Es ist doch der Osterbeagle ist ein Peanuts-Zeichentrickfilm, der auf den Comics des Zeichners Charles M. Schulz basiert.Charles Solomon: The Art and Making of Peanuts Animation: Celebrating Fifty Years of Television Specials. Chronicle Books, 2012, ISBN 978-1-4521-1091-2, S. 120–121 Der Film ist der zwölfte von über vierzig Kurzfilmen mit den Peanuts, die zwischen 1965 und 1994 produziert wurden. Der Zeichentrickfilm war 1975 für einen Emmy nominiert.
Das TV-Special wurde erstmals in den Vereinigten Staaten zu Ostern am 9. April 1974 im Abendprogramm auf CBS Network ausgestrahlt.George W. Woolery: Animated TV Specials: The Complete Directory to the First Twenty-Five Years, 1962-1987. Scarecrow Press, 1989, ISBN 0-8108-2198-2, S. 217–218 Danach sendete CBS es von 1974 bis 2000 jährlich zu Ostern. ABC wiederholte das Special von 2001 bis 2014 sporadisch. Es wurde in Deutschland erstmals am 27. März 1978 im ZDF ausgestrahlt.Es ist doch der Osterbeagle auf fernsehserien.de. Abgerufen am 18. März 2021
Handlung Während der Großteil der Peanuts mit den Vorbereitungen für Ostern beschäftigt ist, versucht Linus vergeblich, sie davon zu überzeugen, dass alles nur Zeitverschwendung sei und der Osterbeagle sich um alles kümmern wird. Nur Charlie Browns Schwester Sally glaubt ihm, obwohl sie nach dem vergeblichen Warten auf den großen Kürbis an Halloween skeptisch bleibt.
Während Peppermint Patty die Farben zum Färben der Ostereier vorbereitet, versucht Marcie die Eier nach Anweisung vorzubereiten, aber da sie das noch nie gemacht hat, unterlaufen ihr dauernd Fehler. Derweil belehrt Lucy Schroeder auffordernd, dass die Ostertage eine Zeit seien, in der Jungen Mädchen Geschenke machen. Er erklärt ihr genervt, dass Ostern die Zeit der Erneuerung sei, der Beginn des Frühlings.
Woodstock wacht nach einem kalten Frühlingsregen fröstelnd in seinem Nest auf. Er wendet sich an Snoopy, den Beagle von Charlie Brown, der ihm ein Vogelhäuschen kauft. Zunächst hasst Woodstock es, baut es aber bald zu einer voll eingerichteten Junggesellenbude um. Neugierig darauf, mehr von innen zu sehen, bleibt Snoopy mit seiner Nase im Eingangsloch stecken und zertrümmert versehentlich das Vogelhaus, woraufhin er Woodstock ein anderes Haus kauft. Als alle in die Stadt gehen, um restliche Osterbesorgungen zu machen, versucht Linus erneut, seine Freunde von der Existenz des Osterbeagles zu überzeugen, bis Lucy empört schreit, es gäbe keinen Osterbeagle. Von Peppermint Pattys letztem Taschengeld kaufen sie und Marcie eine dritte Packung Eier. Marcie ruiniert aber auch diese. Lucy beschließt unterdessen, nichts dem Zufall zu überlassen. Sie versteckt ihre selbstbemalten Eier im Wald und notiert von jedem den genauen Ort, um sie am Ostermorgen zu finden. Sie ist sicher, so die beste Eiersuche überhaupt zu haben.
Unbemerkt folgt Snoopy ihr und sammelt jedes einzelne der Eier auf. Am Ostermorgen, als alle deprimiert und freudlos sind, verteilt er tanzend als Osterbeagle Eier an alle. Auch Sally hört auf, Linus zu beschimpfen, weil sie ihm geglaubt hatte, als sie den Beagle bemerken. Als er zu Charlie Brown kommt, sind Snoopy die Eier ausgegangen, und er schenkt dem enttäuschten Charlie Brown stattdessen nur ein verlegenes Lächeln. Am Ende, als alle (außer Charlie Brown) Ostereier erhalten haben, sind alle glücklich, bis auf Lucy. Sie ist immer noch wütend, dass der Osterbeagle ihr eines ihrer eigenen Eier gegeben hat. Linus schlägt vor, dass sie mit Snoopy darüber reden soll. Sie sucht seine Hundehütte auf, um einen Streit zu provozieren, aber Snoopy nimmt ihr die Wut durch einen entwaffnenden Kuss auf die Wange. Lucy lächelt daraufhin, weil Ostern sie doch noch glücklich gemacht hat. Dann sagt sie bestätigend: „So ein Oster-Beagle!“
Besetzung und Synchronisation Die erste Synchronfassung entstand bei der Beta-Technik Gesellschaft für Filmbearbeitung mbH in München. Andrea Wagner schrieb das Dialogbuch und führte Regie. Die zweite Synchronisation wurde für Apple TV+ bei der FFS Film- & Fernseh-Synchron aufgenommen. Diesmal stammten die Texte von Andrea Pichlmaier und die Regie übernahm Hubertus von Lerchenfeld.
