Die Gmina Wąsosz ist eine Stadt- und Landgemeinde im Powiat Górowski der Woiwodschaft Niederschlesien in Polen. Ihr Sitz ist die gleichnamige Stadt (deutsch Herrnstadt) mit etwa 2650 Einwohnern.

Geographie mini|Landkarte der Gemeinde Die Gemeinde liegt in Niederschlesien und im Norden der Woiwodschaft. Sie grenzt im Norden und Nordosten an die Woiwodschaft Großpolen. Nachbargemeinden sind dort Bojanowo im Norden und Rawicz im Nordosten, in der Woiwodschaft Niederschlesien grenzt sie an Żmigród im Südosten, Wińsko im Süden, Jemielno im Südwesten und Góra im Nordwesten. Breslau liegt etwa 50 Kilometer südöstlich, die Kreisstadt Góra (Guhrau) zehn Kilometer nordwestlich.

Die Gemeinde hat eine Fläche von 193,6 km², von der 67 Prozent land- und 25 Prozent forstwirtschaftlich genutzt werden.regioset.pl: Gmina z Miastem Wąsosz. (polnisch, abgerufen am 31. Mai 2021) Westlich der Stadt mündet die Orla (Horle) in die Barycz (Bartsch).

Geschichte Die Landgemeinde wurde 1954 in Gromadas aufgelöst. Wąsosz erhielt den Status einer Siedlung städtischen Typs. Die Landgemeinde wurde 1973 wiedergebildet. Wąsosz wurden 1984 die Stadtrechte erteilt. Stadt- und Landgemeinde wurden 1990/1991 zur Stadt-und-Land-Gemeinde zusammengelegt. Ihr Gebiet kam 1975 von der Woiwodschaft Breslau zur Woiwodschaft Leszno, der Powiat wurde aufgelöst. Zum 1. Januar 1999 kam die Gemeinde zur Woiwodschaft Niederschlesien und zum wiedererrichteten Powiat Górowski.

Gliederung Die Stadt- und Landgemeinde Wąsosz besteht neben der namensgebenden Stadt aus den 32 folgenden Dörfern mit 31 Schulzenämternwasosz.eu: Wykaz sołectw. (polnisch mit Karte, abgerufen am 16. April 2021) deutsche Namen, amtlich bis 1945:

Baranowice (Brennowitz) Bartków (Bartschdorf) Bełcz Mały (Kleinbeltsch) Bełcz Górny (Hochbeltsch) Chocieborowice (Kutscheborwitz, 1936–1945 Birkenhöhe) Cieszkowice (Tscheschkowitz, 1936–1945 Eichenhag) Czarnoborsko (Sandeborske, 1936–1945 Quelldorf) Czeladź Wielka (Tschilesen, 1937–1945 Gepidau) Dochowa (Duchen) Drozdowice Małe (Klein Tschuder, 1937–1945 Allhilf) Drozdowice Wielkie (Groß Tschuder, 1936–1945 Steinbrück) Gola Wąsoska (Gahle) und Górka Wąsoska (Gurkau) Kąkolno (Herrndorf) Kamień Górowski (Kamin) Kowalowo (Kadlewe, 1936 Sandau, 1937–1945 Fallbach) Lechitów (Dreihäuser) Lubiel (Leubel) Ługi-Unisławice (Königs- und Wilhelmsbruch) Ostrawa (Ostrawe, 1936–1945 Wallheim) Płoski (Pluskau) Pobiel (Bobile, 1936–1945 Wandelheim)glogow.pl: Pobiel. Rudna Mała (Klein Räudchen) Rudna Wielka (Groß Räudchen) Sułów Wielki (Groß Saul) Świniary (Schwinaren, 1937–1945 Altring) Wiewierz (Wehrse) Wiklina (Wikoline) Wodniki (Woidnig, 1936–1945 Waldfriedeck) Wrząca Śląska (Akreschfronze, 1936–1945 Akrau) Wrząca Wielka (Wehlefronze, 1936–1945 Waldhagen) Zbaków Dolny (Nieder Backen) Zbaków Górny (Ober Backen)

Weiler: Sułów Wielki (Groß Saul).

