Jean-Philippe Vassal (geboren 1954 in Casablanca, Französisch-Marokko) ist ein französischer Architekt und Hochschullehrer.mini|Jean-Philippe Vassal 2017 an der Columbia-Universität
Werdegang Jean-Philippe Vassal studierte an der École nationale supérieure d’architecture et de paysage de Bordeaux. Danach ging Vassal als Stadtplaner ins westafrikanische Niger. 1987 gründete er mit Anne Lacaton, die er seit Studienzeiten kennt, das Architekturbüro Lacaton & Vassal in Paris (zunächst Bordeaux). Vassal und Lacaton gelten als „Pioniere und Helden des Bauens im Bestand“.
Zielsetzung Jean-Philippe Vassal und seine Partnerin Anne Lacaton werden als „Pioniere für klimagerechtes und soziales Bauen“ bezeichnet. „Ihre Maxime lautet: Umbau statt Neubau. Sie demonstrieren, wie sich marode Sozialwohnungstürme aus den Sechzigern mit einfachen Mitteln, etwa durch vorgesetzte Wintergärten, in zeitgemäßen, hellen und günstigen Wohnraum verwandeln lassen.“ In Bordeaux haben sie beispielsweise 530 Sozialwohnungen nach den Bedürfnissen der Bewohnerinnen und Bewohner instand gesetzt.
Jean-Philippe Vassal lehrt an verschiedenen Universitäten, darunter auch in Deutschland als Internationaler Gastprofessor an der Peter Behrens School of Arts (2005).
Werk Gemeinsam haben sie mehr als 30 Projekte in Europa und Afrika realisiert.
Eines ihrer bekanntesten ist die Sanierung des Palais de Tokyo in Paris, die 2001 fertiggestellt wurde und eine nüchterne Sanierung des Art-déco-Gebäudes in der Nähe der Seine ist. Weitere Projekte sind das École Nationale Supérieure d’Architecture in Nantes, der Grand Parc Bordeaux, das Wohnhochhaus Tour Bois le Prêtre in Paris sowie das Wohnhaus Cap Ferret in Cap Ferret.
Auszeichnungen und Preise 1991: Lauréats des Albums de la Jeune Architecture, Frankreich 1999: Grand Prix National d’Architecture Jeune Talent, Frankreich 2006: Schelling-Architekturpreis 2006: Preis „Nachhaltigkeit und Innovation im Wohnungsbau“, Stadt Madrid, Fondation Erich Schelling 2008: Grand Prix National d’Architecture, Velux Stiftung Kopenhagen 2009: Frankreich International Fellow of Royal Institute of British Architects 2011: Paris Daylight & Building Components Award 2014: Rolf-Schock-Preis, Kategorie Bildende Kunst 2016: Simon Architecture Prize / Fondation Mies Van der Rohe – The Living Places (mit Frederic Druot) 2016: Life Time Achievement – Trienal de Arquitectura de Lisboa 2016: Goldmedaille der Académie royale de l’Architecture France 2016: Heinrich-Tessenow-Medaille 2019: Mies-van-der-Rohe-Preis 2020: Großer BDA-Preis 2021: Pritzker-Preis 2023: Soane Medal zusammen mit Anne Lacaton
Literatur mit Frédéric Druot und Anne Lacaton (Hg.): PLUS - Large scale housing development - An exceptional case. Editorial GG, Barcelona 2007 a+u 2012:03 Lacaton & Vassal
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Architekt der Moderne Kategorie:Architekt (Frankreich) Kategorie:Pritzker-Preisträger Kategorie:Franzose Kategorie:Geboren 1954 Kategorie:Mann