Gavin Buchanan Ewart, FRSL (* 4. Februar 1916 in London; † 23. Oktober 1995 ebenda) war ein britischer Dichter, der unter anderem als 17-Jähriger 1933 mit „Phallus in Wonderland“ sein erstes Gedicht veröffentlichte und 1971 den Cholmondeley Award erhielt. Seine Gedichte waren bekannt für leichte, oftmals skurril bis freche Verse, die sich häufig mit sexuellen Themen befassten. Er schrieb aber auch Kindergedichte und Gedichte zu anderen Themen.

Leben mini|hochkant|Gedenkplakette an seinem Wohnhaus Kenilworth Court im Londoner Stadtteil Putney Gavin Buchanan Ewart, Sohn von George Arthur Ewart and Dorothy Hannah Turner Ewart, veröffentlichte bereits als 17-jähriger Schüler 1933 mit „Phallus in Wonderland“ sein erstes Gedicht. Nach dem Schulbesuch begann er ein grundständiges Studium am Christ’s College der University of Cambridge, das er 1937 mit einem Bachelor of Arts (B.A.) beendete. 1939 erschien sein erster Gedichtzyklus Poems and Songs. Ein postgraduales Studium am Christ’s College schloss er 1942 mit einem Master of Arts (M.A.) ab. Während des Zweiten Weltkrieges diente er in der Royal Artillery und nahm nach Kriegsende verschiedene Tätigkeiten auf, ehe er zwischen 1952 und 1971 als Werbetexter arbeitete.

Sein erst 1964 erschienener zweiter Gedichtband Londoners war im Allgemeinen ernster im Ton und zeigte Affinitäten zur Poesie von John Betjeman. Mit den darauf folgenden Gedichtbänden Pleasures of the Flesh (1966) und The Deceptive Grin of the Gravel Porters (1968) verfestigte er die charakteristischen Ansätze seiner Gedichte mit ihren leichten, oftmals skurril bis frechen Versen, die sich häufig mit sexuellen Themen befassten. Er vermischte Gedichte aus ernsthafter Autobiographie, sozialer Satire und sexuellem Humor. 1971 wurde er mit dem von der Society of Authors vergebenen Cholmondeley Award ausgezeichnet.Past winners of the Cholmondeley Awards in Society of Authors In späteren Gedichten wie „A strain of melancholy“ untersuchte er Themen wie Grausamkeit und Tod.

Daneben gab Ewart in Bänden wie The Learned Hippopotamus (1986) und Caterpillar Stew (1990) Gedichte für Kinder heraus, während Veröffentlichungen wie The Collected Ewart 1933–1980 (1980) und Collected Poems 1980–1990 (1991) Sammlungen seiner Gedichte enthielten. Er gab zudem mehrere Anthologien heraus, die neben eigenen Werken auch Gedichte von Autoren wie Zulfikar Ghose, B. S. Johnson und Philip Larkin enthielten. Er war Mitglied (Fellow) der Royal Society of Literature (FRSL).

Aus seiner 1956 geschlossenen Ehe mit Margaret Adelaide Bennett gingen ein Sohn und eine Tochter hervor.

Veröffentlichungen Poems and songs, 1939 Pleasures of the flesh, 1966 Two children. Poems, 1966 The deceptive grin of the gravel porters, 1968 Forty years on. An anthology of school songs, 1969 Twelve apostles, 1970 The Gavin Ewart show. Selected poems, 1939–1985, 1971 The select party. A poem, 1972 An imaginary love affair. Poems, 1974 Be my guest! Poems, 1975 Gavin Ewart, Zulfikar Ghose, B. S. Johnson, 1975 A question partly answered, 1976 No Fool Like an Old Fool. Poems (Gollancz poets), 1976 Or where a young penguin lies screaming. Poems, 1977 The first eleven. A collection of poems, 1977 All my little ones. The shortest poems of Gavin Ewart, 1978 The Batsford book of light verse for children, 1978 The Penguin book of light verse, 1980 Collected Ewart, 1933–1980, 1980 The new Ewart. Poems, 1980–1982, 1982 More little ones. Short poems, 1982 Capital letters, 1983 Other people’s clerihews, 1983 The Ewart quarto, 1984 A cluster of clerihews, 1985 The young pobble’s guide to his toes, 1985 The learnèd hippopotamus. Poems conveying useful information about animals, ordinary and extraordinary, 1986 The complete little ones. His shortest poems, 1986 Late pickings, 1987 Selected poems, 1933–1988, 1988 Penultimate poems, 1989 Poems from Putney, 1990 Collected Poems. 1980–1990, 1991 Caterpillar Stew. A Feast of Animal Poems, 1992 Like It Or Not, 1992 85 poems, 1993 posthum Selected Poems 1933–1993, 1996

Auszeichnungen 1971: Cholmondeley Award

Weblinks

Gavin Ewart in Encyclopædia Britannica (Onlineversion) Ewart, Gavin Buchanan in Who’s Who (Onlineversion) Gavin Ewart in The Poetry Foundation Veröffentlichungsnachweis (Open Library)

Einzelnachweise

Kategorie:Autor Kategorie:Literatur (20. Jahrhundert) Kategorie:Literatur (Englisch) Kategorie:Literatur (Vereinigtes Königreich) Kategorie:Lyrik Kategorie:Kinder- und Jugendliteratur Kategorie:Mitglied der Royal Society of Literature Kategorie:Absolvent der University of Cambridge Kategorie:Schriftsteller (London) Kategorie:Brite Kategorie:Geboren 1916 Kategorie:Gestorben 1995 Kategorie:Mann