfritte) und für die jeweilige Umgebung resistente Vliesstoffe angewendet,Wolfgang Bechmann, Joachim Schmidt: Einstieg in die Physikalische Chemie für Nebenfächler. 3. Auflage. Vieweg+Teubner, 2009, S. 253, 275. z. B. aus PolytetrafluorethylenMichael Binnewies, Maik Finze, Manfred Jäckel: Allgemeine und Anorganische Chemie. 3. Auflage. Springer, 2016, S. 411.. Für den Einsatz in wässrigen Lösungen bei Temperaturen, die gegenüber Zimmertemperatur nicht wesentlich erhöht sind, werden Diaphragmen auch mit Ionenaustauschermembranen hergestellt, die ausschließlich Ionen einer bestimmten Ladung transportieren können.Peter Gründler: Chemische Sensoren. Springer, 2004, S. 175. Einzelnachweise
Kategorie:Galvanische Zelle