Die Gmina Bolków [] ist eine Stadt- und Landgemeinde im Powiat Jaworski der Woiwodschaft Niederschlesien in Polen. Ihr Sitz ist die Bolków (deutsch: Bolkenhain) mit etwa 5000 Einwohnern. Sie ist Mitglied der Euroregion Neiße.
Gliederung Die Stadt- und Landgemeinde Bolków besteht neben der namensgebenden Stadt aus 17 folgenden Dörfern mit Schulzenamt (deutsche Namen, amtlich bis 1945):
Gorzanowice (Ober Hohendorf) Grudno (Petersgrund) Jastrowiec (Oberlauterbach) Kaczorów (Ketschdorf) Lipa (Leipe) Mysłów (Seitendorf) Nowe Rochowice (Neu Röhrsdorf) Półwsie (Halbendorf) Płonina (Nimmersatt) Radzimowice (Altenberg) Sady Dolne (Nieder Baumgarten) Sady Górne (Ober Baumgarten) Stare Rochowice (Alt Röhrsdorf) Świny (Schweinhaus) Wierzchosławice (Würgsdorf) Wierzchosławiczki (Neuwürgsdorf) Wolbromek (Wolmsdorf)
Politik
Bürgermeister An der Spitze der Gemeindeverwaltung steht der Bürgermeister. Von 2006 bis 2018 war dies Jarosław Wroński. Die turnusmäßige Wahl im April 2024 führte zu folgenden Ergebnis:Ergebnis auf der Seite der Wahlkommission, abgerufen am 14. September 2026. Mirosław Pustuła (Wahlkomitee Mirosław Pustuła) 34,0 % der Stimmen Grzegorz Kucab (Wahlkomitee Grzegorz Kucab) 24,5 % der Stimmen Paweł Baczmański (Wahlkomitee Paweł Baczmański) 23,0 % der Stimmen Agnieszka Szemberska (Wahlkomitee Agnieszka Szemberska) 18,5 % der Stimmen
In der damit notwendigen Stichwahl wurde Pustuła mit 67,0 % der Stimmen gegen Amtsinhaber Kucab zum neuen Bürgermeister gewählt.
Bei der turnusmäßigen Wahl im Oktober 2018 gab es folgendes Ergebnis:Ergebnis auf der Seite der Wahlkommission, abgerufen am 14. September 2026. Grzegorz Kucab (Wahlkomitee Grzegorz Kucab) 56,3 % der Stimmen Jarosław Wroński (Wahlkomitee „Gesellschaftliche Initiative Opoka“) 37,3 % der Stimmen Übrige 6,4 % der Stimmen
Damit wurde Kucab bereits im ersten Wahlgang zum neuen Bürgermeister gewählt.
Stadtrat Der Stadtrat umfasst 15 Mitglieder, die in Mehrpersonenwahlkreisen direkt gewählt werden. Die Wahl im April 2024 führte zu folgendem Ergebnis:Ergebnis auf der Seite der Wahlkommission, abgerufen am 14. September 2026. Wahlkomitee Mirosław Pustuła 40,3 % der Stimmen, 9 Sitze Wahlkomitee Grzegorz Kucab 19,4 % der Stimmen, 3 Sitze Wahlkomitee Paweł Baczmański 19,1 % der Stimmen, 1 Sitz Wahlkomitee „Wir“ 13,4 % der Stimmen, 2 Sitze Wahlkomitee Agnieszka Szemberska 13,0 % der Stimmen, kein Sitz Wahlkomitee Jerzy Łęgosz 4,9 % der Stimmen, 1 Sitz Übrige 4,3 % der Stimmen, kein Sitz
Die Wahl im Oktober 2018 führte zu folgendem Ergebnis:Ergebnis auf der Seite der Wahlkommission, abgerufen am 14. September 2026. Wahlkomitee Grzegorz Kucab 44,4 % der Stimmen, 8 Sitze Wahlkomitee „Gesellschaftliche Initiative Opoka“ 34,0 % der Stimmen, 5 Sitze Wahlkomitee Edyta Frąckowiak 8,3 % der Stimmen, 1 Sitze Sojusz Lewicy Demokratycznej (SLD) / Lewica Razem (Razem) 4,2 % der Stimmen, 1 Sitz Übrige 9,1 % der Stimmen, kein Sitz
Sehenswürdigkeiten Das historische Zentrum der Stadt steht als Ensemble unter Denkmalschutz.Eintrag Nummer A/1817/362 vom 25. September 1956. Als einzelne Baudenkmale stehen die Kirche, deren Friedhof, die Stadtmauer, das Rathaus der Stadtpark und eine Reihe von Bürgerhäusern unter Schutz.
