Appolonia Pfaus (* 18. Januar 1878 oder 1879 in der französischen Schweiz; † etwa 1944 in Auschwitz) war eine Sinteza in Bochum und Opfer des Nationalsozialismus.Stadt Bochum: Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma: Bochum, Windmühlenstraße.VVN/BdA: Mitteilung vom 9. Mai 2004.VVN/BdA: Appolonia Pfaus.

Appolonia Pfaus und ihr Partner Josef Winter hatten elf Kinder, von denen drei Kinder früh verstarben. Die Familie zog zu Beginn der Industrialisierung mit acht Kindern nach Bochum. Einige ihrer Söhne hatten eine Beschäftigung beim Bochumer Verein. Sie wurden später in der städtischen Unterkunft an der Meesmannstraße 117 in Bochum untergebracht. Im März und Oktober 1943 fanden Deportationen der sogenannten Zigeuner über den Nordbahnhof Bochum nach Auschwitz statt. Am 21. Oktober 1943 wurden Appolonia Pfaus und ihre Söhne Peter und Michael Pfaus mit ihren Familien verhaftet und deportiert. Sie starb, wie die meisten ihrer Familienangehörigen, in Auschwitz. Das Zigeunerlager Auschwitz bestand von Februar 1943 bis August 1944 als ein Teil des Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau.

Das Polizeipräsidium Bochum schrieb am 11. Juni 1960 an den „Wiedergutmachungsausschuß“:

2004 wurde der Appolonia-Pfaus-Park nach ihr benannt.

Einzelnachweise

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