Die Gmina Łagiewniki ist eine Landgemeinde im Powiat Dzierżoniowski der Woiwodschaft Niederschlesien in Polen. Ihr Sitz ist das gleichnamige Dorf (deutsch: Heidersdorf) mit etwa 2800 Einwohnern.

Geographie mini|Karte der Gemeinde Die Gemeinde liegt im Osten der Woiwodschaft Niederschlesien. Breslau liegt etwa 40 Kilometer nördlich und Dzierżoniów (Reichenbach im Eulengebirge) acht Kilometer südwestlich.

Höchste Erhebung ist die hohe Radunia im Nordwesten der Gemeinde, der zum Ślężański Park Krajobrazowy (Landschaftsschutzpark Zobtenberg) gehört.

Geschichte Die Landgemeinde wurde 1973 aus Gromadas wieder gebildet. Die Woiwodschaft Breslau wurde 1975 wesentlich verkleinert, der Powiat aufgelöst. Zum 1. Januar 1999 kam die Gemeinde zur Woiwodschaft Niederschlesien und zum wiedererrichteten Powiat Dzierżoniowski.

Gliederung Die Landgemeinde Łagiewniki besteht aus 14 Dörfern mit einem Schulzenamtlagiewniki.pl: Sołectwa. (polnisch, abgerufen am 16. April 2021) (deutsche Namen, amtlich bis 1945).

Jaźwina (Langseifersdorf) mit Ortsteil Kuchary (Kuchendorf) Ligota Wielka (Groß Ellguth) Łagiewniki (Heidersdorf) Młynica (Mellendor) Oleszna (Langenöls) Przystronie (Pristram, 1937–1945 Breitental) Radzików (Rudelsdorf) Ratajno (Panthenau) Sieniawka (Lauterbach) Sienice (Senitz) Słupice (Schlaupitz) Sokolniki (Wättrisch) Stoszów (Stoschendorf) Trzebnik (Trebnig)

Politik Gemeindevorsteher An der Spitze der Verwaltung steht der Gemeindevorsteher. Von 2006 war dies Janusz Szpot, der 2018 nicht erneut antrat. Die turnusmäßige Wahl im April 2024 brachte folgendes Ergebnis:Ergebnis auf der Seite der Wahlkommission, abgerufen am 15. Juli 2026. Jarosław Tyniec (Wahlkomitee Jarosław Tyniec) 55,3 % der Stimmen Ewelina Wolak (BS) 44,7 % der Stimmen

Damit wurde Amtsinhaber Tynies bereits im ersten Wahlgang als Gemeindevorsteher wiedergewählt.

Die turnusmäßige Wahl im Oktober 2018 brachte folgendes Ergebnis:Ergebnis auf der Seite der Wahlkommission, abgerufen am 15. Juli 2026. Jarosław Tyniec (Wahlkomitee Jarosław Tyniec) 40,1 % der Stimmen Artur Szczurkowski (Wahlkomitee Artur Szczurkowski) 23,1 % der Stimmen Waldemar Kuli (Wahlkomitee „Freunde des Łagiewnikier Landes“) 17,6 % der Stimmen Cristina Najdek (Wahlkomitee Cristina Najdek) 13,0 % der Stimmen Emilia Ćwik (Wahlkomitee Emilia Ćwik) 6,2 % der Stimmen

In der damit notwendigen Stichwahl wurde Tyniec mit 59,8 % der Stimmen gegen Szczurkowski zum neuen Gemeindevorsteher gewählt.

Gemeinderat Der Gemeinderat besteht aus 15 Mitgliedern und wird von der Bevölkerung in Einpersonenwahlkreisen gewählt. Die Gemeinderat 2024 führte zu folgendem Ergebnis:Ergebnis auf der Seite der Wahlkommission, abgerufen am 15. Juli 2026. Wahlkomitee Jarosław Tyniec 46,2 % der Stimmen, 7 Sitze Bezpartyjni Samorządowcy (BS) 38,9 % der Stimmen, 5 Sitze Prawo i Sprawiedliwość (PiS) 10,7 % der Stimmen, 2 Sitze Trzecia Droga (TD) 4,3 % der Stimmen, 1 Sitz

