Anton Suurkask (* in Uue-Kariste, Kirchspiel Halliste; † 16. April 1965 in Viljandi) war ein estnischer Schriftsteller.

Leben Anto Suurkask ging von 1883 bis 1886 in Viiratsi zur Schule und besuchte anschließend noch diverse andere Schulen in Viljandi, ohne jedoch einen Abschluss zu machen. Seit 1897 war er auf verschiedenen Gebieten sportlich aktivEesti spordi biograafiline leksikon. Koostanud Henn Saarmann, Erlend Teemägi. Tallinn: Eesti Entsüklopeediakirjastus 2001, S. 630–631., neben Radfahren und Schlittschuhlaufen u. a. auch als Ringer: Im Oktober 1898 führte er einen Ringkampf mit Georg Lurich durch, wobei er eigenen Aussagen zufolge ein Remis erzielte, während die Presse von einer Niederlage sprach.Endel Priidel: Produktiivne kirjamees Anton Suurkask, in: Ders.: Viljandi ja kirjamehed. Tallinn: Eesti Raamat 1971, S. 85. 1905 nahm er als Freiwilliger am Russisch-Japanischen Krieg teil. Er beteiligte sich aktiv an den Revolutionen von 1905 und 1917, während der deutschen Besetzung Estlands im Ersten Weltkrieg war er zeitweise inhaftiert. Von 1918 bis zu seinem Tode lebte er in Viljandi.Eesti kirjanike leksikon. Koostanud Oskar Kruus ja Heino Puhvel. Tallinn: Eesti Raamat 2000, S. 555–556.

Zu seinen vielfältigen Aktivitäten gehörte auch das Sammeln von Volksdichtung, indem er Matthias Johann Eisen und Jakob Hurt zuarbeitete. Allerdings sind seine Aufzeichnungen mit Vorsicht zu genießen, da er eigenmächtige Ergänzungen vorgenommen hat.Endel Priidel: Produktiivne kirjamees Anton Suurkask, in: Ders.: Viljandi ja kirjamehed. Tallinn: Eesti Raamat 1971, S. 87.

Werk Suurkask veröffentlichte seinen ersten Gedichtband im Jahre 1900 und hat über hundert Bücher publiziert, allein im Jahre 1933 14 Stück.Eesti kirjanike leksikon. Koostanud Oskar Kruus ja Heino Puhvel. Tallinn: Eesti Raamat 2000, S. 555. Seine außerordentliche Produktivität und das gemeinhin als niedrig erachtete Niveau seiner literarischen Produktion – in einer Rezension ist die Rede von „einer Lyrikmanie, die so bekannt ist unter den estnischen Halbgebildeten der jüngsten Vergangenheit“H. Paukson: Kuus luuletiskogu, in: Eesti Kirjandus 11/1933, S. 551. – führten jedoch dazu, dass Suurkask in der estnischen Literaturgeschichtsschreibung allgemein übergangen oder allenfalls als „Grafoman“Eesti kirjanduse ajalugu. IV köide, 2. raamat. Tallinn: Eesti Raamat 1984, S. 76. bezeichnet wird. Dabei ist längst nicht alles von ihm veröffentlicht worden, seine letzten Gedichte, deren Umfang mit 10.000 Seiten beziffert wird, werden als Manuskript im Estnischen Literaturmuseum aufbewahrt.Endel Priidel: Produktiivne kirjamees Anton Suurkask, in: Ders.: Viljandi ja kirjamehed. Tallinn: Eesti Raamat 1971, S. 87.

Literatur zum Autor H. Paukson: Kuus luuletiskogu, in: Eesti Kirjandus 11/1933, S. 550–551. Endel Priidel: Produktiivne kirjamees Anton Suurkask, in: Ders.: Viljandi ja kirjamehed. Tallinn: Eesti Raamat 1971, S. 85–89.

Weblinks (estnisch) Anton Suurkask in der estnischen Personendatenbank ISIK

Einzelnachweise

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