Ortsteile der oben genannten Dörfer sind gegenwärtig: Borowna (Heidchen) Czaple (Tschipkei, 1934–1945 Grohsau)glogow.pl: Lubiel. Jawor (Zänzerei) Kobylniki (Hengwitz) Marysin (Marienruh) Młynary (Nieder und Ober Struppemühle)glogow.pl: Pobiel. Podmieście (Stadtvorwerk)glogow.pl: Gola Wąsoska., Sądowel (Tschistey, 1936–1945 Sandewalde) Stefanów (Friedrichshof)glogow.pl: Czeladź Wielka. Zubrza (Schubersee)

Politik

Bürgermeister An der Spitze der Gemeindeverwaltung steht der Bürgermeister. Von 2002 bis 2018 war dies Zbigniew Stanisław Stuczyk. Die turnusmäßige Wahl im April 2024 führte zu folgenden Ergebnis:Ergebnis auf der Seite der Wahlkommission, abgerufen am 16. August 2026. Paweł Niedźwiedź (Wahlkomitee „Gemeinsam für die Gmina Wąsosz“) 59,1 % der Stimmen Grzegorz Kordiak (Wahlkomitee „Grzegorz Kordiaka – Besseres Wąsosz“) 40,9 % der Stimmen

Damit wurde Amtsinhaber Niedźwiedź bereits im ersten Wahlgang wiedergewählt.

Bei der turnusmäßigen Wahl im Oktober 2018 gab es folgendes Ergebnis:Ergebnis auf der Seite der Wahlkommission, abgerufen am 16. August 2026. Zbigniew Stanisław Stuczyk (Wahlkomitee „Deine Lokalverwaltung“) 43,8 % der Stimmen Paweł Niedźwiedź (Wahlkomitee „Gemeinsam für die Gmina Wąsosz“) 42,5 % der Stimmen Andrzej Mazur (Wahlkomitee „Bewegung für eine Lokalverwaltung für ein schöneres Wąsosz“) 13,6 % der Stimmen

In der damit notwendigen Stichwahl setzte sich mit Niedźwiedź der Zweitplatzierte des ersten Wahlgangs mit 55,5 % der Stimmen gegen Amtsinhaber Stuczyk durch und wurde zum neuen Bürgermeister gewählt.

Stadtrat Der Stadtrat umfasst 15 Mitglieder, die in Einpersonenwahlkreisen direkt gewählt werden. Die Wahl im April 2024 führte zu folgendem Ergebnis:Ergebnis auf der Seite der Wahlkommission, abgerufen am 16. August 2026. Wahlkomitee „Gemeinsam für die Gmina Wąsosz“ 50,6 % der Stimmen, 11 Sitze Wahlkomitee „Grzegorz Kordiaka – Besseres Wąsosz“ 34,7 % der Stimmen, 2 Sitze Trzecia Droga (TD) 4,0 % der Stimmen, 1 Sitz Wahlkomitee „Zbakówianie24“ 3,5 % der Stimmen, 1 Sitz Übrige 7,2 % der Stimmen, kein Sitz

Die Wahl im Oktober 2018 führte zu folgendem Ergebnis:Ergebnis auf der Seite der Wahlkommission, abgerufen am 16. August 2026. Wahlkomitee „Deine Lokalverwaltung“ 38,6 % der Stimmen, 6 Sitze Wahlkomitee „Gemeinsam für die Gmina Wąsosz“ 38,4 % der Stimmen, 6 Sitze Wahlkomitee „Bewegung für eine Lokalverwaltung für ein schöneres Wąsosz“ 18,9 % der Stimmen, 2 Sitze Wahlkomitee „Zbakówianie“ 3,1 % der Stimmen, 1 Sitz Übrige 1,0 % der Stimmen, kein Sitz

Verkehr Die Landesstraße DK36 durchzieht die Gemeinde von Nordosten nach Südwesten. Die abzweigende Woiwodschaftsstraße DW324 führt über die Kreisstadt Góra (Guhrau) nach Szlichtyngowa (Schlichtingsheim) in der Woiwodschaft Lebus.

Der nächste Bahnhof ist Rawicz (Rawitsch), der nächste internationale Flughafen Breslau.

Weblinks

Webpräsenz von Stadt und Gemeinde (polnisch)

Einzelnachweise