mini|Oleg Borissowitsch Lupanow Oleg Borissowitsch Lupanow (; * 2. Juni 1932 in Leningrad; † 3. Mai 2006 in Moskau) war ein sowjetisch-russischer Mathematiker, Kybernetiker und Hochschullehrer.Большая российская энциклопедия: ЛУПА́НОВ Олег Борисович (abgerufen am 30. April 2021).RAN: Лупанов Олег Борисович (abgerufen am 30. April 2021).
Leben Lupanow studierte an der Lomonossow-Universität Moskau (MGU) in der Mechanisch-Mathematischen Fakultät mit Abschluss 1955 als Mathematiker.
Ab 1955 arbeitete Lupanow im Moskauer Steklow-Institut für Mathematik der Akademie der Wissenschaften der UdSSR (AN-SSSR, seit 1991 Russische Akademie der Wissenschaften (RAN)) in der von Mstislaw Wsewolodowitsch Keldysch geleiteten Abteilung für Angewandte Mathematik (ab 1966 Institut für Angewandte Mathematik (IPM) der AN-SSSR). Nach der Aspirantur bei Alexei Andrejewitsch Ljapunow und Sergei Wsewolodowitsch Jablonski verteidigte Lupanow 1958 mit Erfolg seine Dissertation über die Synthese von Booleschen Schaltkreisen für die Promotion zum Kandidaten der physikalisch-mathematischen Wissenschaften.
Lupanow entwickelte eine asymptotisch optimierte Methode der Synthese Boolescher Schaltkreise aus funktionalen Elementen, die sogenannte Lupanow-Methode bzw. Lupanov Representation. 1963 verteidigte er mit Erfolg seine Doktor-Dissertation über die asymptotischen Gesetzmäßigkeiten der Synthese Boolescher Schaltkreise aus funktionalen Elementen für die Promotion zum Doktor der physikalisch-mathematischen Wissenschaften.
1967 wurde Lupanow zum Professor der MGU ernannt, an der er seit 1959 lehrte.
In einer Arbeit über Schaltkreise mit funktionalen Elementen mit Verzögerung identifizierte Lupanow den Shannon-Effekt bezüglich der Schaltkreis-Komplexität Boolescher Funktionen, wie Ingo Wegener in seinem Buch über die Komplexität Boolescher Funktionen beschrieb.
1972 wurde Lupanow zum Korrespondierenden Mitglied der AN-SSSR gewählt. Ab 1980 war er Dekan der Mechanisch-Mathematischen Fakultät der MGU als Nachfolger Alexei Iwanowitsch Kostrikins (nach Lupanows Tod wurde Wladimir Nikolajewitsch Tschubarikow Dekan). 1981 gründete Lupanow den Lehrstuhl für Diskrete Mathematik, den er bis zu seinem Tode leitete. 1993 wurde er Wissenschaftlicher Hauptmitarbeiter des inzwischen nach Keldysch benannten Instituts für Angewandte Mathematik der RAN. 2003 wurde er zum Vollmitglied der RAN gewählt.
Waleri Borissowitsch Kudrjawzew und Sergei Andrejewitsch Loschkin sind Schüler Lupanows.
Lupanow starb am 3. Mai 2006 in Moskau und wurde auf dem Chowanskoje-Friedhof begraben.Могила О. Б. Лупанова на Хованском кладбище (abgerufen am 30. April 2021).
Ehrungen, Preise Leninpreis im Bereich Wissenschaft (1966 zusammen mit Juri Iwanowitsch Schurawljow und Sergei Wsewolodowitsch Jablonski) Ehrenzeichen der Sowjetunion (1975) Orden des Roten Banners der Arbeit (1982) Orden der Völkerfreundschaft (1992) Lomonossow-Preis der MGU (1993) Verdienter Professor der MGU (2001) Ehrenmitglied der Moldauischen Akademie der Wissenschaften (2001)Membrii Academiei de Ştiinţe a Moldovei: Dicţionar (1961—2006) / Ch.: Î.E.P. Ştiinţa, 2006.
Weblinks Mathematics Genealogy Project: Oleg Borisovich Lupanov zbMATH: Lupanov, Oleg Borisovich Math-Net.Ru: Lupanov, Oleg Borisovich Katalog der Russischen Nationalbibliothek: Лупанов, Олег Борисович
Einzelnachweise
Kategorie:Mathematiker (20. Jahrhundert) Kategorie:Kybernetiker Kategorie:Hochschullehrer (Lomonossow-Universität) Kategorie:Mitglied der Russischen Akademie der Wissenschaften Kategorie:Träger des Leninpreises Kategorie:Träger des Ordens des Roten Banners der Arbeit Kategorie:Träger des Ordens Zeichen der Ehre Kategorie:Träger des Ordens der Völkerfreundschaft Kategorie:Absolvent der Lomonossow-Universität Moskau Kategorie:Sowjetbürger Kategorie:Russe Kategorie:Geboren 1932 Kategorie:Gestorben 2006 Kategorie:Mann