mini|hochkant|Rolf Kappel (2011) Rolf Kappel (* 24. September 1948 in Blaubeuren; † 8. Dezember 2019 in Zürich) war ein deutscher Wirtschaftswissenschaftler und Professor für Probleme der Entwicklungsländer am Departement Geistes-, Sozial- und Staatswissenschaften der ETH Zürich.

Leben Rolf Kappel wurde am 24. September 1948 als ältestes Kind des Kaufmanns Hermann Kappel und dessen Frau Helma, geborene Pape, in Blaubeuren bei Ulm, Deutschland, geboren. Von 1955 bis 1959 besuchte er die Volksschule in Ulm; anschliessend das Gymnasium in Ulm und Neustadt/Schwarzwald, wo er mit dem Abitur abschloss.

Rolf Kappel war verheiratet und Vater von zwei Töchtern.

Kappel ruderte im ETH-Professoren-Achter und war Mitglied in diversen Ruderclubs. Er starb am 8. Dezember 2019 im Alter von 71 Jahren in Zürich.

Berufliche Laufbahn 1967 bis 1968 studierte er Ökonomie an der Universität Freiburg i. Br. 1968 bis 1972 studierte er Volkswirtschaftslehre an der Universität Zürich, wo er mit dem Lizentiat abschloss. 1971 bis 1976 arbeitete er als wissenschaftlicher Assistent am Institut für Informatik der Universität Zürich und zwei Semester als wissenschaftlicher Assistent am Seminar für Kybernetik der ETH Zürich. Gleichzeitig übernahm er als freier Mitarbeiter Aufträge in Analyse und Programmierung bei Software-Firmen. 1976 bis 1977 war er als wissenschaftlicher Assistent am Institut für Wirtschaftsforschung der ETH Zürich tätig. 1977 doktorierte er an der Rechts- und staatswissenschaftlichen Fakultät der Universität Zürich. Von 1977 bis 1980 betätigte er sich als Wissenschaftler am Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung. 1980 bis 1992 war er wissenschaftlicher Oberassistent am Institut für Wirtschaftsforschung der ETH Zürich. Er habilitierte 1989 und wurde Privatdozent, ab September 1992 ordentlicher Professor an der ETH Zürich. Ab 1992 leitete er als Direktor die Nachdiplomstudien für Entwicklungszusammenarbeit (NADEL) an der ETH Zürich. Er hatte auch diverse Mandate für die DEZA. Seine Forschung führte ihn regelmässig in diverse Gebiete und Länder der dritten Welt. 2014 wurde er emeritiert.

Forschungsschwerpunkte Rolf Kappel forschte seit den 1980er Jahren zu Fragen der Umwelt- und Ressourcenökonomie in Entwicklungsländern. Er arbeitete früh mit naturwissenschaftlichen Disziplinen zusammen, um erfolgreich internationale Forschungskooperationen mit Mozambique, Peru, China und Sambia aufzusetzen. Ein weiterer Forschungsschwerpunkt waren Analysen zu ökonomischen und politischen Institutionen und deren Beitrag zur weltweiten Armutsreduktion.

Publikationen (Auswahl)

Weblinks

NADEL (ETH Zürich) Jubiläumsanlass zu 50 Jahren DEZA - Wandel und Konstanten in der Schweizer Entwicklungszusammenarbeit mit Barbara Bleisch (Ethik-Zentrum Uni Zürich), Gerold Bührer (Economiesuiss + Swisscontact), Martin Dahinden (DEZA), Rolf Kappel (ETH-NADEL), Res Strehle (Tages-Anzeiger) Rolf Kappel: Weshalb Entwicklungszusammenarbeit?. Einführungsvorlesung. Videoportal der ETH Zürich, 30. Juni 1993. Rolf Kappel: Institutionen - der heilige Gral wirtschaftlicher Entwicklung?. Abschiedsvorlesung. Videoportal der ETH Zürich, 9. April 2014.

Einzelnachweise

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