Shitan () ist eine Landgemeinde () im Landkreis Miaoli in der Republik China (Taiwan).

Lage Shitan liegt zentral im Landkreis Miaoli. Das Gebiet hat ungefähr die Form eines nach Nordnordost langgestreckten Rechtecks mit den Abmessungen 18 × 4 km. Etwa vier Fünftel der Gemeinde bestehen aus Berg- und Hügelland, das Höhen von 300 bis 1000 Metern erreicht. Entlang der Längsachse Shitans liegt ein Tal, das im Osten und Westen von Bergen gesäumt ist. Im Osten an der Grenze zur Nachbargemeinde Tai’an ist dies das Baguali-Gebirge (), das Höhen von 900 bis 1000 Metern erreicht; im Westen erreichen die Berge Höhen von etwa 500 bis 600 Metern.

Die Südgrenze Shitans ist der Wenshui-Fluss (). Die angrenzenden Gemeinden sind Tai’an im Südosten, Nanzhuang im Osten, Sanwan im Norden, Touwu im Nordwesten, Gongguan im Südwesten und Dahu im Süden.

In Shitan herrscht ein subtropisches Seeklima mit nordöstlichen Winden im Winter und südwestlichen Winden im Sommer. Die jährliche durchschnittliche Niederschlagsmenge liegt bei 2200 mm.

Geschichte Zum Ortsnamen () gibt es die Vermutung, dass dieser sich von der Form eines Bergrückens an der Grenze der Dörfer Yongxing und Baishou ableitet, der aus der Ferne an einen Löwen () erinnert, der seinen Kopf in einen dort gelegenen Teich neigt.

Die ursprünglichen Bewohner der Gegend waren austronesische indigene Völker. Ab der Herrschaftszeit Tongzhis (1851–1875) setzte eine umfangreiche Einwanderung von Han-Chinesen (vorwiegend Hakka) ein. Zur Zeit der japanischen Herrschaft über Taiwan (1895–1945) war Shitan ab 1920 ein Dorf (, japan. Shō, Pinyin Zhuāng) in der Präfektur Shinchiku. Nach der Übernahme Taiwans durch die Republik China 1945 wurden die japanischen Verwaltungseinheiten beibehalten und umbenannt. Shitan wurde eine Landgemeinde (), anfänglich im Landkreis Hsinchu, dann ab 1950 im neu gebildeten Landkreis Miaoli.

Bevölkerung Die Mehrheit der Bewohner (etwa 90 %) gehört der Hakka-Volksgruppe an. Angehörige indigener Völker machen einen Anteil von etwa 3,7 % aus (Ende 2019 156 Personen). Sie gehören überwiegend der Ethnie der Saisiyat an und wohnen mehrheitlich (ca. 3/4) im Dorf Baishou. Shitan zählt zu den Regionen der indigenen Völker Taiwans, in denen diese eine besondere Förderung erfahren sollen. Gliederung Shitans140px

Verwaltungsgliederung mini|Gemeindebüro Shitan ist in 7 Dörfer () untergliedert. Das Verwaltungszentrum befindet sich im Dorf Xindian.

Wirtschaft mini|Straße in den Bergen von Shitan Shitan ist landwirtschaftlich geprägt. Während früher überwiegend Reis angebaut wurde, wird die Landwirtschaft in neuerer Zeit zunehmend auf vielfältige Spezialprodukte umgestellt. Dies sind Pfirsiche, Erdbeeren, Zitrusfrüchte (Tankan (Citrus tankan), Ponkan, Mandarinen), Tee, Pflaumen, Kakis, Platostoma palustre und Bambussprossen. Auch Seidenraupenzucht wird betrieben.

Verkehr Größte Straße ist die Provinzstraße 3, die entlang der Längsachse Shitans von Südwesten nach Nordosten führt. Von der Provinzstraße 3 zweigen drei weitere Straßen ab: an der Südgrenze Shitans die Provinzstraße 6 (entlang des Wenshui-Flusses nach Westen), im Zentrum die Kreisstraße 124 (nach Osten) und im Norden die Kreisstraße 126 (nach Westen).

Besonderheiten, Tourismus Shitan bietet sich vor allem für den Naturtourismus an. An verschiedenen Orten kann die Kirschblüte erlebt werden. Überregional bekannt ist der in schöner Berglandschaft gelegene taoistische Xianshan-Lingdong-Tempel (, ).

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Einzelnachweise

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