mini|Kopf der Zeitschrift Der Sammler mini|hochkant|Logo des Verlags Anton Strauß Der Sammler war eine Zeitschrift, die vom Januar 1809 bis zum 30. Dezember 1846 in Wien erschienen ist.Unter dem gleichen Titel (allerdings mit dem Untertitel „Ein Blatt zur Unterhaltung und Belehrung“ bzw. später – z. B. 1879 – „Belletristische Beilage zur Augsburger Abendzeitung“) erschien von 1831 bis zur Einstellung des Blattes zum 31. Dezember 1934 die wichtigste Beilage der Augsburger Abendzeitung. Der Untertitel Ein Unterhaltungsblatt (ab 1840 Ein Unterhaltungsblatt für alle Stände) erschien nur auf dem Jahrestitelblatt, das bis 1841 auch das Logo des Verlages Anton Strauß trug.

Der Zeitungskopf zeigt zwei Sphingen (Symbole der Rätselhaftigkeit, der Gefährlichkeit des Weiblichen sowie dämonischer Mächte, aber auch von Stärke und Weisheit), die einer von zwei Schlangen (in der Heraldik Symbol der Unsterblichkeit und des ewigen Lebens) gehaltenen Urne (aus der Antike stammendes Grabschmuckmotiv, ursprüngl. Gefäß für die Wegzehrung des Toten; auch auf christl. Grabmälern häufig verwendetes Symbol für Tod und Vergänglichkeit) zugewandt sind, aus der eine Flamme züngelt (Symbol für Vergänglichkeit und Feuerbestattung).Anett Beckmann: Mentalitätsgeschichtliche und ästhetische Untersuchungen der Grabmalsplastik des Karlsruher Hauptfriedhofes. Universitätsverlag Karlsruhe 2006, S. 119 (Buchvorschau bei Google Books); Henning Winter: Die Architektur der Krematorien im Deutschen Reich 1878-1918. Röll, Dettelbach 2001, S. 94 (Buchvorschau bei Google Books). Auf der Urne dargestellt ist ein sitzender, bärtiger, halbnackter Mann mit Sense und Laterne (Symbol für den Sensenmann mit Anklang an einen griechischen Philosophen).

Der Name der Zeitschrift verweist auf deren ursprüngliche Idee:

Jede Nummer umfasste vier Seiten, die Erscheinungsweise war dreimal wöchentlich (dienstags, donnerstags und samstags) und ab 1840 zusätzlich auch montags. Im Konzept der Zeitschrift heißt es weiter:

Damit ähnelte Der Sammler sowohl hinsichtlich des Umfangs und der Aufmachung als auch des Inhalts wohl durchaus bewusst (deshalb der dezidierte Verweis auf den Wirkungskreis Wien bzw. Österreich) dem zwei Jahre zuvor in Stuttgart gegründeten Morgenblatt für gebildete Stände, das umgehend meldete:

Auf der letzten Seite der letzten Ausgabe des Sammlers erschien ein Schlußwort:

Weblinks Digitalisate von Der Sammler (ab Nr. 39/1809 bis 1846) bei ANNO Digitalisate von Der Sammler-Jahrgangsbänden bei Google Books: 2. Jg. (1810) 6. Jg. (1814) 10. Jg. (1818), Januar–Juni 16. Jg. (1824) 17. Jg. (1825) 18. Jg. (1826) 20. Jg. (1828) 21. Jg. (1829) 22. Jg. (1830), Juli–Dezember 25. Jg. (1833) Inhaltsübersicht der Jahrgänge 1809 bis 1812 auf den Seiten Die Spur der Romantik in Wien der Universität Wien

Einzelnachweise

Kategorie:Deutschsprachige Zeitschrift Kategorie:Zeitschrift (Wien) Kategorie:Erscheinen eingestellt 1846