Rudolf Geisler-Moroder (* 26. Oktober 1919 in Mayrhofen als Rudolf Geisler; † 4. MärzSterbebild, verren.at 2001 in Elbigenalp) war ein österreichischer Holzbildhauer und langjähriger Leiter der Schnitzschule Elbigenalp.
Leben mini|hochkant|Kruzifix, Friedhof Wängle Rudolf Geisler beschäftigte sich schon als Kind mit dem Schnitzen und begann 1935 eine Lehre in der Bildhauerwerkstatt von Otto Moroder in Mayrhofen. Nach dem Tod der Mutter 1936 nahm ihn Moroder in seine Familie auf. 1938/39 legte er die Holzbildhauer-Gesellenprüfung ab, 1940–45 musste er Kriegsdienst leisten. Nach Rückkehr aus der Kriegsgefangenschaft setzte er seine Ausbildung fort und legte 1949 die Holzbildhauer-Meisterprüfung ab.
1951 begann Rudolf Geisler-Moroder im Auftrag der Tiroler Landesregierung mit dem Aufbau eine Werkstätte für Heimindustrie im Schnitzen von Gebrauchsgegenständen in Elbigenalp. Schon bald entwickelte er daraus eine Schule für Holzbildhauerei, die als Schnitzschule Elbigenalp überregional bekannt wurde. 1958 gründete er auf Wunsch der Landesregierung einen privaten Holzbildhauerbetrieb, um die ausgebildeten Schnitzer zu beschäftigen.
Nach 33 Jahren als Leiter der Schnitzschule ging Geisler-Moroder 1984 in den Ruhestand, blieb aber als freischaffender Bildhauer weiterhin künstlerisch tätig. 1990 verlieh ihm Bundespräsident Kurt Waldheim den Berufstitel Professor.
Geisler-Moroder schuf vor allem Kleinplastiken wie Genrefiguren oder Krippen, aber auch Kruzifixe und andere Skulpturen.
Werke Madonna über dem Altar, Herz-Mariä-Kirche auf der Tränke, ReutteFlorentin Nothegger: St. Anna in Reutte/Tirol. Kunstführer Nr. 1036, Verlag Schnell & Steiner, München und Zürich 1976, S. 8 Kruzifix, Kriegergedächtniskapelle Elbigenalp, 1965 Tabernakel, Pfarrkirche Elbigenalp, 1968/69 Kruzifix, Waldfriedhof Wängle, 1976 Metallrelief mit Symbolisierung des Genossenschaftsgedankens, Raiffeisenkasse in Bach, heute an der Wunderkammer Elbigenalp, 1978/79Neue Heimat für ein Kunstwerk von Prof. Geisler Moroder. meinbezirk.at vom 7. Oktober 2019 Wegkreuz beim Tiroler Hof, Ehrwald, 1983 Friedhofskreuz, Friedhof Söll, 1985
Literatur
Andreas Schretter: 60 Jahre Verein Schnitzschule Elbigenalp 1957–2017. Festschrift, Veröffentlichung des Vereins Schnitzschule Elbigenalp, Elbigenalp 2017, S. 21–22 (PDF; 1,6 MB).
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Einzelnachweise
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