Der Schornbach ist ein unter 7 km langer Bach im Rems-Murr-Kreis in Baden-Württemberg, der in der Stadt Schorndorf von rechts und Nordosten in die mittlere Rems mündet. Der Name ist eine Verkürzung von Schorn(dorf)bach und entsprechend wurde das Gewässer nach dem Ort benannt.

Geographie Verlauf Der Schornbach entsteht in den Berglen auf etwa wenig westlich des Ortsrands des Dorfes Vorderweißbuch der Gemeinde Berglen. Am Abzweig eines Feldweges von der K 1872 nach dem Weiler Birkenweißbuch setzt ein Graben ein, der neben Wiesen und Baumgrundstücken südwestwärts läuft, bald in einer eingetieften Geländerinne. Abschnittsweise fließt das Gewässer auch unterirdisch und nach weniger als 0,4 km fließt von Ostnordosten her ein zweiter Quellast aus einer etwas kürzeren, zuletzt baumerfüllten Geländerinne zu.

Danach läuft der Schornbach selbst in nach wie vor südwestlicher Richtung in einer Waldklinge, in der ihn zuoberst die K 1916 Birkenweißbuch–Schornbach quert, die ihm danach am linken Unterhang des sich stark eintiefenden Tals folgt. Weniger als einen Kilometer unterhalb des Bachursprungs beginnt dieses sich langsam nach links zu wenden; etwa anderthalb Kilometer nach diesem hat der Bach am Zufluss des aus dem Westen kommenden Waldbachs Buchenbächle seine nun bis fast zur Mündung beibehaltene Laufrichtung nach Südosten erreicht.

Der linke Hang bis fast ans Ufer herab ist dort auf einem kurzen Abschnitt waldfrei und von kleinen Obstwiesengrundstücken eingenommen, bis zum Einschnitt des Reisklingenbachs, der etwa 0,3 km nach dem Buchenbächle von Nordosten her zufließt. Auch danach bleibt unter am linken Hang wieder einsetzendem Wald die breite linke Talaue offen. Der Bach fließt nun ins Stadtgebiet von Schorndorf ein und nachdem die begleitende Straße auf seine rechte Seite gewechselt ist, nähert sich von Westen her der Mönchsklingenbach, dieser fließt aber noch eine Weile fast parallel zum Schornbach in dessen Aue. Die Hänge sind von nun an bis mindestens auf mittlere Höhe meistens waldfrei.

Nach dem Zurückwechseln der Straße auf die linke Seite des Baches mündet der Mönchsklingenbach schließlich. Rechtsseits geht an der Stelle ein Mühlkanal ab, auf der langen und schmalen Insel zwischen den zwei Läufen liegt nun am Ortsrand des fast zur Gänze linksseits des Baches liegenden Dorfes Schornbach dessen Sportgelände. Erst kurz nachdem der aus dem Norden kommende Bodenbach, der längste und einzugsgebietsreichste Zufluss des Schornbachs, zuletzt durch die Ortsmitte von Schornbach zugemündet ist, laufen Bach und Mühlkanal etwas weniger als einen Kilometer nach der Verzweigung an der rechtsseits stehenden Schornbacher Mühle wieder zusammen.

Der Schornbach fließt nun am restlichen Teil des ans linke Ufer reichenden geschlossenen Ortsgebietes von Schornbach vorbei. Die danach noch zulaufenden Gewässer führen meist nur unbeständig Wasser. Nach dem Ort wird die Talaue recht breit und der Bach erreicht die vierspurig ausgebaute B 29. Vor ihrem Damm durchläuft der Bach das gewöhnlich trockenliegende Hochwasserrückhaltebecken Schornbach. Jenseits erreicht er gleich danach den nördlichen Stadtrand von Schorndorf selbst und durchzieht die überwiegend erst in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts bebauten Siedlungsflächen Schorndorfs nördlich der Rems in weiterhin offenem und von einer Gehölzgalerie begleitetem Lauf. Nachdem er in der Stadt die Welzheimer Straße (L 1150) unterquert hat, knickt er nach rechts ab und läuft seinen letzten Viertelkilometer nach Südwesten. Dann mündet er auf etwa von rechts in die mittlere Rems, etwa 200 Meter unterhalb des letzten Mündungsarms der bedeutenderen, von derselben Seite her zulaufenden Wieslauf und weniger als 100 Meter vor der Remsbrücke der Schorndorfer Benzstraße (L 1147).

Der Schornbach mündet nach einem 6,6 km langen Lauf mit mittlerem Sohlgefälle von ca. 24 ‰ etwa 158 Höhenmeter unterhalb seines Ursprungs bei Vorderweißbuch.

