mini|Dorfkirche Nowielin. Die Dorfkirche von Nowielin (bis 1945 Naulin) ist heute dem unbefleckten Herzen Unser Frau Mariens geweiht (Kościół filialny pw Niepokalanego Serca NMP). Bis 1945 fanden für die damalige deutsche Landbevölkerung evangelische Gottesdienste statt.
Baugeschichte Die Kirche stammt aus dem zweiten Drittel des 13. Jahrhunderts. Sie ist im frühgotischem Stil aus Granitquadern und etwas Backstein errichtet. Um 1500 wurde der Westturm aufgesetzt oder ausgebaut, mit vielen spätgotischem Backsteingliederungen, an Mauerecken und Fenstern und im Blendenschmuck der Westfassade.
Geschichte der Kirchgemeinde Der lange als evangelische Kirche genutzte BauHellmuth Heyden: Kirchengeschichte Pommerns. Teil (Band) 1: Von den Anfängen des Christentums bis zur Reformationszeit. 2. Auflage, Verlag R. Müller, Köln-Braunsfeld 1957, S. 66. von etwa 1280 stand unter dem jeweiligen Patronat der Gutsbesitzerfamilien. BekanntHans von Schack: Beiträge zur Geschichte der Grafen und Herren von Schack. I. Abschnitt: VII., Wilhelm Baensch Verlagsbuchhandlung, Berlin 1884, S. 101. wurde schon vor 1584 die Familie von Hagen, die von Naulin aus mit Biendorf auch ein Gut bei Dessau/ Land Anhalt bewirtschaftete.Ernst Schmidt: Die lutherische Schloßgemeinde zu Biendorf, 1789 - 1812. In: Mitteilungen des Vereins für Anhaltische Geschichte und Alterthumskunde. 1898. Band 7–8. Teil, Hrsg. Verein für Anhaltische Geschichte und Altertumskunde, C. Dünnhaupt, Dessau 1898, S. 649. Die Familie von Hagen-Naulin stellte dem Landesherrn hauptsächlich Offiziere, mit Hans Joachim von Hagen einen kurbrandenburgischen Oberstleutnant und Kommandanten, zugleich Erbherr und Patron zu Naulin und Pätzig.R. von Mosch: Deutsches Adelsblatt. Wochen-Schrift für die Aufagen des christlichen Adels. №. 28, VII. Jahrgang, Art.: Zur Geschichte des brandenburgisch-preußischen Offizier-Corps. Verlag G & G, Berlin, Sonntag, den 14. Juli 1889, S. 474. Ihnen folgten die Familie von Schaetzel, die Brüder Karl Heinrich von Schaetzel († 1780), er war Obristleutnant und Kommandeur, und Samuel Friedrich von Schaetzel. 1898 ließ sich das Haus Naulin der Familie von Hagen endgültig festgestellt.Ad. M. Hildebrandt (Hrsg.): Der Deutsche Herold. Zeitschrift für Wappen-, Siegel- und Familienkunde. XXIX. Jahrgang, Nr. 11, Hrsg. Herold (Verein), Julius Sittenfeld-Carl Heymanns Verlag-Selbstverlag, Berlin, November 1899, S. 154.
Dergleichen gab es neben dem Kirchenpatron Mitte des 19. Jahrhunderts drei Kirchbauern für den Kirchenacker.Heinrich Berghaus: Landbuch des Herzogthums Pommern und des Fürstenthums Rügen. Enthaltend Schilderung der Zustände dieser Lande in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Band II/2, W. Dietze, Anklam 1868, S. 540.
Später stellte die bürgerliche Familie Wendorff als Gutsherren den Kirchenpatron, zuerst Edm. Friedrich Aug. Wendorff,Vgl. Paul Ellerholz: Handbuch des Grundbesitzes im Deutschen Reiche. I: Das Königreich Preussen. Band 2 (II. Lieferung): Provinz Pommern. Nicolaische Verlags-Buchhandlung R. Stricker, Berlin 1884, S. 144 f. dann Wilhelm Wendorff, folgend Eberhard Wendorff.Ernst Seyfert: Güter-Adreßbuch für die Provinz Pommern. 1914. In: Niekammer`Landwirtschaftliche Güter-Adreßbücher. Band I, 4. Auflage, Reichenbach’sche Verlagsbuchandlung, Leipzig 1914, S. 60.
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Literatur Kirche Naulin, In: Georg Dehio: Handbuch der Deutschen Kunstdenkmäler. Band II/(2): Nordostdeutschland. (1906), Hrsg.: Im Auftrag des Tages für Denkmalpflege, Verlag Ernst Wasmuth, Berlin 1906, S. 305. Naulin/Kirche Naulin, In: Ludewig-Wilhelm Brüggemann (Hrsg.): Ausführliche Beschreibung des gegenwärtigen Zustandes des Königl. Preußischen Herzogthums Vor- und Hinter-Pommern. (Theil) II, Band 1, Abt.: Der Pyritzsche Kreis. H. G. Essenbart, Stettin 1784, S. 154 f. Nr. 44.
Weblinks Erzbistum Stettin-Kammin: Nowielin – Kościół filialny pw Niepokalanego Serca NMP –mit Foto
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