Amalienhof ist ein bewohnter Gemeindeteil im Ortsteil Wolfshagen der amtsfreien Gemeinde Uckerland im Landkreis Uckermark in Brandenburg. mini|Amalienhof. Wasserturm. (2015).

Geographie Der Ort liegt drei Kilometer nordöstlich von Wolfshagen und sieben Kilometer südwestlich von Strasburg (Uckermark). Die Nachbarorte sind Carlslust im Norden, Hornshagen im Nordosten, Fahrenholz im Osten, Kleisthöhe und Lemmersdorf im Südosten, Schlepkow im Süden, Wolfshagen und Carolinenhof im Südwesten, Blücher im Westen sowie Pfarrhof und Mildenitz im Nordwesten.

Orts- und Gutsgeschichte Der Wohnplatz Amalienhof ist aus einem gutsherrlichen Vorwerk herorvorgegangen, spätestens um 1740, nach anderen Quellen 1725.Berthold Schulze: Neue Siedlungen in Brandenburg 1500-1800. Beiband zur brandenburgischen Siedlungskarte 1500-1800. 1. Auflage, In: Einzelschriften der historischen Kommission für die Provinz Brandenburg und der Reichshauptstadt Berlin. 8; Verlag Gsellius, Berlin 1939, S. 117. 1820 galt es als adligesAlexander August Mützell, Leopold Krug: Neues Topographisch-Statistisch-Geographisches Wörterbuch des Preussischen Staats. Band 1, Verlag Karl August Kümmel, Halle 1821, S. 22. Vorwerk im Besitz der Familie von Schwerin, benannt nach der zweiten Ehefrau des Grafen Otto von Schwerin (1684–1755) auf Gut Wolfshagen, Charlotte Amalia Dorothea, geb. Gräfin von Dönhoff (1703–1762), Tochter der Wilhelmine Amalie von Dohna und des Otto Magnus von Dönhoff.Ludwig Gollmert, u. a.: (Hrsg.): Geschichte des Geschlechts von Schwerin. Band: Biographische Nachrichten. II. Pommersche Linien. 18. Linie Wolfshagen, Wilhelm Gronau, Berlin 1878, [ S. 332.]Vgl. Allgemeines Genealogisches und Staats-Handbuch. LXIV. Jahrgang 1811, Band 1, Joh. Friedrich Wenner, Frankfurt am Main 1811, S. 802 f. Amalienhof blieb lange größtenteils ein Nebengut, welches nachfolgend noch den Status eines Rittergutes erhielt. Um 1835 lebten 30 Einwohner in Amalienhof,Handbuch zu dem Atlas von Preussen in 27 Karten. Zweite Hälfte. Band 1, In: J. C. Müller: Vollständiges Wörterbuch des preußischen Staats. Band 1, Erfurt 1835, Verlag J. E. Müller, Erfurt 1835, S. 55. in 1860 bestätigt 45 Einwohner.Wilhelm Riehl, J. Scheu (Hrsg.): Berlin und die Mark Brandenburg mit dem Markgrafthum Nieder-Lausitz in ihrer Geschichte und in ihrem gegenwärtigen Bestande. Comm. F. Sala & Co., Selbstverlag, Berlin 1861, S. 270.

Der Gutsherr Graf Otto Wilhelm Ludwig von Schwerin (1822–1897), Leutnant a. D.,Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Gräflichen Häuser. A. (Uradel). 1903. Jg. 76, Justus Perthes, Gotha 1902, S. 797. Sohn des Grafen Herrmann von Schwerin, betrieb in Amalienhof Mitte des 19. Jahrhunderts direkt eine Merino-SchafszuchtBeilage zu den Berlinischen Nachrichten von Staats- und gelehrten Sachen. №. 97, Berlin, Freitag, 26. April 1867, S. 39. und bewohnte das Gutshaus Amalienhof,Amtsblatt der Königlichen Regierung zu Stettin. Stück 50, Stettin, 11. Dezember 1896, S. 320. mindestens bis 1896.

Im Jahr 1895 wurden die Amtsbezirke Wolfshagen und Amalienhof vereinigt.Amtsblatt der Regierung zu Potsdam und der Stadt Berlin. Jahrgang 1895, Chronologische Uebersicht 1895, Potsdam 1895, S. 23.

