alternativtext=Susanne Kraißer mit Bronzeplastik Sommerkälte|mini|Susanne Kraißer mit Bronzeplastik Sommerkälte

Susanne Kraißer (* 1977 in Rosenheim) ist eine deutsche Bildhauerin.

Biografie Nach einer Ausbildung zur Holzbildhauerin 1994 bis 1997 in München arbeitete Kraißer zwei Jahre an Eichenholzprojekten in Schweden. Von 2000 bis 2006 studierte sie Bildhauerei an der Akademie der Bildenden Künste Nürnberg bei Christian Höpfner, einem Künstler der Berliner Bildhauerschule und Schüler von Richard Scheibe. Christian Höpfner ernannte sie 2003 zur Meisterschülerin, eine besondere Auszeichnung für besonders talentierte Studenten.

2006 bis 2008 studierte sie Freie Kunst an der Hochschule für Künste Bremen bei Bernd Altenstein, einem Künstler, der zusammen mit Waldemar Otto die Bremer Bildhauerschule prägte. 2007 erhielt sie für ihre besonderen Leistungen ein Diplom mit Auszeichnung, 2008 war sie ebenfalls bei Bernd Altenstein in der Meisterschülerklasse.

Seit 2006 arbeitet und lebt sie mit ihrer Familie in Bad Belzig im Naturpark Hoher Fläming in der Nähe von Potsdam.

Arbeitsweise und Entwicklung mini|hochkant|Sehnsucht

Susanne Kraißer ist eine zeitgenössische Künstlerin, die mit ihren Bronzefiguren eine Vertreterin der figurativen Kunst und figürlichen Bildhauerei und Plastik ist. Gegenständlich am Thema Mensch zu arbeiten, ist für sie eine Selbstverständlichkeit und geäußertes Grundbedürfnis. Ihre intim anmutenden Miniaturen und ihre formal klare komponierten Großformate zum Thema Frauenkörper und Paar stellen Polaritäten wie Labilität und Stärke oder Fragilität und Masse dar. Stets die Zartheit und Vorläufigkeit der Oberfläche betonend, gibt sie der verwischten Silhouette den Anschein von Schärfe. In dieser Andeutung liegt ihre Präzision. Oft arbeitet sie seriell, erschafft so mehrere Arbeiten zum gleichen Thema. Diese Entwicklung zeigt sie in öffentlichen Präsentation oft zusammen.

Ihr künstlerischer Weg führte sie nach den Anfangsjahren mit Skulpturen aus Holz hin zu Plastiken: modellierte Werke in Bronzeguss. Anfangs setzte sie sich intensiv mit dem Begriff und der Grenze der Miniatur und Kleinplastik in der zeitgenössischen Kunst auseinander. Ihre Arbeiten waren präzise unscharf, skizzenhaft und zeichenhaft. In den letzten Jahren entstehen immer mehr großformatige Bronzeplastiken als raumgreifende, architektonisch klar konstruierte Arbeiten der figürlichen Bildhauerei.

Auszeichnungen 1998: Leonardo da Vinci Stipendium 1994 bis 1997: Begabtenförderung des Landes Bayern 2000/2001: Klassenpreis der Bildhauerklasse Höpfner 2004: Oskar-Karl-Forster-Stipendium des Bayerischen Staatsministeriums 2004: Kunstförderpreis Hollfeld 2006: 1. Preis Münze, Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung, Berlin 2006: 1. Preis Medaille, Firmengärten, Senat für Bau, Umwelt und Verkehr, Bremen 2012: 1. Preis, Medaille, Buderus Kunstguss, Hirzenhain

Arbeiten im öffentlichen Raum 2006: Medaille Firmengärten, Senat für Bau, Umwelt und Verkehr, Bremen 2007: Brunnengestaltungselemente, Stadt Bad Belzig 2008: Bronzeplastik „Sitzende (Sehnsucht)“, Insel Wangerooge 2008: Bronzeplastiken „Tanz am Abgrund“, SWB Bremerhaven 2009: Skulptur „Sitzendes Mädchen“, Kulturpark Tutti Kiesi, Rheinfelden bei Basel 2010: Skulptur „Sitzende“, A + O Worpswede 2012: Bronzeplastiken, Gutspark Klein Glien 2013: Bronzeplastik „Sitzende“, Schloß Laubach 2017: Plastik „Sitzende“, KVG Stade 2021: Bronzeplastik „Ebbe“, Goldwerk im Klosterhof, Rostock

Werke (Auswahl) alternativtext=Bronzeplastiken|mini|Bronzeplastiken alternativtext=Mädchen mit Mini, Bronzefigur von Kraißer|mini|Mädchen mit Mini alternativtext=Bronzefigur Sommerkälte|mini|Bronzefigur Sommerkälte

„Entfaltung“, 2004 „Lautlos“, 2005 „Zeichen“, 2005–2010 „Körperlandschaft“, 2008 „Mädchen mit Mini“, Serie, 2011 bis heute „An der Wasserkante“, Serie Wandplastiken, 2011 bis heute „Lulu“, 2013 „Heute hier, morgen dort“, 2014 „Sommerkälte“, 2015 „Laut Hegel gibt es Einheit nur um den Preis der Entzweiung“, 2015 „Zweite Rauhnacht“, 2016 „Die andere Seite“, 2017 „Zwischenraum“, 2017 „Kleiner Milan“, 2018 „Gelb macht glücklich“, 2019 „Neumond“, 2019 „Ebbe 2020“ „Sehnsucht“, 2020 „Mein Kissen“, 2021

Ausstellungen Ihre Arbeiten werden seit 2003 kontinuierlich in einer Vielzahl an Einzelausstellungen, Gruppenausstellungen und Präsentationen im öffentlichen Bereich und auf Messen innerhalb Europas gezeigt. Bisheriger Höhepunkt war eine Einzelausstellung im Landesmuseum Ostholstein-Museum in Eutin im Jahr 2018.https://museum.kreis-oh.de/Ausstellungen/R%C3%BCckblick/

Literatur Bronzeplastiken 2012–2016, 98 Seiten gebunden, ISBN 978-3-00-037293-3 Großformate und Bronzeplastiken, 2015, 48 Seiten, gebunden Bronzeplastiken 2008–2012, 98 Seiten, gebunden Fragilität und Masse, 2009, 48 Seiten, gebunden Meisterschülerkatalog, 24 Seiten, Paperback

Weblinks Offizielle Website der Künstlerin Werkeübersicht von Bronzeplastiken Susanne Kraißer https://www.shz.de/lokales/ostholsteiner-anzeiger/wie-aus-dem-leben-gegriffen-id20936067.html https://portal.dnb.de/opac.htm?method=simpleSearch&query=susanne+krai%C3%9Fer https://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/searchresults?isThumbnailFiltered=true&query=susanne+Krai%C3%9Fer Susanne Kraißer bei artfacts.net :Datei:Sehnsucht Susanne Kraißer.jpg https://www.maz-online.de/Lokales/Potsdam-Mittelmark/Bad-Belzig/Zweite-Bronzezeit-startet-auf-Burg-Eisenhardt-in-Bad-Belzig

Einzelnachweise

Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1977 Kategorie:Frau Kategorie:Bildhauer (Deutschland)