Heinz Peter Scholz (auch Heinz-Peter Scholz) (* 3. August 1916 in Königsberg (Preußen); † 7. August 1992 in Berlin) war ein deutscher Schauspieler und Hörspielsprecher.
Leben Heinz Peter Scholz war der Sohn eines Oberpostinspektors. Er absolvierte zunächst eine Ausbildung zum Zeichner und arbeitete drei Jahre lang als Pressezeichner beim Königsberger Tageblatt.
Anschließend wendete er sich dem Schauspiel zu und nahm zwei Jahre lang Unterricht bei Gustav-Adolf Keune, dem Spielleiter des Königsberger Schauspielhauses. Auch von Max Gülstorff wurde er unterrichtet. Sein Bühnendebüt gab er in Königsberg und spielte dann am Stadttheater Neisse und an der Schlesischen Volksbühne. Nach einer Wehrmachtstournee durch Polen und das Sudetenland bis nach Prag war er am Stadttheater Allenstein und am Stadttheater Elbing tätig. Ab 1941 wirkte er am Thorner Stadttheater und von 1942 bis 1945 wieder am Stadttheater Allenstein.
Nach dem Krieg setzte er seine Laufbahn an Theatern in Freiberg, Wurzen und Halle fort, ehe er 1950 mit seiner Frau, der Schauspielerin Ruth Winkler, in den Westen übersiedelte. Hier gastierte Scholz an zahlreichen Bühnen, Inszenierungen führten ihn auch in die Schweiz und nach Österreich.Kurzporträt bei steffi-line.de, abgerufen am 16. März 2021
Seit Mitte der 1950er-Jahre arbeitete Scholz auch regelmäßig für Film und Fernsehen. Als Stabsarzt Dr. Sämig in 08/15, dem ersten Teil von Hans Hellmut Kirsts gleichnamiger Romantrilogie, stand er das erste Mal vor der Kamera. Bis kurz vor seinem Tod folgten zahlreiche weitere Rollen, so in drei Folgen von Jürgen Rolands Krimireihe Stahlnetz und als Gastdarsteller in bekannten Serien wie Polizeifunk ruft, Sonderdezernat K1 oder Ein Heim für Tiere. Ferner war Scholz sporadisch als Hörspielsprecher tätig.
Heinz Peter Scholz verstarb wenige Tage nach seinem 76. Geburtstag in Berlin und wurde auf dem dortigen Friedhof Wilmersdorf im Grab seiner Eltern beigesetzt.Das Grab von Heinz Peter Scholz, abgerufen am 16. März 2021
Filmografie (Auswahl) 1954: 08/15 1955: Ich weiß, wofür ich lebe 1955: Rosenmontag 1955: Erster Klasse 1958: Stahlnetz: Die blaue Mütze 1958: Stahlnetz: Sechs unter Verdacht 1960: Scheidungsgrund: Liebe 1962: Stahlnetz: In jeder Stadt … 1963: Der Fall Rohrbach 1967: Der dritte Handschuh 1967: Anastasia 1968: Polizeifunk ruft – Luftfracht für Beirut 1968: Detektiv Quarles – Das unsichtbare Gift 1970: Schlagzeilen über einen Mord 1970: Die seltsamen Methoden des Franz Josef Wanninger – Der Fremdenführer 1974: Sonderdezernat K1 – Friedhofsballade 1976: Spannagl & Sohn – Hochzeitstag mit Drum und Dran 1976: Der Anwalt – Rückfällig 1976: Hans im Glück 1981: Der Schluckauf 1983: Eier am Stiel 1989: Tatort – Keine Tricks, Herr Bülow 1992: Ein Heim für Tiere – Das Geburtstagstier
Hörspiele 1955: Kurt Reiss: Geld spielt keine Rolle – Regie: Kurt Reiss – BR 1955: Wilhelm Lichtenberg/Bruno Egler: Der Kinderstar – Regie: Hellmuth Kirchammer – BR 1959: Corinne Pulver: Tennis – Regie: Gert Westphal – RB 1960: Georg Zivier: Berlin und das Romanische. Von der schöpferischen Bohème – Regie: Hanns Korngiebel – RIAS 1963: Rolf Goetze: Untern Linden, untern Linden – Regie: Alexander Pestel – RIAS 1963: Georg Zivier: Berlin und die Ullsteins – Regie: Jörg Jannings – RIAS 1967: Dieter Forte: Bergerstraße 8 – Regie: Günter Braun – RIAS 1968: Florian Kienzl: Berlin wie es pfeift und klatscht – Unser Publikum im Theater – Regie: Jörg Jannings – RIAS 1986: Evelyne Hardey: Arnes Bernhardiner – Regie: Ulli Herzog – SFB
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