Die Gemeinderatswahl 2018 führte zu folgendem Ergebnis:Ergebnis auf der Seite der Wahlkommission, abgerufen am 15. Juli 2026. Wahlkomitee Jarosław Tyniec 34,6 % der Stimmen, 8 Sitze Wahlkomitee Artur Szczurkowski 28,4 % der Stimmen, 5 Sitze Wahlkomitee Cristina Najdek 15,0 % der Stimmen, 2 Sitze Wahlkomitee „Freunde des Łagiewnikier Landes“ 10,8 % der Stimmen, kein Sitz Wahlkomitee Emilia Ćwik 7,8 % der Stimmen, kein Sitz Polskie Stronnictwo Ludowe (PSL) 3,5 % der Stimmen, kein Sitz

Sehenswürdigkeiten Die Landgemeinde weist eine große Zahl denkmalgeschützter Baudenkmale auf. In das nationale Denkmalregister der Woiwodschaft sind eingetragen: Kirche in Ligota Wielka, erbaut im 17., erweitert im 19. JahrhundertEintrag Nummer A/4400/887 vom 30. Juni 1960. Herrenhaus in Ligota Wielka, erbaut im 16./17. JahrhundertEintrag Nummer A/4401/756 vom 27. September 1960. Pfarrkirche in Łagiewniki, erbaut im 18. JahrhundertEintrag Nummer A/4407/889 vom 13. Juni 1961. Friedhofskapelle in Łagiewniki, erbaut im 15. und 18. JahrhundertEintrag Nummer A/4408/1357 vom 13. August 1965. Schloss in Łagiewniki, erbaut im 18. JahrhundertEintrag Nummer A/4409/1118 vom 6. Juli 1964. Kirche in MiłowiceEintrag Nummer 1180 vom 2. Dezember 1964. Herrenhaus in Oleszna, erbaut im 18. JahrhundertEintrag Nummer A/4457/486/WŁ vom 13. März 1981. Schloss in Piotrówek, erbaut 1897Eintrag Nummer 496/W vom 26. November 1982. Fundament der Windmühle in Przystronie (abgegangen ?), erbaut im 18. JahrhundertEintrag Nummer A/975/750 vom 26. September 1960. Pfarrkirche in Radzików, erbaut 14.–18. JahrhundertEintrag Nummer A/4551/805 vom 5. Dezember 1960. Ruine des Herrenhauses in Radzików, Wehrbau mit Resten eines Wassergrabens, erbaut 1526 und 1806Eintrag Nummer A/4552/498/WŁ vom 3. August 1981. Kirche in Ratajno, ehemals evangelisch, erbaut 1849–1853Eintrag Nummer A/1310 vom 31. August 2009. Kirche in Sieniawka, erbaut 1880–1883Eintrag Nummer A/1266 vom 15. Juli 2009. Herrenhaus in Sieniawka, erbaut 1678 in FachwerkbauweiseEintrag Nummer A/4692/464 vom 6. Juni 1957. Pfarrkirche in Słupice, 1890Eintrag Nummer A/5816 vom 13. März 2012. Ruine des Herrenhauses in Słupice, erbaut im 16. und 19. JahrhundertEintrag Nummer A/4696/757 vom 27. September 1960. Schloss Wättrisch in Sokolniki;Eintrag Nummer A/4699/786 vom 11. Oktober 1960. mit Nebengebäuden, erbaut im 17.–19. Jahrhundert ParkEintrag Nummer A/4700/525/WŁ z 31.05.1984. und VorwerkEintrag Nummer A/4701/786 vom 17. Dezember 1998. Remise, Kuhstall, Wirtschafts- und Wohngebäude Aussichtsturm (Bismarckturm) auf dem Jańska Góra bei Sokolniki, erbaut im 1869Eintrag Nummer 165/A/03 vom 30. Juni 2003. Kirche in Stoszów, erbaut im 16., erweitert im 19. JahrhundertEintrag Nummer A/4725/502/W vom 30.04.1983. Herrenhaus (ruinierter Wehrbau) in Stoszów, erbaut im 16. JahrhundertEintrag Nummer A/4726/758 vom 27. September 1960.

Die Kirche Mariä Himmelfahrt in Oleszna ist nicht Teil des nationalen Denkmalregisters.

Verkehr Die Landesstraße DK8 durchzieht die Gemeinde von Nord nach Süd. In ihrem Hauptort zweigen die Landesstraße DK39 nach Brzeg (Brieg) und die Woiwodschaftsstraße DW384 nach Nowa Ruda (Neurode) ab. Der nächste internationale Flughafen ist Breslau.

Bahnverbindungen zur Station Łagiewniki Dzierżoniowskie bestehen nicht mehr.

Weblinks

Webpräsenz der Gemeinde (polnisch)

Fußnoten