Preunersfeld (oberfränkisch: Prainaschfel(d)J. Pfanner: Landkreis Pegnitz, S. 42. Dort nach den Regeln des HONB folgendermaßen transkribiert: „prainɒšfel(d)“.) ist ein Gemeindeteil des Marktes Schnabelwaid im Landkreis Bayreuth (Oberfranken, Bayern). Die Gemarkung Preunersfeld hat eine Fläche von 7,545 km². Sie ist in 596 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Fläche von 12659,04 m² haben. In ihr liegen neben dem namensgebenden Ort die Gemeindeteile Arnoldsreuth, Craimoos, Gößmannsreuth, Neumühle und Schmellenhof.

Lage Das Dorf liegt im nördlichen Teil der Fränkischen Alb und zweieinhalb Kilometer östlich der Ortsmitte von Schnabelwaid. Preunersfeld liegt nordöstlich des Flurgebietes Vogelrangen und am nordwestlichen Fuß des hohen 630 Meter hohen Preunersfelder Rangen. Der am Nordwestabhang dieses Berges entspringende Heroldsgraben durchfließt das Dorf, ist allerdings im nordwestlichen Teil des Ortes vollständig kanalisiert und überbaut. Im Norden von Preunersfeld liegt der Forst Thiergarten und im Süden das Waldgebiet Schnabelwaider Kütschenrain, an das sich ostwärts der Heinersreuther Forst anschließt. Eine Gemeindeverbindungsstraße führt nach Schnabelwaid zur Bundesstraße 2 (2 km westlich) bzw. nach Engelmannsreuth zur Staatsstraße 2120 (1,8 km östlich).

Geschichte Urkundlichen Erwähnungen von Preunersfeld in historischen Dokumenten waren: 1396/99: „das dorf Brünersveld“ 1398: „zu Prewnigsfelt“ 1413: „zu Breunsfeld“ 1468: „Prewnersuelt“ 1487: „von Brewnerßfellt durch das Krayenmoß auf den Rotmayn“ 1499: „Praunersfeltt“ 1557: „ein gut zu preunersfeldt“ Der Ortsname bedeutet „Zum Feld des Brūninc“.J. Pfanner: Landkreis Pegnitz, S. 42.

Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bestand Preunersfeld aus 14 Häusern und 10 Scheunen. Dazu gehörten 222 Tagewerk Acker, 98 Tagewerk Wiesen, 6 Tagewerk Gärten, 30 Tagewerk Weideflächen und 1 Tagewerk Wald. In der Fraisch unterstand Preunersfeld dem brandenburg-bayreuthischen Oberamt Pegnitz. Die Grundherren waren pfalz-neuburgisch.J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken, Bd. 4, Sp. 397.

Mit dem Gemeindeedikt wurde Preunersfeld dem 1812 gebildeten Steuerdistrikt Schnabelwaid und der wenig später gebildeten Ruralgemeinde Zips zugewiesen. Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurde Preunersfeld am 1. Mai 1978 nach Schnabelwaid eingegliedert.

Baudenkmäler In der Dorfstraße von Preunersfeld gibt es mit einem Wohnhaus und einem Wohnstallhaus zwei Baudenkmäler. Das Wohnhaus steht im westlichen Teil des Dorfes () und ist ein aus dem 18. Jahrhundert stammender zweigeschossiger Bau aus Sandsteinquadern mit Satteldach. Das Wohnstallhaus steht im Norden von Preunersfeld () und ist ein eingeschossiger Bau mit massivem Erdgeschoss, der mit „1858“ bezeichnet ist.

Einwohnerentwicklung Jahr 1799 1818 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987Einwohner 125 100 138 145 144 141 143 168 129 119 98HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. 1799 werden diese als Häuser bezeichnet, von 1871 bis 1987 als Wohngebäude. 14 25 26 25 26 26 30Quelle

Religion Preunersfeld ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Jakobus (Creußen) gepfarrt. Die Katholiken sind nach St. Vitus (Büchenbach) gepfarrt.

Literatur

Weblinks

Fußnoten

Kategorie:Ort im Landkreis Bayreuth Kategorie:Geographie (Schnabelwaid) Kategorie:Ersterwähnung 1396 Kategorie:Gemarkung im Landkreis Bayreuth