Die Familie Santen ist ein altes klevesches Adelsgeschlecht, dessen Name sich wahrscheinlich von der Stadt Xanten herleitet. rahmenlos|rechts|Wappen derer von Santen Das Geschlecht ist nicht mit der ebenfalls nach Xanten benannten Familie von Xanten zu verwechseln.

Geschichte Ein Johann von Santen gehörte 1399 zu der münsterschen Ritterschaft. Bernard von Santen aus Dordrecht errichtete 1682 bei Brohl am Rhein die erste Trassmühle am Rhein.Carl Wilhelm Nose: Westliche Rhein-Seite, Teil 2, S. 205.

Die ununterbrochene Stammreihe beginnt mit Cornelius von Santen, der als klevescher und brandenburgischer Rentmeister in Kleve 1570–1630 urkundlich erscheint.Genealogisches Handbuch des Adels, Adelslexikon Band XII, 2001. Teile der Familie von Santen kamen in Folge der Religionsverfolgungen im 16. Jahrhundert aus den Niederlanden nach Emden und Norden. Hans Pauls von Santen (* 1578; † 11. Dezember 1641)Wopke Eekhoff: Beknopte geschiedenis van het voormalige Sint Anna-Leen, S. 24. wurde ein reicher Tuchhändler und stieg in das Patriziat der Stadt Emden auf. Ein Alexander von Santen lebte um 1650 in Ostfriesland. Aber die Familie verlor das Geld wieder.

So verdiente Friedrich von Santen (~ 27. November 1716) sein Geld als Arzt und Apotheker. Aus seiner Ehe mit Gesine Albina von Rehden entstammt Hieronymus Ibeling, der 1778 Bürgermeister von Emden wurde. Im Jahr 1856 besaß die Familie das Gut Jarnitz auf Rügen (Hermann Ludwig von SantenJahrbuch des Deutschen Adels, Band 2, Berlin 1898, S. 644.). Auch war die Familie zeitweilig Besitzer des Gutes Landegge.F. W. B. F. Knesebeck: Historisches Taschenbuch des Adels im Königreich Hannover, S. 360. Am 13. März 1895 erfolgte die mecklenburg-schwerinsche Adelsanerkennung für den preußischen Major Hermann von Santen.

Wappen Das schräg-links geteilte Stammwappen zeigt oben in Blau drei (2:1) goldene Sterne, unten in Gold drei (1:2) schwarze Kugeln. Auf dem gekrönten Helm mit blau-goldenen Decken wächst ein geharnischter Arm, eine Granate (oder eine silberne Wolfsangel) haltend, zwischen zwei von Gold und Schwarz geteilten Büffelhörnern.

Literatur Ernst Heinrich Kneschke: Neues allgemeines deutsches Adels-Lexicon, Band 8, Leipzig 1868, S. 45 Otto Titan von Hefner: Stammbuch des blühenden und abgestorbenen Adels in Deutschland, Band 3, Regensburg 1865, S. 290 Gustav von Lehsten: Der Adel Mecklenburgs seit dem landesgrundgesetzlichen Erbvergleiche (1755), Rostock 1864, S. 226f Maximilian Gritzner und Adolf Matthias Hildebrandt: Johann Siebmachers Großes Wappenbuch, Band 3, Teil 3, Der Adel der freien Städte Hamburg, Bremen und Lübeck, Bauer & Raspe, Nürnberg 1870, S. 18, Tafel 17 Leopold von Ledebur: Adelslexicon der Preußischen Monarchie, Band 2, S. 340, Band 3, S. 336 Alfred von Eberstein: Handbuch für den deutschen Adel, S. 119 Vierteljahrsschrift für Wappen-, Siegel- und Familienkunde, Band 20, S. 168 Genealogisches Handbuch des Adels, Adelslexikon Band XII, Band 125 der Gesamtreihe, C. A. Starke Verlag, Limburg (Lahn) 2001, , S. 249–250

Einzelnachweise

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