Meredith Anne Gardner (* 29. Juni 1961 in Toronto, Ontario) ist eine ehemalige kanadische Freestyle-Skierin. Gardner startete in allen Disziplinen und hatte ihre Stärken im Aerials (Springen) und in der Kombination. Sie gewann zwei Bronzemedaillen bei Weltmeisterschaften und zweimal die Aerials-Disziplinenwertung sowie 19 Einzelwettkämpfe im Weltcup.
Biografie Sportliche Laufbahn Meredith Gardner gab am 16. Januar 1982 in Calgary ihr Debüt im Freestyle-Skiing-Weltcup und startete von Anfang an allen Disziplinen. In ihrer zweiten Saison gewann sie regelmäßig Weltcup-Punkte und klassierte sich sowohl im Gesamtweltcup als auch in Kombinations- und Aerials-Disziplinenwertung unter den besten zehn. Im Januar 1984 schaffte sie als Dritte in der Kombination von Stoneham ihren ersten Podestplatz. Sechs Wochen später gelang ihr dies auch im Aerials auf dem Hochkar. Im Gesamtweltcup und in der Kombinationswertung verbesserte sie sich jeweils auf Rang drei, in der Moguls-Wertung verzeichnete sie als Zwölfte ihr Karrierehoch.
In der Saison 1984/85 trat Gardner in die Fußstapfen ihrer zurückgetretenen Landsfrau Marie-Claude Asselin und gewann sechs Aerials-Wettkämpfe, den ersten gleich zum Saisonauftakt in Tignes. Damit entschied sie die Disziplinenwertung klar für sich und musste sich im Gesamtweltcup nur der überragenden Conny Kissling geschlagen geben. Bei den kanadischen Meisterschaften gewann sie die Titel in ihren beiden Paradedisziplinen. Im Dezember 1985 gewann sie erstmals eine Kombination. Bei den ersten Weltmeisterschaften in Tignes holte sie im Aerials die Bronzemedaille, in der Kombinationswertung schrammte sie als Vierte nur knapp an einer weiteren Medaille vorbei. Die folgende Saison musste sie verletzungsbedingt vorzeitig beenden.
1987/88 feierte Gardner acht Siege und wurde mit neun weiteren Podestplätzen erneut Gesamtweltcup-Zweite hinter Kissling. Zudem gewann sie zum zweiten Mal die Aerials-Disziplinenwertung. In Lake Placid gelang ihr der einzige Buckelpisten-Podestplatz ihrer Karriere. Zu den Demonstrationswettbewerben im Rahmen der Olympischen Spiele in Calgary trat sie nicht an. Nach ihrem ersten und einzigen Ballett-Podestplatz gewann sie bei den Weltmeisterschaften am Oberjoch in der Kombination die Bronzemedaille. Den Gesamtweltcup schloss sie zum dritten Mal auf Rang zwei ab und beendete nach über 200 Weltcup-Teilnahmen ihre Karriere.
Weitere Karriere Nach ihrem Karriereende im Jahr 1989 war Meredith Gardner Botschafterin des Sportprogramms Athlete Motivation for Excellence der Regierung ihrer Heimatprovinz Ontario. In dieser Funktion hielt sie Vorträge in mehr als 100 Schulen. Von 1989 bis 1992 war sie Trainingskoordinatorin im kanadischen Freestyle-Verband und leitete ein weihnachtliches Freestyle-Hochleistungscamp. Später gründete die Owens Corning Freestyle League (OCFL) und entwickelte dabei ein Konzept für den Freestyle-Einstieg von Kindern im Alter von sechs bis 13 Jahren. Gardner studierte bis 1992 Journalismus am Humber College in Toronto und war danach zunächst in der Sport- und Nachrichtenproduktion tätig. Zehn Jahre lang wirkte sie als Moderatorin und Produzentin lokaler und nationaler Mediennetzwerke.
Erfolge Weltmeisterschaften Tignes 1986: 3. Aerials, 4. Kombination, 14. Moguls, 22. Ballett Oberjoch 1989: 3. Kombination, 6. Ballett, 14. Moguls, 18. Aerials
Weltcupwertungen Saison Gesamt Aerials Moguls Ballett Kombination Platz Punkte Platz Punkte Platz Punkte Platz Punkte Platz Punkte 1983 8. 12 10. 20 18. 6 13. 15 6. 12 1984 3. 18 4. 54 12. 10 11. 16 3. 31 1984/85 2. 27 1. 84 14. 17 7. 38 2. 42 1985/86 3. 24 3. 62 15. 7 8. 26 2. 28 1986/87 21. 6 16. 8 22. 1 12. 14 5. 13 1987/88 2. 29 1. 80 15. 16 6. 52 2. 52 1988/89 2. 26 4. 68 15. 9 5. 58 3. 48
Weltcupsiege Gardner errang im Weltcup 64 Podestplätze, davon 19 Siege:
Datum Ort Land Disziplin 13. Dezember 1984 Tignes Frankreich Aerials 21. Januar 1985 Lake Placid USA Aerials 27. Januar 1985 Breckenridge USA Aerials 2. Februar 1985 La Sauze Frankreich Aerials 21. Februar 1985 Kranjska Gora Jugoslawien Aerials 3. März 1985 Oberjoch Deutschland Aerials 18. März 1985 La Clusaz Frankreich Aerials 13. Dezember 1985 Tignes Frankreich Kombination 2. März 1986 Oberjoch Deutschland Aerials 10. Januar 1988 Mont Gabriel Kanada Aerials 17. Januar 1988 Lake Placid USA Aerials 17. Januar 1988 Lake Placid USA Kombination 31. Januar 1988 Inawashiro Japan Kombination 8. Februar 1988 Madarao Japan Aerials 12. März 1988 La Clusaz Frankreich Aerials 20. März 1988 Meiringen-Hasliberg Schweiz Aerials 20. März 1988 Meiringen-Hasliberg Schweiz Kombination 11. Dezember 1988 Tignes Frankreich Kombination 12. Februar 1989 La Clusaz Frankreich Kombination
Weitere Erfolge 3 kanadische Meistertitel (Aerials 1985, Kombination 1985 und 1986)Freestyle Canada (Hrsg.): Canadian Freestyle Ski Team 04-05 Guide. Vancouver 2004, S. 44 (englisch). 2 Siege und 9 weitere Podestplätze im World Cup Grand Prix
Auszeichnungen 1988: International Freestyle Skier of the Year (Ski Racing Magazine) 1995: Aufnahme in die Canadian Ski Hall of Fame
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Freestyle-Skier (Kanada) Kategorie:Kanadischer Meister (Freestyle-Skiing) Kategorie:Kanadier Kategorie:Geboren 1961 Kategorie:Frau