mini|hochkant|Löwenbrunnen am Graben mini|Löwenbrunnen, Blick von Westen Der Löwenbrunnen in Weimar ist ein von der Großherzogin Maria Pawlowna gestifteter und von dem Berkaer Steinmetzmeister Carl Dornberger 1847Es findet sich für das Jahr der Aufstellung die Angabe 1848. geschaffener Brunnen.

Der große Sandsteinbrunnen am Graben wurde anstelle eines alten Holzbrunnens aufgestellt. Der 5 Meter hohe Löwe als Wappentier Weimars trägt Krone und Wappenschild in den Pfoten als Herrschaftssymbol der Wettiner. Das kreisrunde zweistufige Brunnenbecken ist mit einer auf einer gedrungenen Säule befindlichen Brunnenschale ausgestattet. Die Brunnenschale wird von vier wasserspeienden Löwenköpfen unter einer Brunnensäule mit Schilfkolben und Palmettenfries geziert. Art. Löwenbrunnen, in: Gitta Günther, Wolfram Huschke, Walter Steiner (Hrsg.): Weimar Lexikon zur Stadtgeschichte. Hermann Böhlaus Nachfolger, Weimar 1998, S. 283 f. Ursprünglich bestand sie aus Berkaer Sandstein. 1878 musste der Bildhauer Linsenbarth den mutwillig vom Sockel gestürzten Löwen erneuern, womit dieser seine heutige Gestalt bekam.Hans-Joachim Leithner: Von Brunnenstuben, Röhrenfahrten und Wasserleitungen, den historischen und jüngeren Brunnen in Weimar, Hrsg. Hans-Joachim Leithner im Eigenverlag 2018, Gutenberg Druckerei Weimar (WeimarWissen 1, Der Weimarer Brunnenschatz), S. 193. Im Jahr 1931 stellte der Weimarer Bildhauer Berthold Boeß eine Kopie aus Elbsandstein her. Nach erneutem Vandalismus fertigten der Weimarer Steinmetzmeister Kurt Stiefel und sein Mitarbeiter Frank Rüdiger 1986 eine weitere Kopie an und ergänzten den neu geschaffenen Löwen um eine neue Brunnensäule.Gerd Seidel, Walter Steiner: Baustein und Bauwerk in Weimar (= Ständige Kommissionen Kultur der Stadtverordnetenversammlung Weimar und des Kreistages Weimar-Land in Zusammenarbeit mit dem Stadtmuseum Weimar (Hrsg.): Tradition und Gegenwart.). Weimarer Schriften. Heft 32. Weimar 1988, ISBN 3-910053-08-4, S. 54. Das auf einem Podest stehende Brunnenbecken ist von vier Absetzsteinen umgeben. Vor dem Becken steht eine Hundetränke.Hans-Joachim Leithner: Von Brunnenstuben, Röhrenfahrten und Wasserleitungen, den historischen und jüngeren Brunnen in Weimar, Hrsg. Hans-Joachim Leithner im Eigenverlag 2018, Gutenberg Druckerei Weimar (WeimarWissen 1, Der Weimarer Brunnenschatz), S. 192 f. Auch in letzterer Zeit wurde dieser Brunnen durch Vandalismus beschädigt. In der Nacht vom 17. zum 18. Februar 2018 wurde etwa ein Viertel des Oberbeckens durch einen Knallkörper herausgebrochen.Hans-Joachim Leithner: Von Brunnenstuben, Röhrenfahrten und Wasserleitungen, den historischen und jüngeren Brunnen in Weimar, Hrsg. Hans-Joachim Leithner im Eigenverlag 2018, Gutenberg Druckerei Weimar (WeimarWissen 1, Der Weimarer Brunnenschatz), S. 194.

Literatur Rainer Müller: Kulturdenkmale in Thüringen: Stadt Weimar, Bd. 4.1.: Altstadt, E. Reinhold Verlag, Erfurt 2009, S. 386.

Weblinks

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Einzelnachweise

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