Das Staatliche Sportgymnasium Pierre de Coubertin ist eine Schule in Erfurt. Das Gymnasium mit angegliederten Regelschulklassen ist Nachfolger der Kinder- und Jugendsportschule Fritz Noack. Die Schule ist eine anerkannte Eliteschule des Sports und auch eine Eliteschule des Fußballs.

Geschichte Vorgängerin des Gymnasiums war die 1956 gegründete Kinder- und Jugendsportschule. Der erste Standort war die Lutherschule in der Karlstraße, am südlichen Rand des Nordparks. 1977 erfolgte der Umzug in das neue Gebäude in der Mozartallee, nahe Steigerwaldstadion und Eissportzentrum Erfurt. Sie erhielt im selben Jahr den Namen Kinder-und Jugendsportschule Fritz Noack, nach dem Erfurter NS-Widerstandskämpfer und KPD-Funktionär Fritz Noack. Die Schüler gehörten dem SC Turbine Erfurt als kooperierendem Sportklub an.

1993 wurde die Schule in ein Gymnasium mit Schwerpunkt Sport umgewandelt und nach Pierre de Coubertin benannt. Heute trägt die Schule den Titel Spezialschule für Sport mit angegliederten Regelschulklassen.

Aufnahmebedingungen Der Wechsel auf das Gymnasium kann mit der Erfüllung der Übertrittsbedingungen für die Gymnasialstufe ab der 5. Klasse und der Bestätigung der erforderlichen sportlichen Leistung durch die jeweiligen Sportverbände beantragt werden. Für den Regelschulzweig ist ein Übertritt ab der 7. Klasse möglich. Eine Aufnahme erfolgt nur mit den an der Schule angebotenen Sportarten.

Sportarten An der Schule werden die Sportarten Radsport (Bahn und Straße), Leichtathletik, Schwimmen, Fußball, Handball, Volleyball, Eisschnelllauf, Eishockey, Eiskunstlauf, Tischtennis, Rollstuhlbasketball und Golf angeboten.

Gebäude Das Gymnasium verfügt über das Schulhaus, ein Internat mit 200 Betten und eine Sporthalle mit Mensa. Die Sporthalle ist mit einem Großfeld ausgestattet, das in drei Einzelfelder aufgeteilt werden kann, sowie mit versenkbaren Tribünen mit 600 Plätzen.

In unmittelbarer Nähe der Schule befinden sich die Gunda-Niemann-Stirnemann-Halle (Eisschnelllauf, Eiskunstlauf, Eishockey), die Hartwig-Gauder-Halle (Leichtathletikhalle), das Steigerwaldstadion (Fußball, Leichtathletik), die Roland-Matthes-Schwimmhalle und Trainingsplätze.

Bekannte Schüler

Literatur Traditions- und Förderverein des Pierre-de-Coubertin-Gymnasiums Erfurt. Spezialschule für Sport: 40 Jahre Sportschule Erfurt. Von der Kinder- und Jugendsportschule zum Pierre-de-Coubertin-Gymnasium. Spezialschule für Sport. Erfurt 1996. Traditions- und Förderverein des Pierre-de-Coubertin-Gymnasiums Erfurt. Spezialschule für Sport: 50 Jahre Sportschule in Erfurt. 1956–2006. Erinnerungen, Berichte, Visionen. Erfurt 2006. Ines Nikolaus: Staatliches Pierre-de-Coubertin-Gymnasium Erfurt. Spezialschule für Sport. In: Stadt und Geschichte. Zeitschrift für Erfurt. 36 (2007), S. 16–17. Tom Fleischhauer: Von Fritz Noack zu Pierre de Coubertin. Über die wechselvolle Geschichte der Erfurter Sportschule (1956–2026). In: Hardy Eidam, Steffen Raßloff, Michael Kummer (Hrsg.): Liebe, Leistung, Leidenschaft. Sportstadt Erfurt. Erfurt 2026, S. 88–109.

Siehe auch In der französischen Gemeinde Chevreuse gibt es das College Pierre de Coubertin.:Datei:Chevreuse College Pierre de Coubertin 01.jpg

Weblinks

Einzelnachweise

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