mini|hochkant|Stolperstein in Granollers Die Liste der Stolpersteine in der Comarca Vallès Oriental enthält die Stolpersteine in der Comarca Vallès Oriental in der spanischen Provinz Barcelona, die vom Kölner Künstler Gunter Demnig verlegt wurden. Stolpersteine erinnern an das Schicksal der Menschen, die von den Nationalsozialisten ermordet, deportiert, vertrieben oder in den Suizid getrieben wurden. Sie liegen im Regelfall vor dem letzten selbstgewählten Wohnsitz des Opfers, in Montornès del Vallès jedoch gesammelt an einem zentralen Platz der Stadt.
Die ersten Verlegungen in dieser Comarca erfolgten am 28. Januar 2018 in Granollers. Die katalanische Übersetzung des Begriffes Stolpersteine lautet: pedres que fan ensopegar. Auf Spanisch werden sie piedras de la memoria (Erinnerungssteine) genannt.
Verlegte Stolpersteine Die Tabellen sind teilweise sortierbar; die Grundsortierung erfolgt alphabetisch nach dem Familiennamen. Caldes de Montbui In Caldes de Montbui wurden zwölf Stolpersteine an zwölf Stellen verlegt. Stolperstein Übersetzung Verlegort Name, Leben 120px HIER LEBTEJOSEP MARIACATAFAU RABADÀJG. 1914EXILDEPORTIERT 1941MAUTHAUSENERMORDET 22.11.1941GUSENAvinguda de Pi i Margall, 109Caldes de Montbui (1914–1941) 120px HIER LEBTEJOANDEU CASANOVASJG. 1914EXILDEPORTIERT 1941MAUTHAUSENERMORDET 22.11.1941GUSENCarrer de Vic, 29Caldes de Montbui (1914–1941) 120px HIER LEBTEJOSEPFERRER ESPELTGEBOREN 1906EXILDEPORTIERT 1941MAUTHAUSENBEFREITGUSEN Carrer Homs, 24Caldes de Montbui (1906-) 120px HIER LEBTEALEXANDREFOLCH GÓMEZJG. 1910EXILDEPORTIERT 1941MAUTHAUSENERMORDET 19.10.1941GUSENCarrer Major, 105Caldes de Montbui (1910–1941) 120px HIER LEBTEPASQUALGIMENO CERVERAJG. 1890EXILDEPORTIERT 1941MAUTHAUSENERMORDET 2.11.1941GUSENCarrer de General Padrós, 43Caldes de Montbui (1890–1941) 120px HIER LEBTEJOSEPJANÉ CERVERAJG. 1912EXILDEPORTIERT 1941MAUTHAUSENBEFREITPlaça de Neus Català i PallejàCaldes de Montbui (1912–) 120px HIER LEBTERICARDOLÓPEZ LÓPEZGEBOREN 1921EXILDEPORTIERT 1941MAUTHAUSENERMORDET 11.9.1942 Carrer Avel·lí Xalabarder, 15Caldes de Montbui (1921–1942) 120px HIER LEBTEISIDREMALLA CARRERASJG. 1912EXILDEPORTIERT 1941MAUTHAUSENERMORDET 15.1.1942GUSENCarrer del Forn, 5Caldes de Montbui (1912–1942) 120px HIER LEBTEJOSEPMANUEL BLAVIJG. 1897EXILDEPORTIERT 1941MAUTHAUSENERMORDET 4.11.1941GUSENPlaça de l'Àngel, 1Caldes de Montbui (1897–1941) 120px HIER LEBTEMARCELRAMON COMASJG. 1910EXILDEPORTIERT 1941MAUTHAUSENERMORDET 3.5.1943Carrer de Madella, 4Caldes de Montbui (1910–1943) HIER LEBTEPERETORRADES RAMIROJG. 1916EXILDEPORTIERT 1944DACHAUBEFREITFLOSSENBÜRG Sant Fèlix, 23Caldes de Montbui (1918–) 120px HIER LEBTEARTURTRIQUELL FONTGEBOREN 1903EXILDEPORTIERT 1941MAUTHAUSENERMORDET 25.6.1942 Carrer Montserrat, 25Caldes de Montbui (1903–1942)
Granollers In Granollers wurden sieben Stolpersteine an sieben Adressen verlegt. Stolperstein Übersetzung Verlegeort Name, Leben 120pxHIER WOHNTEFRANCESCABELLO GRACIAGEBOREN 1903EXIL 1939DEPORTIERT 1941MAUTHAUSENERMORDET 30.9.1941HARTHEIM Carrer de Mariano Álvarez de Castro 3 wurde im Februar 1903 in Barcelona geboren. Seine Eltern waren Josep Abelló und Manuela Gracia. Er war das dritte ihrer neunzehn Kindern, von denen jedoch nur neun überlebten. Die Mutter starb, das Geschäft des Vaters ging in Konkurs, seine jüngeren Geschwister kamen in ein Waisenheim. Er selbst leistete seinen Wehrdienst, kam nach Granollers und betätigte sich politisch. Er schloss sich der Esquerra Republicana de Catalunya (ERC) an und kämpfte für ein republikanisches und unabhängiges Katalonien. Er arbeitete als Kurier zwischen Granollers und Barcelona. Als er im September 1935 Assumpció Estrada heiratete, lehnte er eine kirchliche Trauung ab. Er wollte im Rathaus heiraten, „wo wir die Republik ausgerufen haben!