Rolle Originalsprecher Synchronsprecher (1977) Synchronsprecher (2021)Charlie Brown Todd Barbee Veronika Neugebauer Moritz BlaichSally Brown Lynn Mortensen N. N. Franziska HartmannLinus van Pelt Stephen Shea Jan Odle Noah GöhrleLucy van Pelt Melanie Kohn Scarlet Cavadenti Laura JenniMarcie James „Jimmy“ Ahrens N. N. Valentina RodaPeppermint Patty Linda Ercoli Kristin Fiedler Charlotte RiedelSnoopy/Woodstock Bill MeléndezO-TonSchroeder Greg FeltonThe Internet Animation Database: . Abgerufen am 18. März 2021 N. N. Benedikt Kienle
Filmmusik Die Musik wurde von Vince Guaraldi komponiert und von John Scott Trotter dirigiert und arrangiert.Derrick Bang: Vince Guaraldi’s Peanuts Song Library: It’s the Easter Beagle, Charlie Brown. In: fivecentsplease.org. Derrick Bang, Scott McGuire. Abgerufen am 18. März 2021 Am 12., 20., 26. Februar und 14. März 1974 wurde sie vom Vince Guaraldi Trio in den Wally Heider Studios aufgenommen, zusammen mit Seward McCain (Bass) und Eliot Zigmund (Schlagzeug).Derrick Bang: Vince Guaraldi Timeline. In: fivecentsplease.org. Derrick Bang, Scott McGuire. Abgerufen am 18. März 2021
Der Song Snoopy and Woodstock ist eine Bearbeitung des Liedes Mystery Theme aus dem Film Wer hat das Nest geklaut? (It’s a Mystery, Charlie Brown), der zwei Monate vor It’s the Easter Beagle, Charlie Brown ausgestrahlt wurde.
Es wurde kein offizieller Soundtrack des Films veröffentlicht. Mitte der 2000er Jahre entdeckte Guaraldis Sohn David die Masterbänder von sieben Peanuts-Fernsehspecials aus den 1970er Jahren, die Guaraldi vertont hatte. Das führte zur Veröffentlichung von Snoopy and Woodstock (Version 1) und Kitchen Music (Version 2), die auf dem Kompilationsalbum Vince Guaraldi and the Lost Cues from the Charlie Brown Television Specials, Volume 2 (2008) veröffentlicht wurden. Außerdem wurde 2008 eine Live-Version von Woodstock’s Pad (mit dem falschen Titel Then Came You) auf der Doppel-CD Live on the Air von einem Konzert des Vince Guaraldi Trios veröffentlicht, das ursprünglich am 6. Februar 1974 aufgenommen wurde (zwei Jahre vor Guaraldis Tod).Derrick Bang: Vince Guaraldi on LP and CD: Vince Guaraldi and the Lost Cues from the Charlie Brown Television Specials, Volume 2. In: fivecentsplease.org. Derrick Bang, Scott McGuire. Abgerufen am 18. März 2021AllMusic: Live on the Air. Abgerufen am 18. März 2021
Medien It’s the Easter Beagle, Charlie Brown wurde zuerst am 4. April 2003 von Paramount Home Entertainment auf DVD veröffentlicht. Anschließend erschien der Film von Warner Bros. Entertainment zusammen mit anderen Specials am 5. Mai 2009 mit 13 Folgen als Peanuts Deluxe Collection, am 20. Oktober 2009 unter dem Titel Peanuts 1970’s Collection Volume 1 und am 17. November 2009. Außerdem wurde er 2004 in Großbritannien von Firefly Entertainment zusammen mit Das Leben ist ein Zirkus, Charlie Brown (Life Is a Circus, Charlie Brown) veröffentlicht.
Frühere Home-Media-Veröffentlichungen von It’s the Easter Beagle, Charlie Brown waren in der Vergangenheit 1982 im CED-Format (Capacitance Electronic Disc), 1986 und 1988 auf VHS von Media Home Entertainment bzw. dem Tochterunternehmen Hi-Tops Video, ab 9. März 1994 von Paramount Home Video in einer Schuberverpackung und ab 1. Oktober 1996 in einer Klapphülle erhältlich.
Trivia
Dieser Film war der letzte, in dem Charlie Brown von Todd Barbee gesprochen wurde, bevor ihn Duncan Watson ablöste.
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Filmtitel 1974 Kategorie:US-amerikanischer Film Kategorie:Zeichentrickfilm Kategorie:Kinderfilm Kategorie:Kurzfilm Kategorie:Comicverfilmung Kategorie:Die Peanuts