thumb|Hosea und Gomer in einer Bibelillustration aus dem 14. Jahrhundert
Gomer war die Frau des biblischen Propheten Hosea. Der Prophet erhält gleich zu Beginn des Buches von Gott den Auftrag eine Hure zu heiraten, was als Zeichenhandlung für die Untreue des Volks dienen soll:
Gomer könnte eine Tempeldirne gewesen sein. Hierbei handelte es sich um eine spezielle Form der Prostitution, die im Tempel eines heidnischen Fruchtbarkeitskults stattfand. Durch das mosaische Gesetz war Tempelprostitution in Israel verboten () und dient so in besonderer Weise als Bild für die Sünden, besonders des Nordreichs Israel und seiner herrschenden Dynastie. Auch die Namen ihrer Kinder sind als Zeichen zu verstehen. So bedeutet der Name der Tochter, Lo-Ruhama, „Kein-Erbarmen“ und des jüngsten Sohnes, Lo-Ammi, „Nicht-mein-Volk“.Stuttgarter Erklärungsbibel. 2. Auflage. Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart 1992, ISBN 3-438-01121-2, S. 1082 und Sacherklärung Tempeldirne
Einzelnachweise
Kategorie:Geschichte der Prostitution Kategorie:Person im Tanach