Großweiglareuth (oberfränkisch: (Groß-)WeiglaratJ. Pfanner: Landkreis Pegnitz, S. 59. Dort nach den Regeln des HONB folgendermaßen transkribiert: „(groß)waiglɒrát“.) ist ein Gemeindeteil der Stadt Creußen im Landkreis Bayreuth (Oberfranken, Bayern). Großweiglareuth liegt in der Gemarkung Gottsfeld.

Lage Das Dorf liegt im Norden der Fränkischen Alb zwischen den Flurgebieten Weinleite im Westen und Kirrberg' im Osten. Einen knappen Kilometer nordöstlich des Ortes fließt der in den Roten Main mündende Gosenbach vorbei und jenseits des Baches liegt der ausgedehnte Forst Thiergarten, der sich auch ein Stück auf den diesseitigen Talhang des Gosenbaches erstreckt. Die Kreisstraße BT 47 führt an Dorschenhof und Boden vorbei zur Bundesstraße 2 (2,7 km östlich) bzw. an Haag vorbei die Bundesautobahn 9 überbrückend nach Spänfleck (3,1 km nordwestlich). Eine Gemeindeverbindungsstraße führt nach Wasserkraut (1,5 km südwestlich).

Geschichte Der Ortsname wird als „Zur Reut eines Widilo“ gedeutet. Das Präfix „Groß-“ wurde erst nach der ersten urkundlichen Erwähnung von 1244 eingeführt und dient zur Unterscheidung des Dorfes vom Nachbarort Kleinweiglareuth. Die Texte der ersten urkundlichen Erwähnungen von (Groß-)Weiglareuth waren: 1244: „Widelrûte“ 1398: „zu Grossenweydelrewt“ 1408: „zu grossen Weidelnrewt“ 1421: „zu grossen Weidelreut“ 1495: „Groß Weydelrewt“ 1499: „Grossen Weyglareutt“J. Pfanner: Landkreis Pegnitz, S. 17.

Die Fraisch über Großweiglareuth hatte das brandenburg-bayreuthische Kasten- und Stadtvogteiamt Creußen.G. P. Hönn: Lexicon Topographicum des Fränkischen Craises, S. 253. Von 1791/92 bis 1810 unterstand Großweiglareuth dem preußischen Justiz- und Kammeramt Pegnitz. Danach kam die gesamte Region an das Königreich Bayern.

Mit dem Gemeindeedikt wurde Großweiglareuth dem 1812 gebildeten Steuerdistrikt Gottsfeld und der wenig später gebildeten Ruralgemeinde Gottsfeld zugewiesen. Im Rahmen der Gebietsreform in Bayern wurde Großweiglareuth am 1. Mai 1978 in die Stadt Creußen eingegliedert.

Baudenkmäler Haus Nr. 1: Austragshaus

Einwohnerentwicklung Jahr 1818 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987Einwohner 76 76 82 94 81 76 84 56 48 55HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Von 1871 bis 1987 werden diese als Wohngebäude bezeichnet. 11 11 10 10 10 13Quelle Dort als Grosweiglareuth aufgelistet.

Religion Großweiglareuth ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Jakobus (Creußen) gepfarrt. Die Katholiken sind nach St. Jacobus Maior (Thurndorf) gepfarrt.

Unternehmen Im Ort hat ein Umzugs- bzw. Fuhrunternehmen seinen Betriebssitz.

Literatur

Weblinks

Fußnoten

Kategorie:Ort im Landkreis Bayreuth Kategorie:Geographie (Creußen) Kategorie:Ersterwähnung 1244