Eine Chronologie des Spanischen Bürgerkriegs erlaubt die Betrachtung des Spanischen Bürgerkriegs von Juli 1936 bis April 1939 anhand einer Zeittafel. mini|Übersichtskarte Spanischer Bürgerkrieg Der Spanische Bürgerkrieg wurde von den Verteidigern der Zweiten Spanischen Republik, den Republikanern (z. B. Volksfront, CNT/FAI, Republikanische Volksarmee, UGT, ERC, EAJ-PNV), einerseits und den Militärputschisten und ihren Verbündeten, den Nationalisten (z. B. Regulares, Falange, Carlisten, CEDA, Alfonsisten, FET), andererseits ausgefochten. Der Bürgerkrieg begann mit dem Militäraufstand des 17. Juli 1936 und endete mit der nationalistischen Siegeserklärung am 1. April 1939.

Vorkriegszeit 1808–1814: Spanischer Widerstand gegen Napoleon Bonaparte 1812: Verfassung von Cádiz Ab etwa 1830: Wachstum des Anarchismus in Spanien 1833: Tod des Ferdinand VII., Abspaltung des Carlismus innerhalb des Monarchismus 1833–1840: Erster Carlistenkrieg 1847–1849: Zweiter Carlistenkrieg Ab etwa 1870: Wachstum des Marxismus in Spanien 1872–1876: Dritter Carlistenkrieg 1873: Erste Spanische Republik 1879: Gründung der marxistischen PSOE 1898: Der Spanisch-Amerikanische Krieg endete in einer spanischen Niederlage. Spanien verlor Kuba, Puerto Rico und Philippinen an den Machtbereich der USA. 1910: Gründung der anarchistischen CNT 1914–1918: Spanische Neutralität im Ersten Weltkrieg 1918–1920: Spanische Grippe 1921–1927: Rifkrieg 1923–1930: Militärdiktatur unter Miguel Primo de Rivera 12. April 1931: Republikanische Wahlsiege bei Kommunalwahlen in vielen Provinzhauptstädten 14. April 1931: Proklamation der Zweiten Spanischen Republik 1. Mai 1931: Pro-monarchischer Pastoralbrief des Primas von Spanien Pedro Segura y Sáenz 10. bis 13. Mai 1931: Antiklerikale Ausschreitungen und Übergriffe auf Kirchen und Geistliche, zunächst in Madrid, dann in ganz Spanien 28. Juni 1931: Beginn der Wahlen zum verfassunggebenden Parlament (Cortes Constituyentes) (Parlamentswahlen in Spanien 1931) Januar 1932: Anarchistenaufstand in Alt Llobregat (Berguedà) in Katalonien 24. Januar 1932: Auflösung der Jesuiten durch die republikanische Regierung 10. August 1932: Putschversuch des José Sanjurjo scheiterte Januar 1933: Anarchistenaufstand in Casas Viejas in Andalusien 16. Januar 1933: Gründung der alfonsistisch-monarchistischen Renovación Española 3. Juni 1933: Dilectissima nobis, Enzyklika des Papstes Pius XI. bezüglich der Kirchenverfolgung durch die republikanische Regierung 29. Oktober 1933: Die faschistische Falange, welche sich im Frühjahr 1934 mit der JONS zusammenschließt, wurde gegründet. Führer der Falangisten war José Antonio Primo de Rivera. 19. November 1933: Wahlsieg der rechtsgerichteten CEDA (Parlamentswahlen in Spanien 1933). Erste Wahl in der spanischen Geschichte mit passivem und aktivem Frauenwahlrecht. Anarchistischer Aufruf zum Wahlboykott trug zur Niederlage der Linken bei. 1934 und 1935: „Schwarzes Doppeljahr“ Oktober 1934: Anarchistenaufstand in Asturien und Katalonien (Asturischer Bergarbeiterstreik von 1934). Zur Niederschlagung der anarchistischen Unruhen wurde das spanische Militär angewendet. September 1935: Gründung der marxistischen POUM 16. Februar 1936: Wahlsieg der linksgerichteten Frente Popular (Parlamentswahlen in Spanien 1936) März 1936: Die Falange wurde verboten. Straßenkämpfe zwischen Linken und Rechten. März 1936: Starker Anstieg der Landbesetzungen durch verarmte Bauern 10. Mai 1936: Manuel Azaña wurde Präsident. 12. Juli 1936: Der republikanische Polizist José del Castillo Sáenz de Tejada wurde durch Falangisten ermordet. 13. Juli 1936: Der Monarchistenführer und konservative Politiker José Calvo Sotelo wurde durch republikanische Polizisten ermordet. 17. Juli 1936: Der Militäraufstand begann. Beginn des Spanischen Bürgerkriegs.

