Dieser Artikel behandelt die französische Nationalmannschaft der Männer bei der Fußball-Europameisterschaft 2021. Dies war für Frankreichs Fußballer die zehnte Teilnahme an einer Europameisterschaftsendrunde.

Qualifikation Frankreich war in der Qualifikationsgruppe H zwischen März und November 2019 auf folgende Gegner getroffen:

Rang Mannschaft Tore Punkte 1 Frankreich 25:6 25 2 20px Türkei 18:3 23 3 20px Island 14:11 19 4 20px Albanien 16:14 13 5 20px Andorra 3:20 4 6 20px Moldau 4:26 3

Moldau - Frankreich 1:4 und 1:2 Frankreich - Island 4:0 und 1:0 Türkei - Frankreich 2:0 und 1:1 Andorra - Frankreich 0:4 und 0:3 Frankreich - Albanien 4:1 und 2:0

230px|Stammelf 2018/19

mini|links|Corentin Tolisso mini|Varane und Giroud – für die Bleus unverzichtbar Für die Franzosen als amtierender Weltmeister war die Qualifikation kein Selbstgänger, insbesondere nachdem sie in ihrem dritten Spiel in der Türkei verloren und auch im Rückspiel lediglich ein Unentschieden geschafft hatten. Nach dem 0:2 in Konya sprachen französische Medien von einer „Klatsche“, „Schande“ beziehungsweise einem „Absturz“ und beklagten, dass das Team „nicht einen einzigen Schuss auf das türkische Tor gebracht“ hatte.Claque und Aucun tir cadré pendant tout un match nach dem Artikel „Nicht wiederzuerkennende Blaue fallen tief“ vom 9. Juni 2019 bei lci.fr; Chute aus „Resümee und Tore des Absturzes der Blauen“ vom 8. Juni 2019 bei huffingtonpost.fr; Honteux aus „Das ist eine Schande“, ebenfalls vom 8. Juni 2019 bei videobuts.com. Allerdings gewannen die Bleus ihre übrigen acht Spiele, ohne dabei durchgehend zu überzeugen, während die als Gruppenzweite gleichfalls direkt für die EM-Endrunde qualifizierten Türken gegen Island in zwei Partien lediglich einen Punkt holten.

In diesen Spielen hatte Trainer Didier Deschamps insgesamt 29 Spieler eingesetzt. Sämtliche zehn Partien bestritten nur die beiden Angreifer Griezmann und Giroud; Abwehrchef Varane brachte es auf neun Einsätze. Im Einzelnen wurden berücksichtigt (Zahl der Einsätze in Klammern, wobei beispielsweise „3+2e“ bedeutet, dass der betreffende Spieler dreimal in der Startelf stand und weitere zweimal eingewechselt wurde):

Tor Hugo Lloris (6), Steve Mandanda (4)

Abwehr Raphaël Varane (9), Benjamin Pavard (7+1e), Clément Lenglet (7), Lucas Digne (6), Léo Dubois (3), Samuel Umtiti (3), Layvin Kurzawa (2), Lucas Hernández (2), Presnel Kimpembe (1+1e), Kurt Zouma (1), Benjamin Mendy (1)

Mittelfeld Moussa Sissoko (5+2e), Thomas Lemar (1+6e), Blaise Matuidi (6), Corentin Tolisso (6), Paul Pogba (4), N’Golo Kanté (3), Ferland Mendy (1+1e), Tanguy Ndombele (1)

Angriff Antoine Griezmann (10), Olivier Giroud (8+2e), Kingsley Coman (5+1e), Wissam Ben Yedder (3+3e), Kylian Mbappé (5), Jonathan Ikoné (1+3e), Nabil Fekir (4e), Florian Thauvin (1+1e)

Für die 25 französischen Treffer zeichneten Giroud (6), Coman, Griezmann, Mbappé (je 3), Varane, Ben Yedder (je 2), Thauvin, Ikoné, Tolisso, Umtiti, Zouma und Lenglet (je 1) verantwortlich.

Vorbereitung Frankreichs Spieler kamen am 26. Mai 2021 zum Trainingslager in Clairefontaine-en-Yvelines zusammen. Von dort aus fuhren sie zu zwei Vorbereitungsspielen (2. Mai gegen Wales, 8. Mai gegen Bulgarien) nach Nice beziehungsweise Saint-Denis. Beide Partien endeten mit einem 3:0-Sieg, wobei Griezmann und Giroud jeweils zwei Tore schossen, Mbappé und Dembélé je einmal erfolgreich waren.

Die Anreise der Bleus nach München erfolgte erst am Vortag ihres ersten Gruppenspiels, am 16. Juni ging es weiter nach Budapest, dem Austragungsort der beiden restlichen Vorrundenpartien.

Aufgebot Am 18. Mai 2021, zwei Wochen vor dem spätesten Meldetermin, hatte Trainer Deschamps seinen Spielerkader für die Endrunde öffentlich präsentiert,Die Liste der 26 bei fff.fr der bei diesem Turnier 26 statt der jahrzehntelang üblichen 23 Namen umfassen durfte. Lediglich sechs Spieler standen zum Zeitpunkt der Bekanntgabe bei einem Ligue-1-Verein unter Vertrag.

