Karl Müller (* 22. August 1866 in FranzensbadGeburtsbuch der r.k. Pfarre Franzensbad tom.IX, fol.58 Website des Staatlichen Gebietsarchivs in Plzeň/Pilsen. Abgerufen am 11. August 2021., Böhmen, Österreich-Ungarn; † 23. Oktober 1942 in WienNeues Wiener Tagblatt, 28. Oktober 1942, S. 5 Österreichische Nationalbibliothek, ANNO Historische Zeitungen und Zeitschriften. Abgerufen am 11. August 2021.) war ein österreichischer Staatsbediensteter (Regierungsrat) und Amateurastronom.

Trotz naturwissenschaftlicher Neigung absolvierte er ein Studium der Rechtswissenschaft in Prag und war seit 1888 Mitglied der Burschenschaft Ghibellinia Prag.Willy Nolte (Hrsg.): Burschenschafter-Stammrolle. Verzeichnis der Mitglieder der Deutschen Burschenschaft nach dem Stande vom Sommer-Semester 1934. Berlin 1934, S. 339. Nach dem Abschluss seines Studiums war im Handelsministerium in Wien tätig. 1922 wurde er vorzeitig pensioniert und widmete sich im Anschluss der Erforschung des Mondes.Ernst Wilhelm Wreden: Karl Müller zum Gedächtnis. Ein Prager Ghibelline als Mondforscher. In: Burschenschaftliche Blätter, 89. Jg. (1974), H. 3, S. 79.

Gemeinsam mit Mary Adela Blagg schuf er als Ruheständler 1935 für die Internationale Astronomische Union (IAU) die erste einheitliche und international gültige Nomenklatur für Mondkrater.Ewen A. Whitaker: Mapping and naming the moon. A History of Lunar Cartography and Nomenclature. Cambridge University Press, Cambridge u. a. 1999, ISBN 0-521-62248-4, S. 160. Müller lebte in Wien.

Nach ihm wurde der Mondkrater Müller benannt.

Werke mit Mary A. Blagg: Named lunar formations. 2 Bände (Bd. 1: Katalog; Bd. 2: Karten). P. Lund – Humphries & Co, London 1935.

Einzelnachweise

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