Julius Meese (geboren vor 1833Gustav Luntowski: Lüneburgs Unternehmer im 19. Jahrhundert. Zur neueren Wirtschafts- und Sozialgeschichte einer Mittelstadt. In: Tradition: Zeitschrift für Firmengeschichte und Unternehmerbiographie, 11. Jahrgang, Heft 5. (Oktober 1966), S. 201–217 in OsnabrückHans Carl Scheibler, Karl Wülfrath (Hrsg.): Westdeutsche Ahnentafeln, Bd. 1, Weimar: Böhlau, 1939, S. 184; Carlo Eggeling: Lüneburger Eisenwerk meldet Insolvenz an auf der Seite der Landeszeitung für die Lüneburger Heide (LZ) vom 9. November 2017 gestorben 15. November 1884 in Hannover)Th. Peters (Red.): Zeitschrift der Vereines Deutscher Ingenieure, Jahrgang 29, Nummer 2 vom 10. Januar 1885, S. 21; Digitalisat über Google-Bücher war ein deutscher Unternehmer, Montanindustrieller und Hotelier.

Leben Julius Meese war der jüngste von mehreren Söhnen des Osnabrücker Kaufmannes und Kurzwarenhändlers Friedrich Meese (gestorben 9. November 1832). In Lüneburg gründete er gemeinsam mit seinem Vetter August Wellenkamp 1843 Vor dem Bardowiker Tore das Lüneburger Eisenwerk; gleich zu Beginn der Industrialisierung im Königreich Hannover das nach der Saline erste Lüneburger Großunternehmen.Gustav Luntowski: Die Industrie- und Handelskammern und die Entwicklung von Industrie, Handel und Verkehr im Regierungsbezirk Lüneburg. Festschrift zum 100jährigen Bestehen der Industrie- und Handelskammer für den Regierungsbezirk Lüneburg am 26. Mai 1966, Lüneburg: IHK, 1967, S. 38; 1847 überließ Meese das Eisenwerk dem ehemaligen Salinenkondukteur Wellenkamp.Adolf Brebbermann: Lüneburg in alten Ansichten, Bd. 2, Zaltbommel/Niederlande: Europäische Bibliothek, 1989, ISBN 978-90-288-4790-3; auf der Seite europese-bibliotheek.nl Im Juni desselben Jahres übernahm er von seinem Schwiegervater J. L. Gaffky den Gasthof zur Stadt CelleDeutsche Allgemeine Zeitung, Jahrgang 1847 (Nummer 179 vom 28. Juni 1847), S. 1600; Digitalisat über Google-Bücher in der Altstadt von Hannover, bevor er in bevorzugter Lage der Stadt das Hotel de Russie erwarb, das er dann mehr als zwei Jahrzehnte leitete.

1857 initiierte Meese die Gründung der Hannoverschen Eisengießerei und Maschinenfabrik (Hannoversche Eisengießerei; HEAG), an der sich dann die Eisengroßhandlung Franz Juncken und Companie (siehe Georg von Cölln) sowie das Bankhaus Ephraim Meyer & Sohn beteiligte.Waldemar R. Röhrbein: Hannoversche Eisengießerei und Maschinenfabrik. In: Stadtlexikon Hannover, S. 259Peter Schulze: Bankhaus Ephraim Meyer & Sohn. In: Stadtlexikon Hannover, S. 47

Im September 1865 nahm er an der 40. Versammlung der Versammlung Deutscher Naturforscher und Aerzte in der Residenzstadt Hannover teil.Carl Krause, Karl Karmarsch, W. Krause, Karl Kraut (Hrsg.): Amtlicher Bericht über die 40. Versammlung deutscher Naturforscher und Ärzte zu Hannover im September 1865, Hannover: Hahnsche Hofbuchhandlung, 1865, S. 23; Digitalisat über Google-Bücher

Anfang 1870 gründete Meese einen in den ehemals hannöverschen Forsten gelegenen Bergbaubetrieb, die Braunstein-Grube Ilfelds Mangan; der Betrieb In der Silberbach fand jedoch im Kriegsjahr 1871 „ein jähes Ende“.Jahrbuch des Halleschen Verbandes für die Erforschung der Mitteldeutschen Bodenschätze und Ihrer Verwertung, Bde. 4–7 (1924), S. 108;

Nach dem Krieg bewarb Meese 1872 erneut sein „neues“ Hotel de Russie „am Bahnhofsplatze“ in Hannover nun auch in der großen Ausgabe der Verkehrs-Informations-Zeitschrift Hendschel's Telegraph.Hendschel's Telegraph. Uebersicht der Eisenbahn-, Post-, Dampfschiff- und Telegraphen-Verbindungen, Frankfurt am Main: E. Hendschel, November–Dezember 1872, S. 401; Digitalisat über Google-Bücher

Julius Meese war Mitglied im Verein Deutscher Ingenieure (VDI). Dessen Vereinsorgan verkündete Anfang Januar 1885 den Tod ihres zuletzt als Rentier in Hannover lebenden Mitgliedes.

Münzsammlung Julius Meese war ein bekannter Münzsammler. Seine Sammlung von Goldmünzen von Ostfriesland, Stolberg und anderen Orten wurde später in auch im europäischen Ausland beachtete Auktionskataloge aufgenommen.Ewa Stoffel-Ożóg: Numizmatyka i medalierstwo. katalog dzieł ze zbiorów Biblioteki Uniwersyteckiej we Wrocławiu ( = Numismatics and medal art), in polnischer und englischer Sprache, Uniwersytet Wrocławski Numismatik Katalog, Wroclaw: Wydawn. Uniwersytetu Wroclawskiego, 1992, ISBN 83-229-0786-9, S. 457, 458; Vorschau über Google-Bücher Er starb nach 1920.Wilhelm Peßler: Die stadtgeschichtliche Abteilung des Vaterländischen Museums zu Hannover, in: Hannoversche Geschichtsblätter, Bd. 23 (1921), S. 1–28; hier: S. 24;

Einzelnachweise

Kategorie:Unternehmer (19. Jahrhundert) Kategorie:Unternehmer (Montanindustrie) Kategorie:Hotelier Kategorie:Person (Lüneburg) Kategorie:Unternehmer (Hannover) Kategorie:Münzsammler Kategorie:Mitglied der Gesellschaft Deutscher Naturforscher und Ärzte Kategorie:Person (Verein Deutscher Ingenieure) Kategorie:Mitte (Hannover) Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren im 19. Jahrhundert Kategorie:Gestorben 1884 Kategorie:Mann