Der Windpark Rothselberg ist ein Windpark auf dem Gebiet der Gemeinde Rothselberg und Kreimbach-Kaulbach im Landkreis Kusel. Er besteht aus 11 Windkraftanlagen der Hersteller Enercon und Vestas und weist eine Gesamtleistung von 37,5 MW auf. Die ersten Anlagen wurden im Jahr 2000 errichtet, im Jahr 2014 folgte ein umfassendes Repowering sowie der Bau weiterer Anlagen.

Lage Der Windpark befindet sich südlich des Ortes Rothselberg im deutschen Bundesland Rheinland-Pfalz auf einer unbewaldeten Anhöhe des Nordpfälzer Berglands, auf bis zu . Acht Anlagen stehen auf Rothselberger, drei auf Kreimbach-Kaulbacher Gemarkung. Nächstgelegene Straßenanbindung ist die westlich des Geländes verlaufende L 372. Angrenzend zum Windpark Rothselberg, aber betrieblich von ihm getrennt, stehen im benachbarten Kollweiler im Landkreis Kaiserslautern zwei weitere Windkraftanlagen.

Nächstgelegene Städte sind die Kreisstadt Kusel 15 km westlich und Kaiserslautern 15 km südöstlich.

Geschichte Die ersten sechs Anlagen des Windparks wurden im Jahr 1999 durch die Windpark Westpfalz GmbH auf Rothselberger Gemarkung errichtet. Dabei handelte es sich um das Modell ENERCON E-40/5.40 des deutschen Herstellers Enercon. Dieser Anlagentyp verfügte über eine Nennleistung von 500 kW bei einer Nabenhöhe von 65 m und einem Rotordurchmesser von 40 m. 2003 wurde der Windpark dann durch denselben Betreiber zum ersten Mal erweitert, wobei drei Anlagen des Typs ENERCON E-66/18.70 desselben Herstellers installiert wurden. Diese hatten eine Gesamthöhe von 133 m bei einer Nabenhöhe von 100 m.

Nach 15 Jahren Betriebszeit wurde 2014 im Windpark ein erstes Repowering durchgeführt. Dabei wurden die sechs Anlagen des Typs ENERCON E-40/5.40 abgebaut und durch vier Anlagen des Typs ENERCON E-101 ersetzt. Jede dieser Anlagen hat eine Nennleistung von 3,05 MW bei einer Nabenhöhe von 149 m, womit jede einzelne so viel Nennleistung aufweist wie alle sechs alten Anlagen zusammen. Zusätzlich wurde der Windpark nach Nordosten hin um weitere vier Anlagen desselben Typs erweitert, von denen drei auf der Gemarkung des benachbarten Ortes Kreimbach-Kaulbach stehen. Ausführendes Unternehmen bei Planung und Errichtung war der Projektierer Juwi aus Wörrstadt. Die vier Anlagen, die die sechs Altanlagen ersetzen, gingen Ende 2014 ans Netz, die vier Anlagen der Windparkerweiterung im Frühjahr 2015. Dieser Teil wird nach der südlich gelegenen Bergspitze auch als Windpark Galgenberg bezeichnet.

Ein weiteres Repowering folgte im Jahr 2019. Hierbei wurde eine der ENERCON E-66/18.70 nach 16 Betriebsjahren demontiert. Die noch funktionsfähige Gondel und die Rotorblätter wurden für den Weiterbetrieb abmontiert. Da der Turm dieser Anlage aus Ortsbeton bestand, musste dieser an Ort und Stelle gesprengt werden. Die Sprengung fand am 9. Mai 2019 statt. Am Standort der Altanlage wurde eine Anlage vom Typ Vestas V126-3.45MW mit einer Nennleistung von 3,45 MW und einer Nabenhöhe von 149 m errichtet. Diese ging im Januar 2020 offiziell in Betrieb.

Windkraftanlagen Typ Leistung Nabenhöhe Rotor-durchmesser Gesamthöhe Anzahl Baujahr Projektierer Betreiber Abbau ENERCON E-40/5.40 500 kW 65 m 40 m 85 m 6 1999 Windpark Westpfalz GmbH Windpark Westpfalz RMG Risk Management GmbH & Co. KG 2014 (Repowering) ENERCON E-66/18.70 1.800 kW 100 m 66 m 133 m 1 2003 Windpark Westpfalz GmbH Windpark Westpfalz RMG Risk Management GmbH & Co. KG 2019 (Repowering) ENERCON E-66/18.70 1.800 kW 100 m 66 m 133 m 2 2003 Windpark Westpfalz GmbH Windpark Westpfalz RMG Risk Management GmbH & Co. KG 2019 (Repowering) ENERCON E-101 3.050 kW 149 m 101 m 199,5 m 4 2014 juwi AG ENERCON E-101 3.050 kW 149 m 101 m 199,5 m 4 2015 juwi AG Vestas V126-3.45MW 3.450 kW 149 m 126 m 212 m 1 2019 Windpark Westpfalz RMG Risk Management GmbH & Co. KG

Siehe auch Liste von Windkraftanlagen in Rheinland-Pfalz

Einzelnachweise

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