Kriegsjahr 1936

Juli mini|Fronten im Juli 1936

17. bis 18. Juli 1936: Militärischer Aufstand in Nordafrika, beginnend am Abend des 17. Juli durch die Garnisonen von Melilla, Tétouan und Ceuta. Nationalistischer Sieg. 18. Juli 1936 Aufstand begann auf dem spanischen Festland. Nationalistische Siege in den letzten Kämpfen in Nordafrika. Der republiktreue Major Ricardo de la Puente Bahamonde (Cousin von Francisco Franco) musste den Flugplatz Sania Ramel schließlich nach Androhung eines Artillerieangriffs den Nationalisten übergeben. De la Puente Bahamonde wurde am 4. August 1936 hingerichtet. 18. bis 20. Juli 1936: Putschversuch in Madrid wurde abgewehrt. Belagerung der Montaña-Kaserne. Republikanischer Sieg. 19. Juli 1936 Diego Martínez Barrio diente für wenige Stunden als Ministerpräsident, aber sein Friedensangebot an die Nationalisten wurde von Emilio Mola abgelehnt. Barrio legte das Amt daraufhin nieder. José Giral Pereira wurde Ministerpräsident und ordnete die Austeilung von Waffen an UGT und CNT sowie die Auflösung der Armee an. Beginn der Belagerung von Gijón. Anarchistische Truppen der Republikaner belagerten die Simancas-Kaserne, in welcher sich nationalistische Soldaten aufhielten. Beginn der Belagerung von Oviedo Beginn der Schlacht von Guadarrama Beginn der Belagerung der Loyola-Kaserne in San Sebastián 19. bis 21. Juli 1936: Putschversuch in Barcelona wurde abgewehrt. Republikanischer Sieg. 20. Juli 1936 Beginn der Offensive von Guipúzcoa durch die Nationalisten. Der nationalistische General und erfolglose Putschist des Jahres 1932 José Sanjurjo starb bei einem Flugzeugabsturz während seines Fluges von Portugal nach Spanien. Luftbrücke der Afrika-Armee von Marokko nach Südspanien wurde gebildet. Zunächst waren die nationalspanischen Flugverbände nur sehr langsam in der Lage, Truppen überzusetzen. Die Effizienz der Luftbrücke erhöhte sich nach dem Eintreffen deutscher Verstärkungen ab dem 28. Juli 1936. 21. Juli 1936: Beginn der Belagerung des Alcázars von Toledo. 22. Juli 1936: Radioerklärung des nationalistischen Generals Gonzalo Queipo de Llano, welche den Militäraufstand als im Wesen restaurativ und anti-marxistisch präsentierte. 23. Juli 1936: Deutsche Kriegsschiffe liefen aus, um Deutschlands Interessen und Staatsbürger in Spanien zu beschützen und sich für eine Intervention im Bürgerkrieg vorzubereiten. Im Laufe des Krieges kam es zu Einsätzen der Deutschland, Admiral Scheer und Admiral Graf Spee sowie von sechs Kreuzern, zwölf Torpedobooten und 14 U-Booten. 26. Juli 1936: Adolf Hitler beschloss, volle militärische und finanzielle Unterstützung für die Nationalisten zu leisten. Sonderstab W unter Führung von Helmuth Wilberg wurde gebildet, und Unternehmen Feuerzauber vorbereitet. 27. Juli 1936: Ende der Belagerung der Loyola-Kaserne. Republikanischer Sieg. Erschießungen konservativer Gefangener durch die anarchistischen Sieger verschlechterten die Beziehungen zwischen CNT und PNV. 28. Juli 1936: Deutsche Flugzeuge vom Typ Junkers Ju 52/3m trafen in Spanien ein, um die Afrika-Armee über die republikanische Seeblockade hinweg von Marokko nach Südspanien zu fliegen.

