mini|Mit Les Ambassadeurs auf dem TFF Rudolstadt, 2015 miniatur|Salif Keïta 2006 in Washington mit Mitgliedern seiner Band Salif Keïta (* 25. August 1949 in Djoliba, Mali) ist ein international bekannter Sänger und Songschreiber afrikanischer Pop-Musik.

Leben Salif Keïta stammt aus einer adligen Familie, die auf Sundiata Keïta zurückgeht, der im Jahr 1240 das Mali-Reich gründete.

Salif Keïta war das dritte von dreizehn Kindern des Grundbesitzers Sina Keïta und wuchs in Djoliba auf. In seiner Kindheit und Jugend war er Diskriminierungen ausgesetzt, denn man sah und sieht es in der Mandinka-Kultur als Zeichen drohenden Unglücks an, wenn ein Mensch mit Albinismus zur Welt kommt. Sein Wunsch, Sänger zu werden, führte zu Konflikten, da dieser Beruf nicht dem gesellschaftlichen Stand seiner Familie entsprach. Er widersetzte sich diesen Normen und Traditionen und ging im Alter von 18 Jahren in die Hauptstadt Bamako. Dort verdiente er seinen Lebensunterhalt zunächst als Straßenmusiker und spielte in Bars, als er sich 1968 der von der Regierung geförderten Rail Band anschloss, die im Bahnhofshotel von Bamako spielte und ein Karriere-Sprungbrett für verschiedene westafrikanische Musiker war, darunter Mory Kanté und Kanté Manfila.

1973 wurde er Mitglied von Kanté Manfilas Band Les Ambassadeurs, die er gemeinsam mit diesem leitete. Mitte der 1970er Jahre floh er mit seiner Band vor den politischen Unruhen in Mali nach Abidjan (Elfenbeinküste), und man änderte den Bandnamen in Les Ambassadeurs Internationaux mit dem Ziel des Aufbaus einer internationalen Karriere. 1977 erhielt Keïta den Nationalorden Guineas durch den Präsidenten Sékou Touré, dem er 1978 als Hommage das Album Mandjou widmete, das sehr erfolgreich war. Ab Ende des Jahres 1980 folgte ein drei-monatiger Aufenthalt in New York. Die Ambassadeurs Internationales erreichten internationales Ansehen.

1984 trat Keïta mit großem Erfolg bei einem Festival in Angoulême auf, was ihn zu einer Übersiedlung nach Frankreich veranlasste. Er ließ sich in Montreuil bei Paris nieder und begann von dort aus eine Solo-Karriere, wobei er unter anderem mit Künstlern wie Joe Zawinul, Toumani Diabaté, Cesária Évora und Carlos Santana zusammenarbeitete.

In seiner Musik verbindet er traditionelle westafrikanische Musikstile mit Einflüssen, die aus Europa und aus Nordamerika stammen, darunter Stilelemente des Jazz, Pop und Funk. Musikinstrumente, die Keïta in seinen Stücken einsetzt, sind unter anderem Balafon, Djembe, Gitarre, Kora, Orgel, Saxophon und Synthesizer.

Auf seinem Album Sosie interpretiert Keïta französische Chansons mit Mitteln westafrikanischer Stilistik. Salif Keïta widmete ein Lied dem südafrikanischen Freiheitskämpfer und Präsidenten Nelson Mandela.

Keïta ist Vater der Paralympics-Leichtathletin Nantenin Keïta.

Auszeichnungen 1977: Nationalorden Guineas (Officier de l’Ordre National de Guinée), verliehen durch Sékou Touré 2004: Kora Award für sein LebenswerkArtikel bei schwaebische.de, abgerufen am 18. Januar 2015 2006: Tamani d’or 2006: Tamani für den besten Künstler

Filmauftritte In dem französischen Film Sirga – Die Löwin (L’Enfant Lion) von 1993 spielt Keïta eine Gastrolle als Magier. Die Filmmusik stammt zum Teil ebenfalls von ihm. Im Jahr 1999 spielte er die biblische Gestalt des Esau im Film La Genése (deutscher Titel: Kains Erben). Im Jahr 2001 wurde Keïtas Lied Tomorrow (Sadio) im Film Ali von Will Smith als Filmmusik verwendet. Im Jahr 2003 hatte Keïta einen Auftritt in der Musikdokumentation Feel Like Going Home von Martin Scorsese. Der Film befasst sich mit den Wurzeln des Blues und sucht diese unter anderem in Afrika.

Diskografie

Alben

Weitere Alben 1982: Seydou Bathili 1987: Soro 1989: Ko-Yan 1991: Amen 1993: L’Enfant Lion (mit Steve Hillage) 1994: The Mansa of Mali … A Retrospective 1994: Folon … The Past 1994: 69–80 (with Les Ambassadeurs) 1997: Sosie 1999: Papa 2001: The Golden Voice – The Best of Salif Keïta 2004: Remixes From Moffou 2018: Un Autre Blanc 2025: So Kono

Singles

Weitere Singles 2003: Yamore (FR: )

Auszeichnungen für Musikverkäufe Goldene Schallplatte

2026: für die Single Yamore (2024)

2026: für die Single Yamore (2024)

Platin-Schallplatte

2026: für die Single Yamore (2024)2× Platin-Schallplatte

2025: für die Single Yamore (2024) ifpi.gr, abgerufen am 31. Juli 2025 (englisch).

2025: für die Single Yamore (2024)

Literatur Evelyn Bott: Salif Keita: „Les belles choses derrière le mur“ – von Marginalisierung zu Weltruhm. (Magisterarbeit) Institut für Ethnologie und Afrikastudien (Arbeitspapiere Nr. 48), Johannes Gutenberg-Universität Mainz, 2004 Chérif Cheikh M. Keita: Salif Keita, L'ambassadeur de la musique du Mali. Grandvaux, Brinon-sur-Sauldre 2009, ISBN 978-2-909550-65-7.

Weblinks

Offizielle Website von Salif Keïta (französisch)

– Rezension und Hörproben bei www.jazzecho.de – Rezension und Hörproben bei www.jazzecho.de – Rezension und Hörproben bei www.jazzecho.de

Einzelnachweise

Kategorie:Musiker (Mali) Kategorie:Weltmusik-Sänger Kategorie:Malier Kategorie:Geboren 1949 Kategorie:Mann