Daniel Lindenschmid (* 5. Mai 1992 in NürtingenInternetseite von Daniel Lindenschmid) ist ein deutscher Politiker der Alternative für Deutschland (AfD). Seit 2021 ist er Abgeordneter im Landtag von Baden-Württemberg.
Leben Lindenschmid wuchs in Nürtingen und im benachbarten Frickenhausen auf. Er absolvierte die Realschule in Nürtingen und die IT-Schule in Stuttgart, die er mit der Fachhochschulreife und als Fachinformatiker für Systemintegration verließ.
Politik Lindenschmid trat 2013 im Gründungsjahr der AfD bei und kandidierte für die Partei bei der Landtagswahl in Baden-Württemberg 2016 im Landtagswahlkreis Nürtingen. Nach der Wahl wurde er persönlicher Referent im Landtagsbüro des AfD-Abgeordneten Lars Patrick Berg.Oliver Hillinger: Kandidatenportrait: Daniel Lindenschmid (AfD). Über Daniel Lindenschmid. In: Stuttgarter Zeitung vom 19. August 2017. Er kandidierte zudem 2017 im Bundestagswahlkreis Backnang – Schwäbisch Gmünd.
Bis 2018 war Lindenschmid stellvertretender LandesvorsitzenderJohanna Henkel-Waidhofer: Retourkutsche von rechts. In: Die Tageszeitung vom 17. August 2016. sowie Beisitzer im VorstandLandesvorsitzender der Jungen Alternative kündigt Austritt an. In: Eßlinger Zeitung vom 16. November 2018.Alfred Wiedemann: Verfassungsschutz-Beobachtung. Fünf Vorstände der AfD-Jugend treten zurück. In: Südwest Presse vom 17. November 2018. der Jungen Alternative Baden-Württemberg. 2019 wurde er in den Kreistag des Rems-Murr-Kreises In: service.rems-murr-kreis.de und in die Regionalversammlung des Verbandes Region Stuttgart gewählt. In: Verband Region Stuttgart
Lindenschmid wurde 2021 für den Landtagswahlkreis Backnang in den Landtag von Baden-Württemberg gewählt.Landtagswahl 2021 - Statistisches Landesamt Baden-Württemberg. In: statistik-bw.deGewählte Bewerber(innen) – Landtagswahl 2021. In: Statistisches Landesamt Baden-Württemberg Er ist dort Mitglied des Innenausschusses sowie Vorsitzender des Wahlprüfungsausschusses. Zwischen 2023 und 2025 beschäftigte er seinen AfD-Kreistagskollegen, den Lokführer Lars Haise, als Landtagsmitarbeiter. Lindenschmid war im Februar 2022 Mitglied der 17. Bundesversammlung zur Wahl des Bundespräsidenten.
Am 10. Januar 2023 wurde Lindenschmid zum Parlamentarischen Geschäftsführer der AfD-Landtagsfraktion gewählt. Er setzte sich gegen seinen Vorgänger in diesem Amt, Emil Sänze, durch.
Bei der Landtagswahl in Baden-Württemberg 2026 zog Lindenschmid über die Landesliste der AfD, auf der er Platz 4 belegte, wieder in den Landtag ein.https://wahlen.statistik-bw.de/ltw26/#id_66828689_d0b5_4840_8b0c_e84eca9c8995_11022
Geschichtsrevisionismus Der Fachinformatiker Lindenschmid äußert sich auffallend oft zu zeithistorischen Themen. Für das AfD-Bundestagswahlprogramm 2025 stellte Lindenschmid den Antrag „Ansehen des Kaiserreichs bewahren“. Dem deutschen Kaiser Wilhelm II und den Hohenzollern dürften, so Lindenschmid, nicht wie in der neueren zeithistorischen Forschung nachgewiesen eine Nähe zum Nationalsozialismus unterstellt werden.AfD Rems-Murr: Historische Rettungsmission – Lars Haise steht Kaiser Wilhelm bei. Adolf Hitler, so Lindeschmid, beim Besuch einer Schulklasse aus seinem Wahlkreis im Landtag, sei hingegen kein Rechter, sondern ein „Sozialist“ gewesen. Nach Einschätzung des Zeitungsverlags Waiblingen folge Lindenschmid mit dieser Erzählung einem gängigen Muster, um den zeitgenössischen Rechtsradikalismus, wie er auch in der AfD vertreten werde, vom historischen Nationalsozialismus reinzuwaschen. Es handele sich dabei um ein rein taktisches Manöver, um die Verbrechen des Nationalsozialismus faktenwidirig der politischen Linken zuzuordnen.Hitler-Unsinn im Landtag: Was AfD-Mann Lindenschmid Schülern erzählt haben soll.
Weblinks Internetseite von Daniel Lindenschmid Daniel Lindenschmid. In: kandidatencheck.swr.de, 2021
Einzelnachweise
Kategorie:AfD-Mitglied Kategorie:Mitglied der Jungen Alternative für Deutschland Kategorie:Landtagsabgeordneter (Baden-Württemberg) Kategorie:Politiker (21. Jahrhundert) Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1992 Kategorie:Mann Kategorie:Person des Geschichtsrevisionismus (deutscher Rechtsextremismus)