Das Centre for Humanitarian Action (CHA) ist eine 2018 in Berlin gegründete Denkfabrik (Selbstbezeichnung: Think Tank) zu Fragen deutscher und internationaler humanitärer Hilfe. Das CHA war zunächst Teil der Maecenata Stiftung und ist seit Ende seiner Startphase am 30. Juni 2021 eine eigenständige Institution und Rechtsträgerin. Die Gründungsfeier zum CHA e.V. fand im Januar 2021 statt. Institutionelle Träger sind die deutschen humanitären Organisationen Ärzte ohne Grenzen, Caritas International, Diakonie Katastrophenhilfe und das Deutsche Rote Kreuz. Unterstützer sind zudem die Hilfsorganisationen Islamic Relief, Help, Aktion gegen den Hunger, Oxfam und das International Rescue Committee, seit 2023 die NRC Flüchtlingshilfe sowie Save the Children Deutschland, die Johanniter International Assistance und das Danish Refugee Council (DRC) seit 2024.

Geschichte und Aufgabenfelder Das 2018 gegründete CHA gilt als der erste deutsche Thinktank für humanitäre Hilfe und ist eine Initiative (s. o.) verschiedener deutscher humanitärer Organisationen, um sich für Analyse und Kritik im Sinne der vier humanitären Prinzipien Menschlichkeit, Unparteilichkeit, Unabhängigkeit und Neutralität einzusetzen., abgerufen am 2. September 2022 Diese Prinzipien seien bedroht, der Bedarf an humanitärer Hilfe habe weltweit rapide zugenommen, die deutsche Zivilgesellschaft müsse sich stärker an den grundsätzlichen Debatten beteiligen, „und damit einen Beitrag zur Wahrnehmung von Deutschlands Verantwortung in der Welt leisten“, sagte der Vorsitzende der Maecenata Stiftung, Rupert Graf Strachwitz 2018 bei der Berufung des CHA-Gründungsdirektors. Deutschland ist weltweit eines der größten Geberländer humanitärer Hilfe, steht hinsichtlich der Ausrichtung seines Engagements, der Professionalität seiner humanitären Strukturen und der fachlichen Expertise des Personals aber auch in der Kritik.

Das Centre arbeitet seit Herbst 2025 unter dem Megathema "Contested Aid" zu den Kernprojekten 1. Aid Antagonists and Strategic Capacities of German Aid Organisations, 2. Donor Accountability in Contested Times und 3.Towards Local Leadership: The Role of Locally Led Intermediary Funding Mechanisms. Frühere und weiterhin aktive Themen sind: Deutsche und europäische humanitäre Hilfe, Reform der humanitäre Hilfe und internationalen Zusammenarbeit, Lokalisierung, Klimawandel und humanitärer Wandel, Humanitäre Innovation und Digitalisierung, Humanitarian-Development-Peace Nexus (Triple Nexus), Shrinking Humanitarian Space und setzt dabei die drei Schwerpunkte Analyse und Reflexion, Debatte und policy engagement und Vermittlung.

Das CHA wendet sich mit eigenen Publikationen und externen Medienbeiträgen sowohl an eine wissenschaftliche und Fach- als auch an die allgemeine Öffentlichkeit. Zudem werden Veranstaltungen, informell und vertraulich für CHA Mitglieder, als auch öffentlich, wie die jährliche CHA Konferenz ausgerichtet. Zusammen mit dem Institut für Friedenssicherungsrecht und humanitäres Völkerrecht (IFHV) betreibt das CHA The Humanitarian Blog. Das CHA ist auch mit Politikern und Politikerinnen des Deutschen Bundestages zu Fragen der humanitären Hilfe beratend im Gespräch.

Das CHA beschäftigt im Jahre 2026 zehn Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen. Gründungsdirektor und Leiter des CHA ist der ehemalige WFP-Deutschland-Chef und WHO-Pressesprecher Ralf Südhoff. Die Organisation ist eine eigenständige Rechtsträgerschaft und hat dafür Anfang 2021 einen Trägerverein gegründet.

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Einzelnachweise

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