Einzugsgebiet Das Einzugsgebiet des Schornbachs ist 11,1 km² groß, von denen über ein Drittel im oberen Teil im Unterraum Berglen liegen, der übrige Teil im Unterraum Mittleres Remstal und Schorndorfer Becken des Naturraums von Schurwald und Welzheimer Wald. Der höchste Punkt liegt an der westlichen Wasserscheide auf dem Hochplateau des Hohensteins und erreicht rund .

Reihum grenzen die Einzugsgebiet der folgenden Nachbargewässer an: Im Nordwesten fließt der Rosenbach zum Buchenbach, einem Zufluss der Murr; im Nordosten liegt das Einzugsgebiet des Weilerbachs, der über die Wieslauf zur Rems entwässert; im übrigen Osten laufen kleinere rechte Zuflüsse zur unteren Wieslauf; im Südwesten konkurriert deren nächster rechter Zufluss Ramsbach nun unterhalb des Schornbachs zur Rems; im Westen erreicht der Abfluss zur anderen Seite über die Steinach wieder den Buchenbach.

Der Bach entsteht auf der offenen, von Wiesen, Obstwiesen und wenigen Äckern bedeckten Hochebene der östlichen Berglen beim Ort Vorderweißbuch und tritt dann bald in sein bewaldetes Obertal ein, dessen Forste sich rechtsseits weit bis zur Wasserscheide am Hohenstein hinaufziehen, während sich linksseits oberhalb des steilen Talhangs die offene Hochebene talabwärts fortsetzt. Schon ab seiner vollendeten Wende auf südöstliche Laufrichtung noch am Oberlauf öffnet sich der Talgrund. Etwas vor Schornbach zieht sich der Wald auf die oberen Hänge zurück. Linksseits am Ellenberg unmittelbar im Norden von Schornbach nimmt nun eine südexponierte Obstbaulandschaft den Hang bis fast zu seiner oberen Kante ein, sie setzt sich auf dieser Seite danach am Dürftenberg und am Sünchenberg fort. Am weniger sonnigen rechten Unterhang findet sich diese Nutzung, sobald dieser flacher wird, unterhalb von Mannshaupten, am Roten Berg gegenüber von Schornbach und zuletzt am Holzberg.

Unmittelbar am Bach stehen nur am Mittellauf das fast ganz linksseits liegende Schorndorfer Dorf Schornbach sowie auf dem letzten Kilometer bis zur Mündung rechtsremsische Teile von Schorndorf. Ebenfalls zu Schorndorf gehören der Weiler Mannshaupten westlich von Schornbach auf einer ersten Höhenstufe rechts über dem Tal und die eine Hälfte des Dorfes Buhlbronn, durch das die Wasserscheide zwischen dem Nebental des Bodenbachs und dem Wieslauftal zieht. Die übrigen Orte im Einzugsgebiet stehen auf der Hochebene im Norden, nahe der Quelle das Dorf Vorderweißbuch, rechtsseits über dem obersten Waldtal der Weiler Birkenweißbuch, linksseits über dem oberen Tal der Weiler Streich; alle drei gehören zur Gemeinde Berglen, die gut ein Drittel des Einzugsgebietes umfasst, während der Rest zur Stadt Schorndorf gehört.

Zuflüsse und Seen Hierarchische Liste der Zuflüsse, jeweils von der Quelle zur Mündung. Gewässerlänge, Einzugsgebiet und Höhe nach den entsprechenden Layern auf der Onlinekarte der LUBW. Andere Quellen für die Angaben sind vermerkt.

Ursprung des Schornbachs auf etwa weniger als 100 Meter südwestlich des Ortsrandes von Berglen-Vorderweißbuch. Der Bach fließt zunächst südwestwärts, anfangs in offener Wiesenlandschaft