In der Erbfolge kam bis 1918 der 1851 geborene Neffe Hermann Otto Louis Karl Graf von Schwerin an das Gut,Schwerin, Hermann O. L. C. Graf v. FkHerr a. Wolfshagen, Hr. a. Schlepkow u. Amalienhof., In: Herrmann A. L. Degener (Hrsg.): Wer ist’s? Unsere Zeitgenossen. I. Ausgabe, Selbstverlag, Leipzig Juli 1905, S. 67.Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Gräflichen Häuser. Zugleich Adelsmatrikel der Deutschen Adelsgenossenschaft. Teil A. (Uradel). 1938. Jg. 111, Justus Perthes, Gotha 1937, S. 524. ihm folgte der Sohn Alexander Graf von Schwerin.Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Gräflichen Häuser. Zugleich Adelsmatrikel der Deutschen Adelsgenossenschaft. Teil A (Uradel). Gräfliche Häuser des spätestens um 1400 nachgewiesenen ritterbürtigen deutschen Landadels und ihm gleichartiger Geschlechter (Deutscher Uradel). 1942. Jg. 115, Justus Perthes, Gotha 25. Oktober 1941, S. 517–518.

Das Gut Amalienhof und Yorckstath, eine Schäferei, mit 187 ha wurde Anfang des 20. Jahrhunderts verpachtet, an die Familie von Marschall (vom Gut Altengottern III). Zuerst lief die Pacht mit dem MajorErnst Seyfert: Landwirtschaftliches Adreßbuch der Provinz Brandenburg (1914). Verzeichnis. Handbuch der Königlichen Behörden. Band VII, Auflage 2, Reichenbach’sche Verlagsbuchhandlung, Leipzig 1914, S. 118 f. Gerhard sen. von Marschall, vormals kurzzeitig Gutsbesitzer im mecklenburgischen Bellin und u. a. später in Rostock lebend, dann mit seinem gleichnamigen Sohn Gerhard jun. von Marschall.Ernst Seyfert, Hans Wehner, Alexander Haußknecht, GF Ludwig Hogrefe: Landwirtschaftliches Adreßbuch der Rittergüter, Güter und Höfe der Provinz Brandenburg (1929). Verzeichnis sämtlicher Rittergüter, Güter und Höfe von ca. 20 ha aufwärts. Band VII, Auflage 4, Selbstverlag von Niekammer’s Adreßbüchern GmbH, Leipzig 1929, S. 94. Dessen jüngster Halbbruder wiederum, der in AmalienhofGothaisches Genealogisches Taschenbuch der Adeligen Häuser. Deutscher Uradel). 1921. Jahrgang 22, Justus Perthes, Gotha 1920, S. 468. aufgewachsene Friedrich Wilhelm von Marschall,Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Adeligen Häuser. Zugleich Adelsmatrikel der D.A.G. Teil A (Uradel). 1942. Jg. 41, Justus Perthes, Gotha (17. September) 1941, S. 318 f. Siehe: FamilySearch. war später mehrere Jahrzehnte Kaffeeplantagen-Verwalter in Angola.Jahrbuch der Deutschen Adelsgenossenschaft. 1938. Landesabteilung Mecklenburg. I., Schlieffen-Verlag, Berlin 1938, S. 196.Walter von Hueck, Friedrich Wilhelm Euler: Genealogisches Handbuch der Adeligen Häuser. A (Uradel). 1975. Band XIII, Band 45 der Gesamtreihe GHdA, Hrsg. Deutsches Adelsarchiv, C. A. Starke, Limburg an der Lahn 1975, , S. 342.

Das alte Gutshaus ist erhalten. Im Jahr 2022 lebten acht Familien im Ort.Claudia Marsal: Dunkle Schatten überm Paradies, In: Nordkurier, Selbstverlag der Nordkurier Mediengruppe GmbH & Co. KG, Neubrandenburg 27. Oktober 2022.

Literatur Amalienhof, Vorwerk, ¾ (preuß.) Meilen nördlich von Wolfshagen, In: Ernst Fidicin: Die Territorien der Mark Brandenburg. Fortsetzung des Landbuchs Kaiser Karl’s IV. Band IV, Selbstverlag, Berlin 1864, S. 21. Amalienhof. Pr. Brandenburg. Kr. Prenzlau. ein Vorwerk, In: Ludwig Gollmert, Wilhelm Graf Schwerin, Leonhard Graf Schwerin (Hrsg.): Geschichte des Geschlechts von Schwerin. Band, Verlag Wilhelm Gronau, Berlin 1878, S. 28 f. Amalienhof, In: Lieselott Enders: Historisches Ortslexikon für Brandenburg. Teil VIII: Uckermark – A–L. In: Klaus Neitmann (Hrsg.): Veröffentlichungen des Brandenburgischen Landeshauptarchivs (Staatsarchiv Potsdam). Band 21, 3. Auflage, Begründet von Friedrich Beck, Verlag Klaus-D. Becker, Potsdam 2012, ISBN 978-3-88372-035-7, S. 15 f.

Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:Ersterwähnung 1740 Kategorie:Geographie (Uckerland) Kategorie:Ort im Landkreis Uckermark