mini|Aloys von Orelli Aloys von Orelli (* 18. Januar 1827 in Zürich; † 31. Januar 1892 ebenda) war ein Schweizer Rechtswissenschaftler.

Leben Aloys von Orelli wurde als Sohn des Bankiers Johannes von Orelli und der Dorothea geb. Escher geboren. Er war der Enkel des Johann Conrad Escher. 1857 heiratete er Pauline Hortense Escher, die Tochter des Oberstleutnants Heinrich Escher.

Orelli studierte Jura in Zürich und Berlin und promovierte 1849. Anschliessend setzte er seine Studien in Frankreich und England fort.

Seine akademische Laufbahn begann Orelli 1853 als Privatdozent an der Universität Zürich. Von 1858 bis 1864 und erneut von 1871 bis 1873 war er ausserordentlicher Professor, bevor er 1873 zum ordentlichen Professor ernannt wurde, insbesondere für deutsches Recht. Sein Forschungsschwerpunkt lag auf dem bis dahin vernachlässigten Privatrecht und dem neu entstehenden Urheberrecht. Zu seinen Schriften zählen Die Familie im deutschen und schweizerischen Recht (1859) und Der internationale Schutz des Urheberrechtes (1887).

Von 1862 bis 1869 war Orelli als Oberrichter tätig. Von 1869 bis 1878 war er als konservativer Abgeordneter Mitglied des Zürcher Kantonsrates. 1877 wurde er zum Präsidenten des Schweizerischen Juristenvereins gewählt.

Er wurde zum Ritter des Ordens der italienischen Krone ernannt.

Schriften (Auswahl) Quibus modis usufructus petatur. Berlin 1849. Die Jury in Frankreich und England. Ein Beitrag zur Reform der Zürcherischen Strafrechtspflege. Zürich 1852. Studien über den gerichtlichen Eid. Zürich 1858. Der internationale Schutz des Urheberrechtes. Hamburg 1887, .

Literatur

Weblinks

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