Hippothoe (auch Hippothoë, ) ist eine Nymphe der Griechischen Mythologie. Als eine der 50 Töchter des Meeresgottes Nereus und der Doris gehört sie zu den Nereiden. Neben den neunundvierzig Schwestern hat sie einen Bruder, Nerites.
Etymologie Anhaltspunkt gibt eine Tochter des Okeanos mit dem Namen Hippo,Hesiod, Theogonie 351 hier in der Bedeutung von „Pferdemädchen, Wellenreiterin“. Der Wortbestandteil „Hippo-“, abgeleitet von „Pferd“, wird erweitert mit „-thoe“, der femininen Endung des Adjektivs „schnell“; zusammen ergibt das substantiviert den Sinn „die Pferdschnelle, die (auf den Wellen oder Meerestieren) Schnellreitende“. Ihr Name ist wie bei den anderen Nereiden einem Wesensmerkmal des Meeres entnommen und so auch Metapher für die schnellen Wellen selbst. In der Ilias findet sich Hippothoe als Eigenname in derselben Bedeutung.Vergleiche Liddell unter dem Stichwort .
Quellen Sie findet sich in der katalogartigen Aufzählung der Nereiden in Hesiod, Theogonie 251, und in der Bibliothek des Apollodors 1,2,7. Hesiod nennt sie ;Feminine Form von „lieblich“, siehe Liddell bei Apollodor erscheint sie ohne Epitheton.
Die Hexameter des Hesiod (Vers 240–252) mit Akzentuierung der Silben in Vers 251 durch UnterstrichÜbersetzung von Albert von Schirnding: Hesiod, Theogonie, Werke und Tage. Akademie-Verlag, Sammlung Tusculum, Berlin 2012:
Νηρῆος δ᾽ ἐγένοντο μεγήρατα τέκνα θεάων πόντῳ ἐν ἀτρυγέτῳ καὶ Δωρίδος ἠυκόμοιο, κούρης Ὠκεανοῖο, τελήεντος ποταμοῖο, Πλωτώ τ᾽ Εὐκράντη τε Σαώ τ᾽ Ἀμφιτρίτη τε Εὐδώρη τε Θέτις τε Γαλήνη τε Γλαύκη τε … Δωρὶς καὶ Πανόπεια καὶ εὐειδὴς Γαλάτεια Ἱπποθόη τ᾽ ἐρόεσσα καὶ Ἱππονόη ῥοδόπηχυς Κυμοδόκη θ᾽ … Kinder, gar reizende, wurden von Göttinnen Nereus geboren, in der Tiefe des Meeres, von der lockigen Doris vor allen, Tochter des Rings, der die Erde begrenzt, des Okeanosstromes, Ploto, Eukrante, dann Thetis, Galene und Glauke, … (weitere Nereiden) … Doris und Panopeia, die schöne Gestalt Galateias, liebliche Hippothoe dann und rosigen Leibs Hipponoe, auch Kymodoke … (Aufzählung geht weiter).
Auffällig in Vers 251 (auch in der Übersetzung) ist die kunstvolle Anordnung der Wörter, der Parallelismus der Namen und Beifügungen, das Homoioteleuton der Namen.
mini|Schmetterling Lycaena hippothoe, benannt nach der Nereide. Sonstiges Ein Schmetterling, der Lilagold-Feuerfalter, wurde nach Hippothoe benannt – sein wissenschaftlicher Name ist Lycaena hippothoe.
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Belege
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