Die Feldbahn Iwacewice–Iwanowo–Kamien-Koczirsk war eine militärische Feldbahn von Iwacewice über Iwanowo nach Kamien-Koczirsk mit zwei Zweigstrecken in die Gegend westlich von Pinsk.Alfred B. Gottwaldt mit Beiträgen von Paul Dost: Heeres-Feldbahnen: Bau und Einsatz der militärischen Schmalspurbahnen in 2 Weltkriegen. S. 88.Kevin D. Stubbs und Ronald J. Grele: Race to the Front: The Materiel Foundations of Coalition Strategy in the Great War. Greenwood Publishing Group, 2002. S. 176.

Geschichte Die Feldbahn mit einer Spurweite von 600 mm wurde während des Ersten Weltkriegs verlegt und bis zum Zweiten Weltkrieg für den gemischten Personen- und Güterverkehr genutzt.General der Eisenbahntruppen: Feldbahn Janow Poleski – Iwaczewicze. Bundesarchiv BArch RH 66.

Streckenverlauf Die insgesamt 170 km lange Strecke durchquerte das polnische Sumpf-Polesien in Nord-Süd-Richtung entlang der frühgeschichtlichen Handelsverkehrsstraße Wilna–Lemberg und in der Nähe der bei ihrer Errichtung geplanten Vollbahnmagistrale Lemberg–Drohiczyn–Slonim (Wolkowysk)–Wilna, gestützt auf eine Kette trockener Sandinseln.Martin Bürgener: Pripet-Polessie – Das Bild einer polnischen Ostraumlandschaft. Ergänzungsheft Nr. 237 zu „Petermanns Mitteilungen“. Verlag Justus Perthes, Gotha, 1939, S. 106.

Während des Ersten Weltkriegs gab es im August 1916 bereits mindestens die Strecke Iwanowo–Ljubjas.Feldbahnzug Iwananowo–Ljubias.

Im Jahr 1939 gab es folgende Bahnhöfe und Anschlüsse: Iwacewize bei Kossów (an der Vollbahn Brest–Baranowicze) Święta Wola (mit Abzweigung nach Telechany) Janów Poleski (an der Vollbahn Brest–Pińsk) Kamieii Koszyrski (an der Vollbahn nach Kowel)

Betrieb In der Nachkriegszeit des Ersten Weltkriegs führten die Polnischen Staatsbahnen PKP auf beiden Teilstrecken noch mehrere Jahre lang mit den von den Deutschen zurückgelassenen vierfachgekuppelten Brigadelkokomotiven öffentlichen Personen- und Güterverkehr durch. Im Zweiten Weltkrieg wurden Teile der Trasse für deutsche Heeresfeldbahnen genutzt.

Lokomotiven Eine der Brigadelokomotiven wurde 1919 von Borsig gebaut und vom Eisenbahn-Ersatzpark Sperenberg nach Polen abgegeben, wo sie nach dem deutschen Einmarsch die Reichsbahn-Nummer 99 1563 erhielt.Eisenbahnstiftung Joachim Schmidt (Foto: RVM, Steiner, 1943): Heeresfeldbahnlok 99 1563 im Kleinbahn Bw Janow-Poleski (östl. Brest-Litowsk).Eisenbahnstiftung Joachim Schmidt (Foto: RVM, Steiner, 1943): 99 1563 bei Brest-Litowsk.

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Einzelnachweise

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