Leningrad ist ein Lied des US-amerikanischen Singer-Songwriters Billy Joel. Joel komponierte und textete den Song; produziert wurde die Aufnahme von Mick Jones. Erschienen ist der Song auf seinem elften Studioalbum Storm Front und wurde von Columbia Records als Single ausgekoppelt. Das Lied paraphrasiert im Intro und am Schluss ein Thema aus Tschaikowskys Violinkonzert in D-Dur.Leningrad - Billy Joel bei whosampled, abgerufen am 6. November 2025
Aspekte Billy Joel schrieb Leningrad nach der Begegnung mit einem russischen Clown namens Viktor Razinow 1987 während seiner Tournee in der Sowjetunion. Das Lied vergleicht wichtige Zeitabschnitte aus Joels und Razinows Leben, um die kulturellen Unterschiede und Ähnlichkeiten zwischen den Vereinigten Staaten und der Sowjetunion aufzuzeigen.Leningrad - Billy Joel bei ardaudiothek.de, abgerufen am 21. August 2021.
In dem Lied beschreibt Joel Razinows Leben als eines der vielen sowjetischen Kinder, die ihren Vater während der Belagerung von Leningrad im Zweiten Weltkrieg verloren hatten. Joel nahm sich dabei aus künstlerischen Gründen Freiheiten heraus, indem er Viktors Geburtstag auf das Jahr 1944 vorverlegte, um in der Geschichte des Liedes von einem Vaterverlust bei der Belagerung der Stadt erzählen zu können. Razinow sei Soldat in der Roten Armee geworden, habe viel Wodka getrunken, um seinen Schmerz zu lindern und sei nach seiner Dienstzeit Zirkusclown geworden, um russische Kinder glücklich zu machen.Songtext in Deutsch bei songtexte.com, abgerufen am 21. August 2021. Joel beschrieb sein eigenes Leben in dem Lied unter anderem mit I was born in '49. A cold war kid in McCarthy time. Er erwähnt sein Aufwachsen in Levittown und seine damalige Angst vor der Kuba-Krise. Er bezieht sich im Liedtext auch auf die Kriege in Korea und Vietnam.
Am Ende des Liedes beschreibt Joel, wie er und Razinow sich getroffen hätten, nachdem letzterer Russland durchquert hatte, um alle sechs Konzerte Joels in seiner Heimat zu besuchen. Razinow brachte Joels damals einjährige Tochter Alexa zum Lachen. In der letzten Zeile singt Joel bezugnehmend We never knew what friends we had / Until we came to Leningrad.
Im Musikvideo spielt Joel das Lied auf seinem Klavier, während zwischendurch abwechselnd Bilder aus der Sowjetunion und den USA zu sehen sind. Joel und Razinow sind am Ende des Clips zusammen zu sehen.
2015 besuchte Razinow nach Jahren wieder ein Konzert von Joel im Madison Square Garden.
Inhalt Der Liedtext zu Leningrad ist in englischer Sprache verfasst. Das Tempo ist mit 70 Schläge pro Minute moderat. Die Tonart ist D-Dur.
Mitwirkende Gesang – Billy Joel Songwriting – Billy Joel Produktion – Mick Jones
Titelliste Maxi-Single Leningrad – 4:03 The Times They Are a-Changin’ [Live] – 2:12 Uptown Girl (Live) – 2:58 Back in the U.S.S.R. [Live] – 2:36
Chartplatzierungen
Weblinks
Songtext in Deutsch Viktor aus Billy Joels „Leningrad“: „Ich weine um mein Land“ – RedaktionsNetzwerk Deutschland (16. August 2022)
Einzelnachweise
Kategorie:Lied 1989 Kategorie:Antikriegslied Kategorie:Rocksong Kategorie:New-Wave-Song Kategorie:Billy-Joel-Lied Kategorie:Lied von Billy Joel