Die 14. Deutschen Leichtathletik-Hallenmeisterschaften fanden am 5. März 1967 in der Dortmunder Westfalenhalle statt.
Wettbewerbe Gelaufen wurde auf einer 160 Meter langen Rundbahn. Die Länge der Sprintstrecke war wie vor zwei Jahren, als die Veranstaltung in der Stuttgarter Killesberghalle stattgefunden hatte, für Frauen und Männer entsprechend der Möglichkeiten der Anlage mit 60 Metern um 10 Meter länger als im Vorjahr in der Kieler Ostseehalle. Auch der Hürdensprint fand für beide Geschlechter über 60 Meter – 10 Meter mehr als 1966 – statt.
Der zwei Jahre zuvor zum ersten Mal für Frauen und Männer ausgetragene 200-Meter-Lauf war wie 1966 auch hier in Dortmund nicht im Wettbewerbsprogramm, bevor er ab 1968 ständiger Bestandteil von Deutschen Hallenmeisterschaften wurde.
Das Frauenprogramm war wie auch bei den Freiluftveranstaltungen in diesen Jahren noch deutlich eingeschränkt. Im Bereich Lauf wurden mit den Rennen über 60 und 400 Meter diesmal wieder nur zwei Kurzstrecken durchgeführt. Auch der Hürdensprint wurde wieder angeboten. Außerdem gab es mit dem 800-Meter-Lauf als Mittelstrecke und mit der 4-mal-1-Runde-Staffel als Staffel im Bereich Lauf nur noch zwei weitere Frauendisziplinen. Es wurden weder eine Langstrecke noch eine Langstaffel ausgetragen, die bei den Männern im Gegensatz dazu über 3-mal 1000 Meter als zweiter Staffelwettbewerb schon seit 1955 Teil des Wettbewerbskatalogs war.
Im Bereich Sprung wurden der Stabhoch- und Dreisprung für Frauen erst in den 1990er-Jahren in das allgemeine Wettbewerbsprogramm aufgenommen und wurden somit vor dieser Zeit auch bei Deutschen Leichtathletik-Hallenmeisterschaften für Frauen nicht angeboten.
Außer dem Kugelstoßen, das für Frauen und Männer seit Beginn der Deutschen Hallenmeisterschaften ausnahmslos Teil der Veranstaltung war, kamen weitere Wurfdisziplinen sowohl bei den Frauen als auch bei den Männern bei Hallenwettbewerben nicht zur Austragung, weil die üblichen Hallen bei den in diesen Wettbewerben erzielten Weiten nicht die erforderliche Größe besaßen.
Medaillengewinner Die folgenden Übersichten fassen die Medaillengewinner und -gewinnerinnen zusammen.
Männer Disziplin Gold Leistung Silber Leistung Bronze Leistung60 m Karl-Peter Schmidtke (DHC Hannover) 6,6 s Gert Metz (USC Mainz) 6,6 s Jobst Hirsch (SV Polizei Hamburg) 6,7 s400 m Manfred Kinder (Wuppertaler SV) 48,0 s Rolf Krüsmann (VfL Bochum) 48,4 s Dieter Hübner(FV Salamander Kornwestheim) 49,9 s800 m Jörg Balke (Polizei-SV Berlin) 1:53,0 min Jochen Vollbehr (SC Charlottenburg) 1:53,1 min Günter Hoffmann (TSV München 1860) 1:54,5 min1500 m Klaus Prenner (DJK Würzburg) 3:50,2 min Robert Donges (TV Jahn Siegen) 3:50,8 min Günther Mayer (ASC Darmstadt) 3:50,9 min3000 m Werner Girke (VfL Wolfsburg) 8:03,6 min Hans-Werner Wogatzky(Polizei-SV Bielefeld) 8:06,6 min Philipp Lutz (LBV Phönix Lübeck) 8:07,4 min60 m Hürden Hans Bickel (SV Siemens Nürnberg) 7,9 s Hinrich John (Hannover 96) 7,9 s Hans Nerlich (Flensburger TB) 8,0 s4 × 400 m 3:17,8 min 3:19,4 min 3:19,5 min3 × 1000 m 7:18,6 min 7:23,8 min 7:24,8 minHochsprung Gunther Spielvogel(SV Bayer 04 Leverkusen) 2,10 m Bernhard Wellnhofer (TSV München Ost) 2,03 m Wolfgang Schillkowski (Hannover 96) 2,03 mStabhochsprung Reiner Liese (KSV Hessen Kassel) 4,90 m Heinfried Engel (SV Siemens Nürnberg) 4,90 m Robert Anders (ASV Köln) 4,70 mWeitsprung Uwe Töppner (SV Bayer 04 Leverkusen) 7,53 m Hermann Latzel (OSV Hörde) 7,50 m Michael Sauer (USC Mainz) 7,40 mDreisprung Michael Sauer (USC Mainz) 16,36 m Joachim Kugler (USC Mainz) 15,91 m Alwin Boosch (TG Mülheim) 15,61 mKugelstoßen Heinfried Birlenbach (Sportfreunde Siegen) 18,10 m Werner Heger (USC Heidelberg) 17,20 m Wolfgang Motzkus (USC München) 15,96 m
Medaillengewinner Frauen Disziplin Gold Leistung Silber Leistung Bronze Leistung60 m Erika Rost (FC Schalke 04) 7,4 s Jutta Stöck (OSC Berlin) 7,4 s Hannelore Trabert (OSC Berlin) 7,4 s400 m Helga Henning (Hamburger SV) 58,8 s Birgit Hefti (SV Lurup Hamburg) 58,9 s Uta Paul (1. FC Kaiserslautern) 59,3 s800 m Karin Kessler (LG Alstertal-Garstedt) 2:09,8 min Marita Kloth (LBV Phönix Lübeck) 2:11,6 min Christa Basche (ASV Köln) 2:16,4 min60 m Hürden Inge Schell (TSV 1860 München) 8,3 s Heide Rosendahl (TuS 04 Leverkusen) 8,5 s Heidi Gerhard (LC Dortmund) 8,6 s4 × 1 Runde(1 Runde ≙ 160 m) 1:19,0 min 1:21,5 min 1:21,5 minHochsprung Rita Holm (BSC 99 Offenbach) 1,63 m Hannelore Görtz (TSG Bad König) 1,63 m Ilia Hans (Stuttgarter Kickers) 1,60 mWeitsprung Heide Rosendahl (TuS 04 Leverkusen) 6,32 m Ursula Künzel (SV Asselfingen) 6,12 m Ingeborg Geurtz (TuS 04 Leverkusen) 5,77 mKugelstoßen Marlene Fuchs (Euskirchener SC) 15,11 m Liesel Huber (TV Burghausen) 14,41 m Sieglinde Schaupp (TSG Ulm 46) 14,36 m
Literatur Deutsche Hallenmeisterschaften. In: Presseausschuß des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (Hrsg.), Jahrbuch der Leichtathletik 1967, S. 114ff, Berlin-Charlottenburg, Verlag Bartels & Wernitz 1967
Weblinks Deutsche Hallen-Meisterschaften in der Leichtathletik sport-record.de (PDF; 1825 KB) Leichtathletik, zahlreiche Artikel mit dem Thema Deutsche Hallen – Meisterschaften, sport-komplett.de
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