(Anderer Quellast), von links und Ostnordosten auf etwa im beginnenden Schluchtwald, ca. 0,3 km und unter 0,3 km². Entsteht auf etwa .Der Hauptast ist bis hierher 0,4 km lang und hat unter 0,3 km² Einzugsgebiet.Im Wald kehren sich Tal und Bach um etwa 90° nach links. Buchenbächle, von rechts und Westen auf etwa etwa am Beginn der wieder offenen linken Unterhangs, 0,8 km und ca. 0,5 km². Entsteht auf etwa nahe den Betriebsgebäuden der Deponie im Wald östlich des Hohensteins.Nach diesem Zufluss läuft der Schornbach in südöstlicher Richtung. Reisklingenbach, von links und Nordosten auf etwa unter dem Rastplatz an der K 1916 Birkenweißbuch–Schorndorf, 0,8 km und über 0,3 km². Entsteht auf etwa in Streich in der Straßengabel von Brunnenwiesen und Ötztalstraße. Mönchsklingenbach, von rechts und Westnordwesten auf etwa etwas von den Talsportplätze von Schornbach, 1,6 km und ca. 1,5 km². Entspringt auf etwa am Südrand der Deponie. (Bach vom nördlichen Sulzbuckel), von rechts und Südwesten auf etwa nordwestlich-unter Mannshaupten am Waldrand, 0,8 km und ca. 0,4 km². Entsteht auf etwa . → (Abzweig des Mühlkanals zur Schornbacher Mühle), nach rechts am Zulauf des vorigen. Bodenbach, von links und Norden auf etwa durch Schornbach an der Schornbacher Mühle, 2,4 km und ca. 2,1 km². Entsteht auf etwa wenig nordwestlich von Buhlbronn. ← (Rücklauf des Mühlkanals zur Schornbacher Mühle), von rechts wenige Schritte weiter, 0,8 km und ca. 0,4 km². (Bach vom östlichen Sulzbuckel), von rechts und Westen auf etwas unter kurz nach der Schornbachquerung der Straße Helle Eichen, ca. 1,6 km und ca. 1,1 km². Entsteht auf etwas unter südlich von Mannshaupten in der Waldgemarkung Sonnenschein am Ostfuß des Sulzbuckels. Lange unbeständige Wasserführung, am Unterlauf außerhalb des Waldes teilweise ohne offenen Lauf. (Bach aus der Rappenklinge), von rechts und Südwesten auf etwa am Eintritt in die Schornbacher Siedlungsgruppe im Raingrund, ca. 0,7 km und unter 0,3 km². Entsteht auf etwa in einer Waldwegschlinge im Triebschlag. Unbeständige Wasserführung. (Bach), von rechts und Südwesten auf etwa am Austritt aus der Schornbacher Siedlungsgruppe im Raingrund, ca. 0,5 km und unter 0,3 km². Entsteht auf etwa am Rand des Triebschlags zur Flur. Unbeständige Wasserführung. (Graben), von links und Nordwesten auf etwa nach dem Ortsende von Schornbach, unter 0,2 km und etwas über 0,1 km². Entsteht auf etwa an der Winnender Straße (K 1916). Schnurgerade, unbeständig wasserführender Entwässerungsgraben in den Schornbach-Aue. (Bach aus der Linsenklinge), von rechts und Westsüdwesten auf etwa , ca. 0,8 km und ca. 0,2 km². Entsteht auf etwas über in der unteren Klinge. (Graben), von links und Nordwesten auf etwa , ca. 0,4 km und ca. 0,2 km². Entsteht auf etwa am obersten Gebäude an der Stichstraße Gegen Schornbach am Unterhang des Sünchenbergs. Schnurgerader Entwässerungsgraben in den Schornbach-Aue. (Bach vom Holzberg), von rechts und Westsüdwesten auf etwa , ca. 1,1 km und ca. 0,4 km². Entsteht auf über im Hangwald am Holzberg. Unbeständige Wasserführung. Folgt teilweise einem Feldweg. Durchfließt auf etwa das gewöhnlich trockene Hochwasserrückhaltebecken Schornbach an der Nordseite der B 29, das bedarfsweise bis zu 65.000 m² Wasser zurückhalten kann.Nach Unterqueren der Bundesstraße tritt der Schornbach in die Schorndorfer Siedlungszone nördlich der Rems ein und schwenkt dort nach Unterqueren der Welzheimer Straße (L 1150) für seinen letzten Viertelkilometer Lauf nach rechts.

Mündung des Schornbachs von rechts und zuallerletzt Nordosten auf im nördlichen Schorndorf in die mittlere Rems. Der Schornbach ist 6,6 km lang und hat ein 11,1 km² großes Einzugsgebiet.

Hochwasserrückhaltebecken Schornbach Im unteren Tal kurz vor der Siedlungsgrenze von Schorndorf wurde im Jahre 1998 unmittelbar an der Nordseite der B 29 zum Hochwasserschutz das Hochwasserrückhaltebecken Schornbach errichtet. Ein 4,48 m hoher Erddamm hält, im Falle der das Becken durchlaufende Schornbach starken Durchfluss hat, bis zu 64.700 m³ Wasser zurück, die ungesteuert wieder abfließen. Gewöhnlich liegt das von der Stadt Schorndorf betriebene Becken trocken.

Geologie