Unterhöhlmühle (oberfränkisch: de Unda-hölmlJ. Pfanner: Landkreis Pegnitz, S. 21. Dort nach den Regeln des HONB folgendermaßen transkribiert: „də undɒ hölml“.) ist ein Gemeindeteil der Stadt Pegnitz im Landkreis Bayreuth (Oberfranken, Bayern). Unterhöhlmühle liegt in der Gemarkung Lindenhardt.
Lage Die Einöde und ehemalige Wassermühle liegt im Norden der Fränkischen Alb am südlichen Rand des ausgedehnten Waldgebietes Lindenhardter Forst sowie am rechten Ufer der Fichtenohe, deren Wasserkraft einst für den Betrieb der ehemaligen Mühle genutzt wurde. Ein Wirtschaftsweg führt 150 Meter nördlich nach Oberhöhlmühle zur Staatsstraße 2184 bzw. 160 Meter nordwestlich direkt zur St 2184, die westlich nach Trockau und der Anschlussstelle 43 der Bundesautobahn 9 verläuft bzw. östlich nach Lindenhardt.
Geschichte Urkundlichen Erwähnungen von Unterhöhlmühle in historischen Dokumenten waren: 1366/68: „die mul zu der Helle“ 1411: „die Mühl zu der Helle“ 1424: „Johann Helmulner von Crewsen“ 1495: „Helmullner“ 1554: „Helmuel“ 1619: „vf der undern Holmühl ... auf der untern Höllmühl, sonsten Heczamühl genannt“
Der Ortsname bedeutet „Mühle in der Hölle“, womit der Talgrund der Fichtenohe gemeint ist.J. Pfanner: Landkreis Pegnitz, S. 21.
In der Fraisch unterstand Unterhöhlmühle bis 1780 dem brandenburg-bayreuthischen Oberamt Pegnitz, danach für kurze Zeit dem Oberamt Creußen. Von 1791/92 bis 1810 waren das preußische Justiz- und Kammeramt Pegnitz die übergeordneten Institutionen. Mit dem Gemeindeedikt wurde Unterhöhlmühle dem 1812 gebildeten Steuerdistrikt Lindenhardt und der wenig später gebildeten Ruralgemeinde Lindenhardt zugewiesen. Im Rahmen der Gebietsreform in Bayern wurde Unterhöhlmühle am 1. Mai 1978 in die Stadt Creußen eingegliedert.
Baudenkmäler Haus Nr. 3: Das Hauptgebäude der denkmalgeschützten Unterhöhlmühle ist ein zweigeschossiger Satteldachbau, dessen Erdgeschoss mit hochwertigen Sandsteinquadern gebaut ist, während das Obergeschoss in kostengünstigerer Fachwerkbauweise errichtet wurde. Das Bauwerk ist mit der Jahreszahl „1883“ bezeichnet.
Einwohnerentwicklung Jahr 1799 1818 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987Einwohner 8 7 6 6 8 7 3 2 1 0HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. 1799 werden diese als Häuser bezeichnet, von 1871 bis 1987 als Wohngebäude. 1 1 1 1 1 1 1Quelle J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken, Bd. 6, Sp. 791.
Religion Unterhöhlmühle ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Michael (Lindenhardt) gepfarrt. Die Katholiken sind nach St. Thomas von Aquin (Trockau) gepfarrt.
Literatur
Weblinks
Fußnoten
Kategorie:Geographie (Creußen) Kategorie:Einzelsiedlung im Landkreis Bayreuth Kategorie:Ersterwähnung 1366