“ Nach dem Sieg Francos im Spanischen Bürgerkrieg verließ er seine Heimat und ging nach Frankreich ins Exil. Er hatte bereits die Papiere für die Überfahrt nach England, wartete aber noch auf seine Frau. Er wurde von Vertretern des NS-Regimes festgenommen und zuerst im Stalag VIII C inhaftiert, später mit der Nummer 56.776 im Stalag XII D in Trier-Petrisberg. Er wurde am 25. Januar 1941 in das KZ Mauthausen verlegt und dort mit der Nummer 3.903 erfasst. Am 8. April 1941 wurde er in das Außenlager Gusen überstellt, wo schwere Zwangsarbeit verrichtet werden musste. Am 14. August 1941 stand er auf einer Liste von Kranken, die überstellt werden sollten. Am 30. September 1941 wurde er in der Tötungsanstalt Hartheim ermordet, wahrscheinlich in einer Gaskammer.Granollers: Francesc Abelló i Gràcia, abgerufen am 18. April 2021 (mit einem Porträtfoto und dem Hochzeitsbild von Francesc Abelló und Assumpció Estrada) 120pxHIER WOHNTEPEREGINER CASTANYGEBOREN 1912EXIL 1939DEPORTIERT 1940MAUTHAUSENBEFREIT Carrer de Josep Umbert i Ventura / Ecke Rambla Josep Tarradellas, 1(nahe der Bushaltestelle) wurde am 27. Juni 1912 in Granollers geboren. Seine Eltern waren Josep und Carme, er hatte einen Bruder, Josep Giner i Castany (geboren in Barcelona). Die Familie lebte in der Aurora 69. Der Bruder kämpfte im Spanischen Bürgerkrieg gegen Franco und die Rechten, wurde gefangen genommen, im Gefängnis von Lleida inhaftiert und am 30. April 1939 ermordet. Er wurde im Valle de los Caídos bestattet. Pere Giner Castany ging nach Frankreich ins Exil, wurde dort festgenommen und am 11. Dezember 1940 im Stalag V-D von Straßburg eingeliefert. Er wurde in das KZ Mauthausen überstellt und dort am 13. Dezember 1940 mit der Nummer 4.849 registriert. Er wurde am 5. Mai 1945 befreit und kehrte danach nach Frankreich zurück.
Er war der einzige Häftling aus Granollers, der die Konzentrationslager des NS-Regimes überlebte.Granollers: Pere Giner i Castany, abgerufen am 18. April 2021 120pxHIER WOHNTEMIQUELJANE BAURASGEBOREN 1920EXIL 1939DEPORTIERT 1941MAUTHAUSENERMORDET 3.12.1941GUSEN Carrer de Sant Jaume, 57 wurde am 17. April 1920 in Granollers geboren, als Sohn von Nicolau Jané Espardenyes. Die Familie lebte erst auf der Carrer Lletjós, ab 1936 in der Juan Montaña 57. Es ist nicht bekannt, wann er ins Exil ging. Am 8. August 1941 wurde er mit Nummer 7.811 im Stalag 141 in Vesoul, unweit Besançon, interniert. Am 20. Oktober 1941 wurde er in das KZ Mauthausen überstellt, wo ihm die Nummer 4.002 zugeteilt wurde. Schließlich wurde er nach Gusen versetzt, ein Außenlager von Mauthausen, wo er am 3. Dezember 1941 ums Leben kam. Er war 21 Jahre alt.Granollers: Miquel Jané i Bauras, abgerufen am 17. April 2021 (mit einem Foto und dem Faksimile der Todesnachricht) 120pxHIER WOHNTEARTURMASJUAN REVERTERJG. 1904EXIL 1939DEPORTIERT 1941MAUTHAUSENERMORDET 20.11.1941GUSEN Calle de Girona(Zugang über Camp de Futbol) wurde am 22. Januar 1904 in Granollers geboren, als Sohn von Julian Masjuan und Maria Reverter. Sein Vater war Taglöhner. Er hatte zumindest sechs Geschwister, Teresa, Francesc, Mercè, Pep und die Zwillinge, Eulàlia und Catalina. Nach der Niederlage der Linken im Spanischen Bürgerkrieg ging er ins Exil nach Frankreich. Die Familie hielt ihn für vermisst und hörte nichts mehr von ihm. Er wurde am 22. Januar 1941 im Stalag XII D von Trier registriert und am 25. November 1941 im Stalag XI B von Fallingbostel. Am 29. März 1941 wurde er in das KZ Mauthausen überstellt und mit der Nummer 4.522 registriert. Er wurde in das Außenlager Gusen versetzt und bekam dort die Nummer 11.345. Dort wurde er am 20. November 1941 im Alter von 37 Jahren ermordet.