Nr.uefa.com: Frankreich Name Verein Geburtstag Spiele(Tore) EM-Sp. Spiel-Min. EM-Tore Gelb G/R Rot Tor 1 Hugo Lloris Tottenham Hotspur (ENG) 26.12.1986 125 (0) 4 390 0 1 0 023 Mike Maignan OSC Lille 3.7.1995 1 (0) 0 0 0 0 016 Steve Mandanda Olympique Marseille 28.3.1985 34 (0) 0 0 0 0 0 Abwehr18 Lucas Digne FC Everton (ENG) 20.7.1993 37 (0) 2 97 0 0 0 024 Léo Dubois Olympique Lyon 14.9.1994 7 (0) 0 0 0 0 021 Lucas Hernández FC Bayern München (DEU) 14.2.1996 26 (0) 2 135 0 1 0 0 3 Presnel Kimpembe Paris Saint-Germain FC 13.8.1995 17 (0) 4 390 0 1 0 025 Jules Koundé FC Sevilla (SPA) 12.11.1998 1 (0) 1 90 0 0 0 0 5 Clément Lenglet FC Barcelona (SPA) 17.6.1995 12 (1) 1 45 0 0 0 0 2 Benjamin Pavard FC Bayern München (DEU) 28.3.1996 35 (2) 3 300 0 2 0 0 4 Raphaël Varane Real Madrid (SPA) 25.4.1993 75 (5) 4 390 0 1 0 015 Kurt Zouma FC Chelsea (ENG) 27.10.1994 6 (1) 0 0 0 0 0 Mittelfeld 13 N’Golo Kanté FC Chelsea (ENG) 29.3.1991 46 (2) 4 390 0 0 0 08 Thomas Lemar Atlético Madrid (SPA) 12.11.1995 25 (4) 1 3 0 0 0 06 Paul Pogba Manchester United (ENG) 15.3.1993 80 (10) 4 376 1 0 0 014 Adrien Rabiot Juventus Turin (ITA) 3.4.1995 15 (0) 4 305 0 0 0 017 Moussa Sissoko Tottenham Hotspur (ENG) 16.8.1989 69 (2) 2 26 0 0 0 0 12 Corentin Tolisso FC Bayern München (DEU) 3.8.1994 25 (2) 3 81 0 0 0 0 Angriff22 Wissam Ben Yedder AS Monaco 12.8.1990 14 (2) 0 0 0 0 019 Karim Benzema Real Madrid (SPA) 19.12.1987 83 (27) 4 348 4 0 0 020 Kingsley Coman FC Bayern München (DEU) 13.6.1996 30 (5) 2 100 0 1 0 011 Ousmane Dembélé FC Barcelona (SPA) 15.5.1997 25 (4) 2 31 0 0 0 09 Olivier Giroud FC Chelsea (ENG) 30.9.1986 108 (46) 2 41 0 0 0 07 Antoine Griezmann FC Barcelona (SPA) 21.3.1991 91 (37) 4 355 1 1 0 010 Kylian Mbappé Paris Saint-Germain FC 20.12.1998 44 (17) 4 390 0 0 0 026 Marcus Thuram Borussia Mönchengladbach (DEU) 6.8.1997 3 (0) 1 9 0 0 0 0 Trainer Didier Deschamps 15.10.1968 113

Für die kräftigsten Schlagzeilen sorgte Karim Benzemas Rückkehr in den Kreis des Nationalteams, fünfeinhalb Jahre nachdem Deschamps ihn ausgebootet und seither nicht mehr berücksichtigt hatte. France Football, deren Redaktion sich schon Ende 2017 für eine Wiederberücksichtigung des Angreifers ausgesprochen hatte,Artikel „Deschamps: Achtung, Baustellen voraus!“ in France Football vom 3. Oktober 2017, hier Seite 22/23 nannte die Entscheidung des Trainers angesichts Benzemas aktueller Leistungen im Verein „vollauf verdient“. Als weitere Überraschungen galten die Nominierungen von Jules Koundé, einem absoluten Neuling in einem A-Aufgebot, und Marcus Thuram.Artikel „Ja, Karim Benzema ist tatsächlich zurück bei den Bleus“ und „Koundé und Thuram berufen: Die komplette Liste“, beide vom 18. Mai 2021 bei francefootball.fr

Spiele bei der Endrunde Die eigentlich bereits für den Sommer 2020 geplante Endrunde, die diesmal nicht in einem einzelnen Land ausgetragen wurde, musste aufgrund der COVID-19-Pandemie um ein Jahr verschoben werden. Die Auslosung bescherte den Franzosen dabei durchaus anspruchsvolle Aufgaben.

Gruppenphase In der Gruppe F traf Frankreich auf Titelverteidiger Portugal (23. Juni in Budapest) und zudem mit Deutschland (15. Juni in München) sowie Ungarn (19. Juni wiederum in Budapest) auf zwei Mannschaften, die jeweils Gastgeber der Begegnung waren.

Achtelfinale

Als Gruppensieger bekamen die Franzosen es mit einem der vier qualifizierten Drittplatzierten zu tun und trafen am 28. Juni auf die Schweiz. In dem dramatischen und torreichen Spiel in Bukarest schied der Weltmeister durch ein 4:5 im Elfmeterschießen (reguläre Spielzeit 3:3) aus.

Anmerkungen und Nachweise

Frankreich #2021