Das Person-Environment-Fit-Modell (PE-Fit) ist ein Modell aus der Psychologie zur Erklärung der Entstehung von Stress. Das Konzept wurde von Caplan (1983) bzw. Caplan & Harrison (1993) entwickelt.
Ziel ist laut diesem Modell ein Gleichgewicht
zwischen den Ressourcen, über die eine Person verfügt, und den Anforderungen, die durch die Tätigkeit an die Person gestellt werden und zwischen den Merkmalen der Tätigkeit und den individuellen Bedürfnissen der Person.
Ausgewogenheiten werden im Modell "fits" genannt, Nicht-Übereinstimmungen "misfits".
Aus dem Modell lässt sich schließen, dass bei Stressprävention nicht nur die Person selbst im Fokus steht, sondern auch an der Umwelt gearbeitet werden kann.
Demnach entsteht Stress, wenn sich die Anforderungen an einen Menschen nicht mit seinen Fähigkeiten decken. Daraus resultiert eine Dysbalance zwischen der Belastungen und den Bewältigungsmöglichkeiten.
Muchinsky & Monahan (1987) unterscheiden zwei unterschiedliche Arten der Person-Umwelt-Passung:
eine komplette Übereinstimmung von Person und Umwelt hinsichtlich Eigenschaften und Werten (supplementary fit) bzw. eine gegenseitige Ergänzung von Person und Umwelt hinsichtlich der Bedürfnisse und Fähigkeiten (complementary fit).
Siehe auch Stresstheorie
Einzelnachweise
Kategorie:Stress Kategorie:Klinische Psychologie