Seine Familie bekam nie eine Todesnachricht. Doch wurde er nicht vergessen. Seine Schwester Eulàlia ersuchte ihre Tochter Teresa nach der Geburt ihres Sohnes, diesen zum Gedenken an den Verschollenen auf den Namen Artur zu taufen.Granollers: Artur Masjuan i Reverter, abgerufen am 17. April 2021 120pxHIER WOHNTEFRANCESCMOMPART LEONGEBOREN 1923EXILDEPORTIERT 1944NEUEGAMMEERMORDET 28.5.1944 Carrer de Miquel Ricomà, 51/53 wurde am 21. November 1923 in Granollers geboren. Seine Eltern waren Pere/Pedro Mompart und Emilia León. Er hatte zwei ältere Geschwister, Anna und Manuel (geboren 1909). Als der Bürgerkrieg begann, war er erst dreizehn Jahre alt. Er flüchtete nach Frankreich und wurde in Compiègne gefangen genommen. Von dort wurde er am 21. Mai 1944 mit Transport I 214 nach Deutschland deportiert. Er kam drei Tage später im KZ Neuengamme an und wurde dort mit der Nummer 31.264 als Häftling erfasst. Zwei Tage später, am 26. Mai 1944, war er tot.
Francesc Mompart León war das jüngste NS-Opfer aus Granollers.Granollers: Francesc Mompart i León, abgerufen am 17. April 2021 120pxHIER WOHNTEJOSEPPIBERNAT PARESGEBOREN 1908EXIL 1939DEPORTIERT 1940MAUTHAUSENERMORDET 5.5.1942GUSEN Carrer de Francesc Tarafa, 92 wurde am 24. Januar 1908 in Girona geboren. Seine Eltern waren Joan Pibernat Puig und Maria Parés Vilella. Er hatte sechs Geschwister, Xavier, Tomàs, Maria, Mercè, Carme und Jaume. Im Mai 1920 übersiedelte die Familie nach Barcelona. Er schloss sich der Confederación Nacional del Trabajo an, einer anarcho-syndikalistischen Gewerkschaft, und kämpfte in einer republikanischen Elitekolonne angeführt von Buenaventura Durruti. 1939 ging er ins Exil nach Frankreich, wo er als politischer Gefangener im Konzentrationslager Internierungslager Vernet d'Ariege inhaftiert war. 1940 wurde er in das Stalag XIII A in Moosburg verlegt, ein Durchgangslager. Er bekam die Nummer 42.774. Am 6. August 1940 wurde er in das KZ Mauthausen überstellt, wo ihn die Wachmannschaft mit Nummer 3.395 registrierte. Am 17. Februar 1941 wurde er zur Zwangsarbeit in das Außenlager Gusen eingeteilt, wo er am 5. Mai 1942 ums Leben kam.Granollers: Josep Pibernat i Parés, abgerufen am 18. April 2021 (mit zwei Porträtfotos) 120pxHIER WOHNTEJOSEPPONT ANTIGASGEBOREN 1903EXIL 1939DEPORTIERT 1941MAUTHAUSENERMORDET 7.11.1941GUSENPlaça de les Olles, 14 wurde am 18. November 1903 in Granollers geboren. Seine Eltern waren Josep und Maria, sie führten ein Geschäft für Würste und Fleisch. Er hatte vier jüngere Geschwister, Vicens, Pere, Carme und Antònia. Als Josep zwanzig Jahre alt war, zog seine Familie in die Hostalets de Balenyà, wo sie eine Wurstfabrik eröffneten, die heute noch besteht. Er heiratete Concepció Macià, im Mai 1935 bekam das Paar eine Tochter, Dolors. Im Jahr 1939 wurden sein Vater und sein Schwager von den Franquisten ermordet. Er selbst ging ins Exil nach Frankreich, wo er in sieben Lagern interniert war. Die Deutschen überstellten ihn in das Stalag VIII C, wo er unter der Nummer 56.813 registriert wurde. Anschließend wurde er in das Stalag XII D in Trier überstellt und von dort am 22. Januar 1941 in das KZ Mauthausen. Er kam nach drei Tagen dort an, wurde mit der Nummer 3.380 registriert und zehn Monate später, am 20. Oktober 1941, nach Gusen zur Zwangsarbeit überstellt. Dort bekam er die Nummer 13.872 und wurde am 7. November 1941 ermordet.Granollers: Josep Pibernat i Parés, abgerufen am 18. April 2021 (mit zwei Porträtfotos)
Mollet del Vallès In Mollet del Vallès wurden fünf Stolpersteine verlegt.