mini|hochkant|Tatjana Bakaltschuk (2024) Tatjana Wladimirowna Kim, zeitweilig Tatjana Wladimirowna Bakaltschuk (, Geburtsname Kim; * 16. Oktober 1975 in der Oblast MoskauMikhail Zygar: Russland: Wie ein Ehedrama zu einem Krieg im Kaukasus führen könnte. In: spiegel.de, 28. September 2024.), ist eine russische Unternehmerin. Sie ist die Gründerin und Geschäftsführerin des Onlineversandhändlers Wildberries. Ihr Vermögen wurde Anfang 2021 von Forbes auf 13 Milliarden US-Dollar geschätzt, womit sie die reichste Frau Russlands ist.

Leben Kim gehört der ethnischen Minderheit der Korjo-Saram (Russlandkoreaner) an. Sie studierte an der Universität Kolomna und arbeitete danach als Englischlehrerin. Im Jahr 2004, mit 28 Jahren, gründete sie Wildberries im Mutterschaftsurlaub aus ihrer Moskauer Wohnung mit Ersparnissen von 700 US-Dollar. Im Jahr 2019 wurde der Wert des Unternehmens auf eine Milliarde US-Dollar geschätzt, was Kim nach Jelena Baturina zur zweiten Frau in Russland machte, die Milliardärin wurde.

Kim ist Mutter von sieben Kindern und war mit Wladislaw Bakaltschuk verheiratet. 2024 kam es zur Scheidung. Wegen Korruption und der Wichtigkeit des Zahlungssystems des Unternehmens – zur Umgehung von SWIFT – mischte sich die Politik ein.Denis Morochin: «Бакальчук и какие-то решалы из 1990-х, которые делят вещевой рынок.» novayagazeta.eu, 24. Juli 2024. Im September 2024 ereignete sich im Wildberries-Hauptquartier in Moskau ein tödlicher Zwischenfall: Es war zu einem Schusswechsel zwischen Wachleuten und bewaffneten Angreifern gekommen. Neben Kims Ex-Mann war indirekt auch Tschetscheniens Präsident Ramsan Kadyrow in den Vorfall verstrickt; Hintergrund war ein Machtkampf um die Rechte an dem Konzern.

Ukraine-Krieg seit 2022

Im Juli und August 2026 zerstörte die Ukraine mittels Drohnen mehrere Wildberries-Lager, was Schäden in Milliardenhöhe vor allem auch bei Anbietern auf der Wildberries-Plattform bis hin zum vollständigen Ruin verursachte. Nach Schätzungen von Wirtschaftsanalysten hat Wildberries durch die Angriffe bisher etwa 20 Prozent seiner Lagerkapazitäten verloren. Dabei sei ein Schaden bis Anfang August 2026 von 280 Milliarden Rubel (etwa 3 Milliarden Euro) entstanden.

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