Hermann Arnold (* 24. März 1907 in Öhringen; † 22. Juli 1963) war ein deutscher Ministerialbeamter.
Leben und Tätigkeit
Er studierte an der Universität Tübingen und war seit 1927 Mitglied des Corps Franconia Tübingen.Kösener Corpslisten 1960, 127/898. Er übernahm 1933 als Verleger und Chefredakteur die Tageszeitung Hohenloher Bote.Handbuch der deutschen Tagespresse 5. Auflage 1934: Deutsches Reich - Württemberg Angesichts massiver Bedrängungen durch die Nationalsozialisten musste er 1934 den Verlag liquidieren. In der Folgezeit war er bis zum Kriegsende unter anderem für die Landwirtschaftsämter Brandenburg und Münster tätig. Von den Entnazifizierungsbehörden wurde er als unbelastet eingestuft.
Nach dem Zweiten Weltkrieg trat Hermann Arnold in den Staatsdienst beim Wirtschaftsministerium, dem heutigen Ministerium für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen ein. Dort wurde er im Jahre 1950 zum Ministerialdirigenten ernannt. Als solcher war er Leiter der Abteilung II/A (später III) (Gewerbliche Wirtschaft).Otto Lenz: Im Zentrum der Macht: das Tagebuch von Staatssekretär Lenz, 1951-1953. Droste, 1989, S. 566. 1951 beabsichtigte Hans Globke, ihn als Abteilungsleiter (Abteilung Z) in das Bundeskanzleramt zu holen, was nicht realisiert wurde.Bernhard Löffler: Soziale Marktwirtschaft und administrative Praxis, 2002, S. 317. 1951 war er auch für die Stelle des Staatssekretärs im Bundeswirtschaftsministerium im Gespräch.Kabinettsprotokoll der Sondersitzung der Bundesregierung am Dienstag, den 20. März 1951.
Als Abteilungsleiter im Wirtschaftsministerium NRW sprach er sich bereits 1958 für das Tragen von Sturzhelmen beim Motorradfahren aus.Wilhelm Tönnies: Die neuzeitliche Behandlung frischer Schädelhirnverletzungen, 2013, S. 32.
Hermann Arnold war bis zu seinem Tod Mitglied bzw. stellvertretender Vorsitzender mehrerer Aufsichtsräte.Zeitschrift für das gesamte Kreditwesen, Band 13, 1960, S. 263; Zeitschrift für Handelwissenschaftliche Forschung, 1962, S. 538. Im Alter von 56 Jahren starb er 1963.
Literatur Adreßbuch der Direktoren und Aufsichtsräte, 1958, S. 612. Die Kabinettsprotokolle der Landesregierung Nordrhein-Westfalen […] (4. Wahlperiode). Einleitung, Dokumente 1–132, Teil 1, Respublica-Verlag, 1999, S. 124.
Weblinks Biographie von Hermann Arnold beim Bundesarchiv
Einzelnachweise
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