Die Dörfer der Gemeinde weisen ebenfalls eine große Zahl denkmalgeschützter Baudenkmale auf. In das nationale Denkmalregister der Woiwodschaft Niederschlesien sind eingetragen:
Pfarrkirche in Jastrowiec, erbaut 14.–18. JahrhundertEintrag Nummer A/1897/901 vom 27. Juli 1961. Friedhof an der Kirche in JastrowiecEintrag Nummer A/1898/994/J vom 8. Dezember 1989. Schloss in JastrowiecEintrag Nummer A/2932/2067 vom 6. Juni 1972. SchlossparkEintrag Nummer A/2934/629/J vom 2. April 1980. Vorwerk aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts (Torhäuser, Wohn- und Wirtschaftsgebäude, Nebengebäude, Remise, Scheune, Kuhstall – heute Mineralwasserfabrik)Eintrag Nummer A/2933/1214/J vom 23. Juni 1995. Pfarrkirche in Kaczorów, erbaut 14.–18. JahrhundertEintrag Nummer A-1965/902 vom 27. Juli 1961. Friedhof an der Kirche in KaczorówEintrag Nummer A-1967/1012/J vom 30. Januar 1990. Evangelischer Friedhof in Kaczorów, zweite Hälfte des 19. JahrhundertsEintrag Nummer A-1966/1011/J vom 30. Januar 1990. Schloss, 1561, zweite Hälfte des Jahrhunderts;Eintrag Nummer A/2980/1060/J vom 3. Dezember 1990. Park (19. Jh.)Eintrag Nummer A/2979/525/J vom 15. Juni 1979. Pfarrkirche in Lipa Jaworska, erbaut 14.–16. JahrhundertEintrag Nummer A-2004/821 vom 19. Dezember 1960. Alter Friedhof in Lipa Jaworska, 15. JahrhundertEintrag Nummer A-2005/993/J vom 8. Dezember 1989. Schloss in Lipa Dolna, erbaut 16.–19. JahrhundertEintrag Nummer A/3057/918/J vom 18. Juli 1988. mit Park, 18. Jahrhundert und nach 1870Eintrag Nummer A/3056/631/J vom 3. April 1980. Burgruine Oberleipe in Lipa Górna, erbaut 13.–17. JahrhundertEintrag Nummer A/3053/751 vom 26. September 1960. VorburgEintrag Nummer A/3054/778 vom 7. Oktober 1960. Park, frühes 20. JahrhundertEintrag Nummer A/3055/630/J vom 2. April 1980. Villa mit Garten (Nr. 21) in Lipa Średnia, erbaut 1925Eintrag Nummer A/3058/917/J vom 29. Dezember 1988. Kirche in Mysłów, erbaut 14.–17. JahrhundertEintrag Nummer A/2059908 vom 27. Juli 1961. Evangelischer Friedhof in MysłówEintrag Nummer A/2060/995/J vom 8. Dezember 1989. SchlossEintrag Nummer A/3114/1098/J vom 31. Januar 1992. und SchlossparkEintrag Nummer A/3113/864/J vom 4. Februar 1984. in Mysłów, 18. und 19. Jahrhundert Ruine der Burg NimmersathBurgruine in Płonina, erbaut 14.–15. JahrhundertEintrag Nummer A/3231/962 vom 13. November 1961. Schloss im Vorhof, 1545/1546, 19./20. JahrhundertEintrag Nummer A/3232/2079 vom 6. Juni 1972. Schlosspark, 19. JahrhundertEintrag Nummer A/3233/632/J vom 4. April 1980. Schloss in Sady Dolne, erbaut 18.–19. JahrhundertEintrag Nummer A/3382/905/J vom 14. August 1987. mit SchlossparkEintrag Nummer A/3383/861/J vom 4. Februar 1985. Pfarrkirche in Sady Górne, erbaut im 14. JahrhundertEintrag Nummer A/2122/1952 vom 14. März 1969. Friedhof in Sady GórneEintrag Nummer A/2123/992/J vom 8. Dezember 1989. Herrenhaus in Sady Górne (Nr. 116), erbaut 1775 und 1883Eintrag Nummer A/3384/660/J vom 3. Oktober 1980. Pfarrkirche in Stare Rochowice, erbaut 15.–18. JahrhundertEintrag Nummer A/1972/826 vom 23. Dezember 1960. Friedhof mit Kapelle in Stare RochowiceEintrag Nummer A/1973/996/J vom 8. Dezember 1989. Pfarrhaus in Stare Rochowice, erbaut im 19. JahrhundertEintrag Nummer A/3385/2086 vom 6. Juni 1972. Schloss in Stare Rochowice, zweite Hälfte des 18. JahrhundertsEintrag Nummer A/3386/781 vom 8. Oktober 1960. Kirche in Świny, erbaut 14.–18. JahrhundertEintrag Nummer A/1947825 vom 23. Dezember 1960. Ehemaliger Friedhof an der Kirche in Świny, erbaut 14.–19. JahrhundertEintrag Nummer A/1075/990/J vom 8. Dezember 1989. Ruine der Burg Świny (Schweinhausburg), 13.–14., 15. Jahrhundert, 1620Eintrag Nummer A/3387/345 vom 13. November 1956. Evangelischer Friedhof in Wierzchosławice, 19. JahrhundertEintrag Nummer A/2153/991/J vom 8. Dezember 1989. Kirche in Wolbromek, erbaut um 1500Eintrag Nummer A/2096/1473 vom 13. Januar 1966. Friedhof an der Kirche in WolbromekEintrag Nummer A/2097/997/J vom 8. Dezember 1989.
Weblinks
Webpräsenz von Stadt und Gemeinde (polnisch)
Einzelnachweise