mini|hochkant|Christoph Schauder, 2022 Christoph Schauder (* 25. August 1981 in Heidelberg) ist ein deutscher Jurist und Kommunalpolitiker der CDU. Schauder ist seit 1. Juni 2021 Landrat des Main-Tauber-Kreises.

Leben Ausbildung Schauder legte sein Abitur in Mosbach ab. Anschließend studierte er Rechtswissenschaften an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg und legte die erste und zweite juristische Staatsprüfung ab.

Beruf und Politik Im April 2011 begann Schauder seine berufliche Laufbahn als wissenschaftliche Hilfskraft an der Universität Heidelberg und als wissenschaftlicher Mitarbeiter bei einer Anwaltskanzlei in Heidelberg. Im Anschluss daran leitete er die Baurechts- und Denkmalschutzbehörde sowie die Wohnraumförderstelle beim Landratsamt Bodenseekreis in Friedrichshafen. Im September 2014 wechselte er zum Regierungspräsidium Stuttgart als Referent für Raumordnung, Baurecht und Denkmalschutz. Ab November 2015 bis Juli 2019 war er beim Landratsamt des Rhein-Neckar-Kreises als Dezernent für Ordnung und Gesundheit für das Rechtsamt, das Ordnungsamt, das Amt für Feuerwehr und Katastrophenschutz, das Gesundheitsamt und das Veterinäramt und Verbraucherschutz sowie die Stabsstelle Integration zuständig.

Zum 1. August 2019 wurde er Erster Landesbeamter und stellvertretender Landrat des Main-Tauber-Kreises. Am 4. März 2020 trat die COVID-19-Pandemie erstmals im Main-Tauber-Kreis auf. Seit dem Frühjahr 2020 war Schauder der Leiter des Arbeitsstabs Corona.

Der Kreistag des Main-Tauber-Kreises wählte ihn in einer Sitzung in der Stadthalle Tauberbischofsheim am 17. März 2021 zum Landrat des Main-Tauber-Kreises. Bereits im September 2020 gab Schauder seine Bewerbung bekannt. Weitere Bewerber gab es nicht. Schauder erhielt bereits im ersten Wahlgang 41 Ja-Stimmen und damit die absolute Mehrheit, sechs Mitglieder enthielten sich. Er trat das Amt am 1. Juni 2021 an.

Kritik und Kontroversen Im Jahr 2024 geriet Schauder in die Kritik, als er im Zusammenhang mit dem geplanten Bürgerspital Wertheim von Wertheims Oberbürgermeister Markus Herrera Torrez beschuldigt wurde, die Umsetzung des Projekts zu blockieren. Herrera Torrez warf Schauder unter anderem vor, durch rechtliche Hürden eine finanzielle Unterstützung des Projekts durch den Landkreis zu verhindern. Schauder ließ durch das Landratsamt die Vorwürfe zurückweisen und ein Dementi verbreiten, um klarzustellen, dass er das Bürgerspital in Wertheim nicht verhindern wolle.

Mitgliedschaften und Funktionen Mitglied der Christlich Demokratische Union Deutschlands Vorsitzender des Verwaltungsrats des Landesmedienzentrums Baden-Württemberg (seit 1. Dezember 2022) Vorsitzender des Vereins MINT-Region Main-Tauber e.V. (seit 27. Juni 2023) Mitglied des Regionalverbands Heilbronn-Franken (seit 2024) Vorsitzender des Zweckverbands Mainhafen und Fähre Wertheim (seit 1. Juni 2024) Mitglied im Beirat der Jeunesses Musicales Deutschland e.V. Vorsitzender im Tourismusverband Liebliches Taubertal e.V. Vorsitzender des Kommunalen Landschaftspflegeverbandes Main-Tauber e.V. (KLPV) (seit 2021) Mitglied im Verwaltungsrat der Gemeindeprüfungsanstalt Baden-Württemberg (seit Januar 2025) Vizepräsident des Tourismusverband Baden-Württemberg (seit Dezember 2025) Vorsitzender der Gesellschafterversammlung der Tourimia Tourismus GmbH 20. Tauberfränkischer Kommandeur (November 2022 – November 2023)

Privatleben Schauder ist verheiratet.

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Einzelnachweise

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