August

1. August 1936: Ende der Schlacht von Guadarrama. Republikanischer Sieg. 3. August 1936: Beginn des Extremadura-Feldzugs 4. August 1936: Ricardo de la Puente Bahamonde wurde hingerichtet. 7. August 1936: Beginn der Schlacht von Almendralejo Beginn der Schlacht von Sigüenza 10./11. August 1936: Extremadura-Feldzug: Schlacht von Mérida. Nationalistischer Sieg. 11. August 1936: Der andalusische Autonomist Blas Infante wurde von Falangisten erschossen. 12. August 1936: Der Bischof von Jaén Manuel Basulto Jiménez wurde nach der Fahrt mit einem der „Todeszüge“ gemeinsam mit 200 weiteren Gefangenen von republikanischen Milizionären ermordet. 13. August 1936: Rudolf von Moreau führte zwei Ju 52 zu einem Bombenangriff auf das republikanische Schlachtschiff Jaime I. Es war der erste Kampfeinsatz, der von deutschen Piloten gegen ein republikanisches Ziel geflogen wird. 14. August 1936: Extremadura-Feldzug: Schlacht von Badajoz. Nationalistischer Sieg. 14./15. August 1936: Die siegreichen Nationalisten (unter Befehl von Juan Yagüe) ermordeten im Massaker von Badajoz mindestens 6.000 (und möglicherweise bis zu 12.000) Menschen. 15. August 1936: Ende der Schlacht von Alemendralejo. Nationalistischer Sieg. 16. August 1936 Ende der Belagerung von Gijón. Republikanischer Sieg. Hinrichtung der überlebenden nationalistischen Verteidiger. Beginn der Schlacht um Mallorca. Republikanische Verbände unter Alberto Bayo versuchten, die Kontrolle über Mallorca für die Republikaner zurückzugewinnen. 17. August 1936: Beginn der Schlacht in der Sierra Guadalupe 19. August 1939: Beginn der Schlacht von Irún 19. bis 22. August 1939: Offensive von Córdoba. Nationalistischer Sieg. 26. August 1936: Landung des Italieners Arconovaldo Bonaccorsi auf Mallorca. Beginn der italienischen Besatzung von Mallorca. 28. August 1936 Schlacht um Monte Pelado. Republikanischer Sieg. Ende des Extremadura-Feldzugs. Nationalistischer Sieg. 31. August 1936: Ende der Schlacht in der Sierra Guadalupe. Nationalistischer Sieg. Fortsetzung des nationalistischen Vormarschs gegen Madrid.

September

3. September 1936: Schlacht bei Talavera. 4. September 1936 Ende der Schlacht um Mallorca. Nationalistischer Sieg. Mallorca verblieb unter italienischer Besatzung und damit bei den Nationalisten. José Giral Pereira trat vom Amt des Premierministers der Republik zurück. Francisco Largo Caballero wurde Premierminister. 5. September 1936: Ende der Schlacht von Irún. Nationalistischer Sieg. 5./6. September 1936: Schlacht von Cerro Muriano 8. September 1936: Im Hafen von Lissabon meuterten drei portugiesische Kriegsschiffe, wobei die Besatzungen das Ziel verfolgen, sich den spanischen Republikanern anzuschließen. Die Schiffe wurden von portugiesischen Küstenbatterien zum Einlenken bewegt. 9. September 1936: Erste Sitzung des Komitees für Nichteinmischung in die Angelegenheiten Spaniens in London 13. September 1936: Ende der Offensive von Guipúzcoa. Nationalistischer Sieg. Eroberung der Provinz Gipuzkoa und der Stadt San Sebastián. Trennung des republikanischen Baskenlands von der französischen Grenze. 14. September 1936: Beginn der Belagerung des Santuario de Nuestra Señora de la Cabeza 19. September 1936: Aufstand in Spanisch-Guinea 1936 27. September 1936: Ende der Belagerung des Alcázars von Toledo. Nationalistischer Sieg. Rettung der Belagerten durch nationalistische Verstärkung.

Oktober

Oktober 1936: Beginn der Belagerung von Madrid. Andauernde Belagerung bis März 1939. 7. Oktober 1936: Ein deutscher Panzerverband („Panzertruppe Drohne“), kommandiert von Wilhelm von Thoma und zumeist mit Panzerkampfwagen I ausgestattet, traf in Spanien ein. 15. Oktober 1936: Ende der Schlacht von Sigüenza. Nationalistischer Sieg. 16. Oktober 1936: Ende der Belagerung von Oviedo. Nationalistischer Sieg. Die Belagerer mussten sich nach Eintreffen nationalistischer Verstärkung zurückziehen. Schwere Verluste der nationalistischen Verteidiger. 23. Oktober 1936: Die republikanische Regierung beschuldigte (wahrheitsgemäß) die portugiesische Regierung, die Nichteinmischungsauflagen zu verletzen. 24. Oktober 1936: Panzereinheiten der Sowjetunion erreichten Spanien. 29. Oktober 1936: Schlacht von Seseña. Nationalistischer Sieg. 30. Oktober 1936: Hitler gab den Befehl zur Aufstellung der Legion Condor.

November mini|Fronten im November 1936

8. November 1936: Nationalistischer Sturmangriff auf die Stadt Madrid („Schlacht um Madrid“) 15. bis 23. November 1936: Schlacht um Madrid: Schlacht um Ciudad Universitaria. Republikanischer Sieg. 20. November 1936: José Antonio Primo de Rivera, der seit dem 20. März 1936 inhaftierte Falangistenführer, wird in Alicante hingerichtet. 23. November 1936: Republikanischer Sieg in der Schlacht um Madrid. Fortsetzung der Belagerung von Madrid durch die Nationalisten. 29. November 1936: Beginn der Ersten Schlacht an der Corunna-Straße 30. November 1936: Beginn der Villarreal-Offensive

Dezember